Servicestunde | 12.01.2021 Ökostrom - echte Alternative oder Mogelpackung

Umweltbewusste Verbraucher beziehen "Grünen Strom", also Energie aus regenerativer Produktion. Inzwischen haben fast alle Stromversorger einen Öko-Strom-Tarif. Doch nicht alle sind wirklich öko, zeigt eine Untersuchung von "Ökotest". Matthias Haase spricht mit einem Experten darüber, was echten "grünen" Strom ausmacht.

Illustration -  Eine Steckdose in einer Grasfläche.
Was für Strom kommt aus der Steckdose? Label geben Sicherheit. Bildrechte: colourbox

Die Zahl der Menschen, die aktiv einen Beitrag zum Klimaschutz leisten wollen, steigt. Der Bezug von Ökostrom ist eine gute Möglichkeit, den Ausbau regenerativer Energien zu unterstützen und damit Kohlendioxid einzusparen. 2018 bezogen laut Umweltbundesamt 26 Prozent der Verbraucher Ökostrom.

Doch die gute Tat alleine reicht nicht, zeigt ein aktueller Vergleich von "Ökotest". Der Begriff Ökostrom ist nicht geschützt. Längst tummeln sich im großen Markt zahlreiche Anbieter, die im Geschäft mitmischen wollen. Für den Verbraucher ist es nicht einfach zu erkennen, ob der Ökostromanbieter vorbildlich oder wenig vorbildlich agiert. Welcher Strom aus der Steckdose fließt, lässt sich nicht unterscheiden.

Ökostrom Der Begriff Ökostrom ist nicht geschützt. Normalerweise wird damit Strom bezeichnet, der aus erneuerbaren Energien stammt. Das sind Wind, Sonne, Wasser oder Pflanzen.

Wer guten Ökostromtarif beziehen möchte, sollte deshalb nachfragen, woher der Strom kommt. Er sollte zu 100 Prozent aus regenerativen Quellen stammen. Das Unternehmen sollte zudem den Umbau der Energiegewinnung in Deutschland aktiv unterstützen.

Eine Hilfe bei der Suche nach dem richtigen Anbieter können Zertifikitate wie das "Grüner Strom"-Label oder das ok-plus-Siegel bieten. Worauf Verbraucher bei der Suche nach einem guten Ökostromanbieter achten sollten, erfragt Matthias Haase in der Servicestunde.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Der Vormittag mit Haase und Waage | 12. Januar 2021 | 11:10 Uhr