Servicestunde | 23.12.2019 Reste vom Weihnachtsessen: Zu gut für die Tonne!

In Deutschland landen jährlich fast 13 Millionen Tonnen Lebensmittel im Müll. Jeder Privathaushalt wirft durchschnittlich 85 Kilo Lebensmittel im Jahr weg. Schade drum! Mit unseren Tipps landen die Reste vom Weihnachtsessen nicht im Müll.

Gebratene Gans mit Apfelringen
Gänsebraten ist lecker, aber häufig bleiben Reste. Und dann? Bildrechte: IMAGO

Der Blick in die Einkaufswagen in jedem beliebigen Supermarkt zeigt es: Bergeweise werden Lebensmittel für das Weihnachtsfest gekauft. Da bleibt auf jeden Fall was übrig. Und das muss nicht in der Tonne landen. Die Initiative „Zu gut für die Tonne“ setzt sich gegen die Verschwendung von Lebensmitteln ein. Sie vermittelt Wissen zum Einkauf und zur Lagerung von Lebensmitteln. Für

Was tun mit den Resten

Reichlich Gänsebraten, Fleischsalat und Süßkram kommen an den Weihnachtstagen auf den Tisch - das schafft kaum einer. Sorgen Sie vor, damit die Reste nicht in der Tonne landen!

  • Ist im Gefrierschrank genug Platz? Dort können Fleisch mit Soße, Klöße und Rotkraut portionsweise eingefroren werden. Dann bleibt auch später an einem Sonntag mehr Zeit für einen Spaziergang, wenn niemand extra kochen muss.
  • Gäste freuen sich, wenn Sie etwas mit nach Hause nehmen können. Haben Sie genügend Behälter im Haus? Es müssen nicht immer Plastikbüchsen sein, Gläser von Erbsen oder Rotkohl funktionieren auch prima.
  • Kühlen Sie übrig gebliebene Speisen gut. Ist der Kühlschrank voll, können Fensterbrett, Balkon und Terrasse zum Lagern dienen.
  • Bevor Sie zwischen Weihnachten und Silvester erneut einkaufen, überlegen Sie, welche Reste zu einem wunderbaren neuen Essen werden.

Sind die Lebensmittel gut gelagert, halten sie ziemlich lange. Zeit genug, die Reste in neue, leckere Gerichte zu verwandeln. Wer dazu Inspiration braucht, kann die App der Initiative "Zu gut für die Tonne" nutzen. Dort stehen Rezepte vieler Profi-Köche, aber auch vieler Hobby-Resteverwerter. Die Reste-App gibt es kostenlos im AppStore.

Rezepte für Reste

  • Brot und Brötchen sind kleingeschnitten und in Öl oder Butter gebraten eine herrliche Ergänzung für Salate und halten sich einige Tage. Am besten in einem geschlossenen Behälter aufheben. Auch getoastet, als Knödel oder Arme Ritter schmecken die Reste.
  • Eine nur zur Hälfte gegessene Gänsekeule, der verschmähte Hals und die Flügel sind übrig? Ab in den Topf! Eine Zwiebel, Lorbeerblatt, Salz, Pfefferkorn, eventuell noch eine Möhre und ein Stückchen Sellerie dazu, mit Wasser auffüllen und eine Stunde kochen. Das funktioniert prima mit gebratenem Fleisch und Geflügel und gibt eine leckere Brühe.
  • Die große Käseplatte macht sich gut zum Überbacken von (altbackenem) Brot und Aufläufen oder als Belag auf Flammkuchen. Auf den passt gleich noch übrig gebliebenes Gemüse.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | MDR THÜRINGEN mit Haase und Waage | 23. Dezember 2019 | 11:05 Uhr