Ein Stromzähler zeigt die verbrauchten Kilowattstunden an
Damit Haus und Hof energieeffizienter werden, gibt es die kostenfreie Energieberatung der Verbraucherzentrale Thüringen. Bildrechte: dpa

Servicestunde | 19.02.2019 Energiesparen durch die Verbraucherzentrale

Warum ist die Heizkostenabrechnung so hoch? Wie viel Strom verbraucht eigentlich der zehn Jahre alte Toaster in der Küche? Woher kommt der Schimmel im Schlafzimmer? Auf diese und weitere Fragen sollen die Berater der Verbraucherzentrale Thüringen eine Antwort wissen.

Ein Stromzähler zeigt die verbrauchten Kilowattstunden an
Damit Haus und Hof energieeffizienter werden, gibt es die kostenfreie Energieberatung der Verbraucherzentrale Thüringen. Bildrechte: dpa

Bei der Energieberatungsstelle der Verbraucherzentrale können Bürger kostenlos Fragen zum Thema Stromverbrauch und zur Wärmedämmung stellen. Die Berater geben auch Tipps und Tricks zu erneuerbaren Energien, Förderprogrammen oder gesetzlichen Bestimmungen. Konkret bietet die Zentrale sechs Beratungs- und Checkangebote für Thüringer Mieter, Vermieter und Eigentümer an:

Der Basis-Check gibt einen Überblick über den Strom- und Wärmeverbrauch sowie die effiziente Geräteausstattung. Dafür müssen sich Verbraucher zunächst über die zentrale Hotline bei der Datenbank der Verbraucherzentrale registrieren lassen. Der Check eignet sich vor allem für Mieter, aber auch private Hausbesitzer, Wohnungseigentümer oder private Vermieter. Nach der Registrierung setzt sich ein Energieberater aus der Nähe mit dem Verbraucher in Verbindung und legt einen Termin vor Ort fest. Auf Grundlage des Checks werden von dem Berater dann Energiesparmöglichkeiten vorgeschlagen

Stromstecker auf Geldscheinen
Ob sich die Anschaffung eines neuen Gerätes lohnt, zeigen die Ergebnisse des Gebäude-Checks. Bildrechte: imago/Bernhard Classen

Beim Gebäude-Check wird der Strom- und Wärmeverbrauch die Geräteausstattung, die Heizungsanlage sowie die Gebäudehülle kontrolliert. Dieses Angebot richtet sich in erster Linie an private Wohnungseigentümer, aber auch Hauseigentümer oder private Mieter. Nach der Prüfung erhalten die Verbraucher einen Bericht, in dem mögliche Empfehlungen vermerkt werden. Etwa wie Heizungsanlagen effizient saniert werden können.

Mit dem Heiz-Check kann die optimale Einstellung des gesamten Heizsystems eines Hauses oder einer Wohnung überprüft werden. Besonders private Haus- und Wohnungseigentümer sollen von diesem Angebot profitieren. Nach der Registrierung bei der Verbraucherzentrale, werden die Eigentümer von einem Berater kontaktiert. Dieser vereinbart zwei konkrete Termine vor Ort. Beim ersten Treffen wird ein sogenannter Daten-Logger an der Heizungsanlage installiert. Dieser Daten-Logger erfasst die Vorlauftemperatur, Rücklauftemperatur, Außentemperatur, Heißwassertemperatur, die Temperatur des Wasserboilers sowie die Ein- und Ausschaltzeiten des Brenners. Beim zweiten Treffen wird der Daten-Logger wieder demontiert und die Daten ausgewertet. Der daraus entstehende Kurzbericht soll den Verbrauchern mögliche Vorschläge liefern, um die Heizungsanlage optimal einzustellen.

Um die Effizienz von Anlagen zur Warmwasseraufbereitung zu überprüfen, bietet die Verbraucherzentrale den Solarwärme-Check an. Wie auch bei dem Heiz-Check, werden zunächst zwei Termine festgelegt, um den Daten-Logger auf- beziehungsweise abzubauen. Nach der Auswertung der gesammelten Daten, erhalten die Verbraucher einen etwa zehn bis zwölf Seiten langen Bericht, der Möglichkeiten vorschlägt, durch die die Effizienz der Solarthermischen Anlagen und Heizsystem erhöht wird.

Hand in Putzhandschuhen und Schwamm beim Beseitigen eines Wasserschadens mit Schimmel und feuchten Wänden an einem Wasseranschluss in der Küche einer Wohnung.
Was tun gegen Schimmel? Im Detail-Check erhalten Verbraucher antworten auf solche speziellen Fragen. Bildrechte: imago/Ralph Peters

Bei speziellen Fragen oder Problemen, beispielsweise zu Schimmelbefall oder Haustechnik, steht den Verbraucher der Detail-Check zur Verfügung. Diese Kontrolle wird vor Ort durchgeführt und eignet sich für Mieter, private Eigentümer oder private Vermieter.

Die Stationäre Beratung ist ein persönlicher Termin in einer der insgesamt 27 Beratungsstellen der Thüringer Verbraucherzentrale. Bei diesem 45-minütigen Treffen können Verbraucher mit einem Energieberater über alle möglichen Probleme und Fragen im Bereich Energie sprechen. Das Angebot richtet sich an alle - vom Mieter, über den Vermieter bis zum Eigentümer. Verbraucher sind dazu angehalten, während des Gesprächs alle wichtigen Unterlagen zum Problem bereit zu halten.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Der Vormittag mit Haase und Waage | 19. Februar 2019 | 11:10 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 19. Februar 2019, 15:15 Uhr

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1 Kommentar

19.02.2019 14:58 Franziska Reichel 1

Ist wirklich jeder einzelne Test kostenlos?