Servicestunde | 05.10.2020 Tipps gegen Einbruch: So schützen Sie sich

Einbrecher haben keine Zeit. Schaffen sie es nach wenigen Minuten nicht in das Haus oder in die Wohnung, machen sich die meisten aus dem Staub. Deshalb schützen Hausbewohner sich am besten, in dem sie den Zugang ins Haus so schwierig und aufwendig wie möglich gestalten.

Symbolbild Einbruch, Einbrecher will in ein Haus eindringen, schleicht sich auf der Terrasse an.
Einbrecher nutzen gern den Weg über die Terrasse. So können sie sich einen guten Überblick verschaffen und die Tür ist manchmal sogar offen. Bildrechte: imago/Jochen Tack

Einbruchschutz: Die Grundlagen

Schon wenige tägliche Handgriffe reichen, um es Einbrechern schwerer zu machen. Schließen Sie alle Türen ab, auch wenn Sie nur kurz weggehen. So kann niemand ins Haus huschen. Fenster und Terrassentüren sollten Sie immer schließen, wenn Sie das Haus verlassen. Wenn Sie das Fenster kippen, können Sie es auch gleich offen lassen. Gehen Sie um Ihr Haus: Steht irgendwo ein Kellerfenster offen? Könnte ein Dieb über den Balkon klettern? Solche Schlupflöcher sollten Sie schließen.

Schlösser und Sicherungen

Stabile Türschlösser mit Schließzylindern, die sich Bohrern und anderen Werkzeugen widersetzen, sind wirkungsvolle Einbruchssicherungen. Gerade in Einfamilienhäusern kommen Diebe gern über Fenster oder Terrassentür ins Haus. Querriegel, Vertikalstangen, Kastenzusatzschlösser und Bandsicherungen erschweren hier das Öffnen von außen oder machen es ganz unmöglich. Alte Türen mit alten Schlössern sind für viele Diebe ein Kinderspiel. Da kann ein großer Riegel oder ein quer gestellter Balken auf der Innenseite helfen.

Alarmanlagen und Überwachungskameras

Schon der erste Ton einer Sirene vertreibt Einbrecher, die auf keinen Fall Aufsehen erregen wollen. Und auch der Anblick einer Überwachungskamera wirkt abschreckend. Kein Dieb möchte erkannt werden. Allerdings kostet elektronische Sicherheitsausrüstung eine ganze Stange Geld und nicht alle Modelle funktionieren wie gewünscht. Treffen Sie die Auswahl deshalb sorgfältig.

Im Urlaub

Wer verreist, sollte sein Haus nicht verriegeln und für Monate verschwinden. Ein verlassenes Haus sieht für Einbrecher nach einer guten Gelegenheit aus. Besser ist ein bisschen Vorbereitung und auch ein bisschen Verschwiegenheit. Während Sie Nachbarn am besten bitten, den Briefkasten zu leeren oder Rolläden regelmäßig hoch- und runterzuziehen, sollten Sie in sozialen Netzwerken vorsichtig mit ihren Infos sein. Auch Diebe können lesen und bekommen so mit, wo Wohnungen leer stehen.

Um Anwesenheit vorzutäuschen, helfen Zeitschaltuhren. Sie lassen Rollläden automatisch hoch- und runterfahren, schalten Lichter und Radio an und aus. So werden Einbrecher auf Beutezug erst einmal abgeschreckt.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Der Vormittag mit Haase und Waage | 05. Oktober 2020 | 11:10 Uhr