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Immer mehr Müll - doch jeder einzelne kann das verhindern. Bildrechte: imago/Peter Sandbiller

Servicestunde | 18.11.2020

Nachhaltiger leben - so geht's

Stand: 18. November 2020, 14:46 Uhr

Was kann jeder und jede Einzelne zum Klimaschutz beitragen, ohne dass es mit viel Aufwand oder hohen Kosten verbunden sein muss? Michaela Koschak, Diplom-Meteorologin und MDR-Wetterexpertin, möchte in der Servicestunde bei MDR THÜRINGEN zum klimabewussten Leben anregen. Außerdem haben wir viele Tipps zum nachhaltigen Leben.

Klimawandel, Plastikmüll im Ozean, Abholzung der Regenwälder - jeder kann ein Teil der Lösung der Umweltprobleme unserer Zeit sein. Selbst kleine Änderungen haben große Wirkungen.

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Wo legen Ökobanken ihr Geld an?

Ökobanken arbeiten wie konventionelle Banken mit dem Geld ihrer Anleger, legen dafür aber strenge Regeln an. Infrage kommen Unternehmen, die fair produzieren und handeln und deren Grundsätze mit den ethischen Anlagekriterien harmonieren. Das sind beispielsweise Wind- und Wasserkraftanlagen, ökologisches Bauen, Kirchlich-karitative Einrichtungen, erneuerbare Energien, Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen, nachhaltige Wirtschaft.

Wie öko ist Ökostrom?

Unter Ökostrom versteht man Strom, der zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien stammt. Aus Wind- oder Wasserkraftwerken, Biogasanlagen oder Solarstromanlagen. Das bedeutet aber nicht, dass auch mehr grüner Strom erzeugt wird. In Deutschland ist der Ausbau erneuerbarer Energien gesetzlich gefördert: über das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG).  Die Energie in der Steckdose kann auch aus einem Kraftwerk kommen. Welche Ökostrom-Labels auch wirklich öko sind, hat die Verbraucherzentrale zusammengefasst.

Mit Lebensmitteln sorgsam umgehen

Jeder von uns versenkt jährlich 85 Kilogramm Essen in der Tonne, vor allem Obst, Gemüse und Backwaren. Hilfreich ist eine Wochenplanung: Was lässt sich wie kombinieren oder weiterverarbeiten? Aus den Resten vom Sonntagshuhn wird ein Frikassee, alte Brötchen lassen sich zu Semmelknödeln oder Paniermehl verarbeiten.

Lebensmittel in einem Supermarktcontainer Bildrechte: Colourbox.de

Beim Einkaufen selbst sollte man sich für die Packungsgröße entscheiden, die zur Haushaltsgröße passt und nicht zu XXL-Packungen greifen, auch wenn sie mit Sonderrabatt verkauft werden. Große Verpackungen bedeuten zwar auch immer eine gewisse Verpackungsersparnis im Vergleich zur Einzelpackung, aber die Familypackung Käse ist weniger für den Single-Haushalt geeignet. Es sei denn, man friert den Käse ein.

Altes Obst ist übrig? Machen Sie Smoothies oder Marmelade draus. Das geht auch ohne großes Kochen mit Gelierfix für kleine Mengen. Kaufen Sie auch mal "häßliche" Äpfel mit kleinen Macken. Die schmecken nicht schlechter als ihre makellosen Verwandten und immer mehr Supermärkte bieten sie für wenig Geld an.

Kleine Mengen Sahne oder Schmand übrig? Ab in den Eiswüfelbehälter und einfrieren! Für Suppen oder Soßen einfach direkt einrühren.

Gemüse übrig? Kochen Sie eine Suppe draus und frieren Sie sie ein. Perfekt für Tage, an denen es mal schnell gehen muss.

Quelle: MDR THÜRINGEN/dvs

Dieses Thema im Programm:MDR THÜRINGEN - Das Radio | Der Vormittag mit Haase und Waage | 18. November 2020 | 11:10 Uhr