Eine Frau erhält einen tiefen Gewebe Massage.
Eine gezielte, druckvolle Massage der Triggerpunkte vertreibt Schmerzen. Bildrechte: Colourbox.de

Servicestunde | 08.10.2019 Triggerpunkte: gezielte Therapie schützt vor Schmerzen

Wenn der Physiotherapeut an einer Stelle drückt und man vor Schmerzen aufschreien könnte, hat er wohl einen Triggerpunkt erwischt. Überall, wo Muskeln und Sehnen aufeinandertreffen und nicht regelmäßig bewegt werden, bilden sich die kleinen Knötchen. Werden sie behandelt, verschwinden die Probleme schnell.

Eine Frau erhält einen tiefen Gewebe Massage.
Eine gezielte, druckvolle Massage der Triggerpunkte vertreibt Schmerzen. Bildrechte: Colourbox.de

Wer häufig am Schreibtisch sitzt, kennt den gemeinen Schmerz, der vom Nacken kommt und sich über den gesamten Kopf ausbreitet. Der Kapuzenmuskel ist überbelastet. Eigentlich Zeit für ein bisschen Ruhe und Entspannung. Für viele Büromenschen ist das aber kaum möglich. Die Fehlhaltung bleibt und die Muskeln reagieren darauf mit Verspannungen.

Speziell ausgebildete Ärzte und Therapeuten können bei einer Untersuchung der Muskeln kleine Knoten finden, die bei Druck schmerzen. Diese Triggerpunkt genannten Schmerzzentren lassen sich gut behandeln. Sie reagieren auf Druck, der an genau dieser Stelle ausgeübt wird. "Immer wenn ich  drauf drücke, hat der Körper nur eine Chance, dem Druck zu entkommen - er muss den Tonus runterfahren. Der Patient lässt locker und verspürt Erleichterung", erklärt Walter Lieb, Physio- und Manualtherapeut von der Trigger-Akademie in Kaufbeuren. Das wiederholte, gezielte Ausüben von Druck lässt die Schmerzpunkte verschwinden. Der Muskel ist wieder frei.

Die Behandlung von Triggerpunkten können auch Laien lernen. Zumindest vereinzelte Schmerzpunkte lassen sich dann selber behandeln. Manchmal helfen spezielle Massageinstrumente. Wer rechtzeitig bei Problemen aktiv wird, hat gute Heilungschancen. Aber "je älter ein Schmerzproblem ist, desto mehr Kollateralschäden entstehen in der Muskulatur. Andere Muskeln müssen Aufgaben übernehmen, für die sie eigentlich nicht optimal sind und schlittern auch in ein Überlastungsproblem", erklärt Walter Lieb. Deshalb sollte man bei Schmerzen nicht zu lange leiden.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Der Vormittag mit Haase und Waage | 08. Oktober 2019 | 11:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 08. Oktober 2019, 14:36 Uhr