Blick über die Rhön
Blick auf das UNESCO Biosphärenreservat Rhön. Es erstreckt sich grenzüberschreitend über Teilen von Hessen, Thüringen und Bayern. Bildrechte: dpa

Servicestunde | 22.05.2019 Schützenswerte Reservate vor unserer Haustür

Am Freitag ist Tag der Naturparks und Biosphärenreservate. Neben den von der UNESCO bereits anerkannten Reservaten Thüringer Wald und Rhön, gibt es auch Gebiete in Thüringen, die keine Anerkennung beantragt haben. Aber auch dort kümmern sich zahlreiche Menschen um den Erhalt der Artenvielfalt und ein verträgliches Nebeneinander von unterschiedlichen Nutzungsinteressen.

Blick über die Rhön
Blick auf das UNESCO Biosphärenreservat Rhön. Es erstreckt sich grenzüberschreitend über Teilen von Hessen, Thüringen und Bayern. Bildrechte: dpa

Thüringen wird nicht umsonst "Das grüne Herz Deutschlands" genannt. Im Freistaat gibt es zwei von der UNESCO anerkannte Biosphärenreservate: Thüringer Wald und Rhön. Innerhalb dieser Reservate sollen Menschen, die dort arbeiten und leben, Kozepte zum Schutz, zur Pflege und Entwicklung des Gebietes erarbeiten und umsetzen. Ein Biosphärenreservat ist also mehr als ein Naturschutzgebiet. Es sollen viel mehr Modellregionen für eine nachhaltige Entwicklung sein. Über 600 solcher Modellregionen hat die UNESCO bisher weltweit ernannt.

UNESCO Biosphärenreservat Thüringer Wald

Auf einer Fläche von 337 Quadratkilometern zieht sich das UNESCO Biosphärenreservat Thüringer Wald durch den Freistaat. In der Region zwischen Oberhof, Ilmenau, Masserberg und Suhl, beiderseits des Rennsteigs, gelegen, stellt das Biosphärenreservat Thüringer Wald einen repräsentativen Ausschnitt der Mittelgebirgslandschaft dar. Etwa 1.900 Pflanzenarten und 2.600 Tierarten sind hier nachgewiesen worden, viele von ihnen sind inzwischen bedroht und stehen auf der Roten Liste. Trotzdem bietet das Gebiet auch für Touristen einiges: Wandern, Mountainbiking, Biathlon- und Bob-Pisten.

UNESCO Biosphärenreservat Rhön

Ein Wegweise des Gruenen Band.
Auch ein Radweg führt entland des "Grünen Bandes". Bildrechte: imago/Eckehard Schulz

Entlang der Grenze zwischen Thüringen, Hessen und Bayern erstreckt sich das UNESCO Biosphärenreservat Rhön. Eine Region mit einer bewegten Geschichte. Noch heute ist die ehemalige innerdeutsche Grenze als "Grünes Band" zu erkennen und inzwischen auch offiziell als Naturmonument anerkannt. In jahrhundertelanger Nutzung hat der Mensch das Bild der Rhön verändert. Wo einst zusammenhängende Buchenwälder standen, entwickelte sich eine vielschichtige Kulturlandschaft: Wälder, Dörfer, Ackerland, Heckenstreifen, Streuobstwiesen und immer wieder bunte Wiesen bilden ein abwechslungsreiches Landschaftsbild. Neben anerkannten Biosphärenreservaten gibt es aber auch Reservate ohne eine offizielle Anerkennung der UNESCO. Auch dort kümmern sich zahlreiche Menschen um den Erhalt von Artenvielfalt und ein verträgliches Nebeneinander zwischen Mensch und Natur.

Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz

Zum Beispiel im Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz. Am östlichen Südharzrand gelegen, erstreckt es sich auf einer Fläche von rund 30.034 Hektar und die Orte Sangerhausen, Stollberg, Kelbra und Tilleda. Die Region ist durch die über 1.000 Jahre lange Bergbautradition stark geprägt. Das zeigt sich an vielen Orten, die vom Leben und Arbeiten zeugen.

Trotzdem hat das Gebiet auch eine einzigartige Naturlandschaft zu bieten. Wasserdurchlässige Gesteine, karger Wiesenwuchs, Streuobstwiesen, Karstquellen und Buchenwälder: all das ist auf engstem Raum zu finden und wird Besuchern näher gebracht. Christiane Funkel ist die Leiterin der Verwaltung des Biosphärenreservats und berichtet in der Servicestunde ab 11 Uhr über das, was es in der Karstlandschaft Südharz zu entdecken und zu bewahren gilt.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Der Vormittag mit Haase und Waage | 22. Mai 2019 | 11:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 22. Mai 2019, 12:56 Uhr

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