Servicestunde | 06.01.2020 Das zweite Leben für den Weihnachtsbaum

Spätestens nach dem Dreikönigstag fliegen die meisten Weihnachtsbäume aus den Wohnzimmern und landen zumeist im Hinterhof, oder auf der Straße, um dort auf ihre Entsorgung zu warten. Es gibt durchaus kreative Ideen, was aus einem Christbaum nach dem Fest noch so alles werden kann. Tipps dazu gibt es in der Servicestunde.

Weggeworfener Weihnachtsbaum am Straßenrand
Zu schade für den Müll. Wir haben Ideen für das zweite Leben des ausgedienten Weihnachtsbaumes. Bildrechte: IMAGO/Westend61

Was tun mit dem Weihnachtsbaum, wenn er ausgedient hat? Ihn zu entsorgen, ist die einfachste Methode. Bitte beachten Sie die Hinweise der Entsorger. Manchmal gibt es bestimmte Sammelplätze oder Abliefertage. Das ist regional unterschiedlich.

Es gibt allerdings auch Recycling-Tipps. Die Umweltorganisation WWF schlägt vor, den Baumstamm zu zersägen und dann im Kaminofen zu verfeuern. Zuvor muss man das Holz allerdings gut zwei Jahre trocknen lassen. Dieser Tipp ist also eher ein längerfristiger.

Die dünneren Zweige lohnen nicht zum Heizen. Wenn man noch sehr schönes Grün an den Zweigen hat, kann man es gut zur Grababdeckung verwenden, falls dort nachgebessert werden muss. Aber auch zum Abdecken von frostempfindlichen Pflanzen im Garten eignet sich natürlich das Tannengrün, wenn es nicht schon zu sehr nadelt.

Einige Reiterhöfe oder Tiergehege nehmen Weihnachtsbäume als Tierfutter an. Beliebt sind vor allem unbehandelte einheimische Bäume, die komplett abgeschmückt sind. Lametta hat im Tiermagen nichts verloren. Fragen Sie einfach mal nach, ob Bedarf besteht.

Für die Badewanne oder den Garten

Wer sich über heruntergerieselte Fichtennadeln ärgert, kann ein schönes Bad aus ihnen herstellen. Die Nadeln von Tanne, Fichte oder Kiefer aufkochen und den Sud dann mit ins Badewasser gießen. 100 g Nadeln reichen für ein Wannenbad. Das eignet sich allerdings nur bei selbst gesägten Bäumen aus heimischem Wald, da weniger bis gar keine Pestizide auf den Baum gespritzt wurden.

Tannenzweig der Engelmannfichte
Zweige für Hochbeet oder den Kompost nutzen. Bildrechte: MDR/Daniela Dufft

Nadeln von einem Baum schaden dem Komposthaufen im Garten wenig, sondern lockern ihn eher auf. Gerade wenn sonst viele Küchenreste den Haufen matschig werden lassen, wirken Nadeln belüftend, auch wenn sie nicht ganz so schnell verrotten. In einem Hochbeet können die Zweige als unterste Lage eingebaut werden. Mit weiterem Strauchschnitt und Laub bildet das eine gute erste Schicht im Hochbeet, bevor dann die Kiste mit immer feineren Kompost- und Erdschichten weiter gefüllt wird. Auch hier gilt, wie beim Kompost: Nur chemisch unbelastete Bäume verwenden.

Kloßquirl selber schnitzen

Warum nicht mal Kleiderhaken im rustikalen Look selber schnitzen? Suchen Sie am Stamm einen gleichmäßigen ringförmigen Astansatz (etwa sechs bis acht Stück). Den Stammabschnitt auf rund 15 cm Länge heraussägen und das Stammstück halbieren. Glatt schleifen und eventuell lackieren. Die jeweils glatte Seite an die Wand schrauben, die Astansätze jeder Stammhälfte dienen dann als Haken.

aus Holz gefertigten Quirl
Aus Holz gefertigter Quirl Bildrechte: dpa

Ein nettes Geschenk oder nützlicher Helfer in der eigenen Küche ist ein Kloßquirl. Dazu den Baum, oder zumindest den Abschnitt, bis zum Sommer draußen im Schatten lagern, damit er mit Rinde langsam trocknet. Dann sägt man die Spitze ca. 1 cm unterhalb der oberen Ast-Rosette ab, kürzt die Zweige auf ca. 2 cm, entfernt die Nadeln und die Rinde. Abschließend wird der Quirl abgeschliffen und mit Olivenöl eingerieben.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Der Vormittag mit Haase und Waage | 06. Januar 2020 | 11:10 Uhr