Servicestunde | 31.12.2019 Knallerei verursacht Stress: Silvester mit Tieren

Alle Jahre zu Silvester rufen Tierschützer zu Mitgefühl gegenüber den Haustieren und denen in freier Wildbahn auf - vor allem im Zusammenhang mit der Silvesterknallerei. Denn die verursacht Stress. Zumindest den Haustieren kann man ein bisschen helfen, die Silvesternacht einigermaßen stressfrei zu überstehen.

Wenn der Hund in der Wohnung steht und zittert, ist ganz klar: er hat gerade großen Stress. Denn das Knallen, Zischen und explosionsartige Aufleuchten von Silvesterfeuerwehr malträtiert vor allem sein feines Gehör und die feine Nase. Ähnlich geht es Katzen und anderen Tieren, die mit den Geräuschen und den grellen Blitzen nichts anzufangen wissen - und auch nicht wissen, wie sie sich davor schützen können.

Rückzugsraum schaffen

Silvesterfeuerwerk
Was vielen Menschen Freude macht, ist für Tiere Stress: Silvesterfeuerwerk Bildrechte: Colourbox.de

Beruhigend auf den Hund oder die Katze einzureden, ist dabei nicht unbedingt die beste Hilfe. Besser ist es, dem Tier einen Rückzugsort zu bieten - etwa im Keller oder einen abgedunkelten Raum in der Wohnung, wo die Fenster verhängt sind. Dort nehmen die Tiere den Lärm und das Licht weniger stark wahr. Für Wellensittich und Co. ist es hilfreich, den Vogelkäfig mit einem Tuch abzudecken. Gleiches gilt für die Behausungen von Meerschweinchen und anderen Kleintieren. Auch die gewohnte Geräuschkulisse in der Wohnung, zum Beispiel gedämpfte Musik oder das Fernsehprogramm, kann beruhigend wirken.

Spaziergang mit Hund und die Freigänger-Katze ins Haus holen

Hunden kann es auch helfen, wenn man ihnen am Silvestertag - lange vor der Knallerei - einen entspannenden Spaziergang gönnt. Den brauchen sie ja ohnehin fürs "Geschäft". Allerdings: Da mancher menschliche Zeitgenosse schon mittags mit der Böllerei anfängt, aufpassen, dass der Hund nicht erschreckt wird und in Panik davonläuft. Also am besten an der Leine führen.

Freigänger-Katzen sollten am Silvestertag nicht rausgelassen beziehungsweise etwas früher als gewönlich ins Haus gerufen werden. Und erst wieder rauslassen, wenn die Knallerei irgendwann in der Silvesternacht aufgehört hat.

Auch Medizin vom Tierarzt kann helfen. Denn auch für Tiere gibt es Beruhigungsmittel. Welches Präparat in welcher Dosierung verabreicht werden kann, muss der Tierarzt entscheiden. Für Katzen gibt es in der Drogerie auch sogenannte Wohlfühlsprays mit Pheromonen.

Quelle: MDR THÜRINGEN/dr

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Der Vormittag mit Haase und Waage | 31. Dezember 2019 | 11:00 Uhr