Servicestunde | 09.11.2020 Sodbrennen und Schluckstörungen erkennen und behandeln

Schluckstörungen sind weit verbreitet, jeder Zehnte ist betroffen. Aber wie erkennt man eine Schluckstörung und wie kann sie therapiert werden? In der Servicestunde erklärt Mirko Hiller vom Helios-Dysphagiezentrum in Erfurt, wie die Therapie funktioniert.

Eine Frau sitzt an einem Glastisch und hält sich den Hals vor Schmerz
Wenn das Essen im Hals stecken bleibt, müssen Ärzte schauen, ob eine Schluckstörung dahintersteckt. Bildrechte: imago/Panthermedia

Schluckstörungen kennen die meisten nur von einem starken Infekt, bei dem der Hals so zuschwillt, dass selbst das Schlürfen von Tee schwierig und schmerzhaft wird. Doch Schluckstörungen treten nicht nur bei Infekten auf. Sie können viele verschiedene Ursachen haben. So können schon im Rachen Abszesse oder Ausstülpungen der Rachenwände das Schlucken behindern. Dann passt nicht viel am Hindernis vorbei.

Aber auch in der Speiseröhre können Entzündungen, Ausstülpungen oder Narben den Transport des Essens in den Magen erschweren. Dazu kommen Patienten, bei denen die Beweglichkeit der Speiseröhre eingeschränkt ist, und Patienten, bei denen durch eine Erkrankung im Gehirn der Schluckreiz nicht mehr ausgelöst wird, Patienten mit bestimmten Erkrankungen und Patienten, bei denen die Schluckstörung durch Medikamente hervorgerufen wurde. Die Liste ließe sich fortsetzen.

So viele Ursachen erfordern vor einer Therapie eine genaue Diagnostik. Was müssen und können die Ärzte tun: Einen Abszess aufschneiden oder mit einer Schlucktherapie das Schlucken neu trainieren? Mirko Hiller vom Helios-Dysphagiezentrum in Erfurt erklärt, wie die Ärzte bei der Diagnostik vorgehen und welche Möglichkeiten der Therapie es dann gibt.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Der Vormittag mit Haase und Waage | 09. November 2020 | 11:10 Uhr