Service | 27.03.2017 Wohnmobil richtig beladen

Einfach losfahren und stehenbleiben, wo es gefällt. Das geht heute mit Wohnmobil und Caravan durchaus komfortabel. Was es dabei - vor allem beim Beladen - zu beachten gilt, erfahren Sie in der Servicestunde.

Wohnmobil
Bildrechte: Colourbox.de

Fahren mit einem Van

Los geht der Campingspaß abseits von Zelt und Schlafsack mit sogenannten Vans, den kleinsten unter den vollwertigen Reisemobilen. Vans sind zwischen zwei und 2,20 Meter breit, die Länge variiert zwischen sechs und 6,80 Meter. Kaum größer als ein Transporter - auch für den Stadtverkehr geeignet und überschaubar lang - sind diese Wohnmobile auf zwei Personen ausgelegt (manchmal mit Gästebett).

Mitfahren können in der Regel vier Personen, für die es selbstverständlich Plätze mit Dreipunktgurten und Kopfstützen gibt. So ein Fahrzeug stellt auch weniger geübte Fahrer vor keine unlösbaren Probleme. Fahrzeuge mit weniger als zwei Metern Außenbreite dürfen in Autobahnbaustellen sogar auf die linke Spur.

Mit seiner Größe liegt der Van liegt zwischen ausgebauten Komfort-Campingbussen mit Bad und den deutlich größeren "Teilintegrierten", die fast Reisebus-Dimensionen haben.

Wie viel darf man mitnehmen?

Hier kommen zwei wichtige Begriffe ins Spiel: Leergewicht und Zuladung. Am besten berechnet man das Leergewicht bei allen Tests ohne das Fahrergewicht, dafür vollgetankt, mit Gas, Wasser und der jeweiligen Sonderausstattung. Die Zuladung ergibt sich somit aus der Differenz von zulässigem Gesamtgewicht und der Leermasse. Wichtig ist, die Achslasten nicht aus dem Blick zu verlieren.

Beispielrechnung bei 3.500 kg zulässigem Gesamtgewicht:

  • 2.900 kg Trockengewicht
  • 220 kg Gas, Wasser, Diesel
  • 250 kg Passagiere
  • 130 kg Rest-Zuladung

Tipps zum Beladen des Wohnmobils

  • Wassertank nicht voll machen, das spart viele Kilos. Die Tanks haben in der Regel ein Fassungsvolumen von 95 bis 170 Liter. An den meisten Tankstellen und an allen Campingplätzen kann problemlos aufgefüllt werden
  • Alu-Gasflaschen statt Stahlflaschen verwenden, die wiegen nur die Hälfte 
  • Die Achslast beim Beladen im Auge behalten: Eine gleichmäßige Verteilung des Gewichts sorgt für Fahrstabilität und somit Sicherheit 
  • Die Traglast der Heckwand vor dem Fahrradträgerkauf abklären

Grundsätzlich gilt: Schwere Gegenstände sollten möglichst weit unten und zwischen den Achsen verstaut werden. Schwere Getränkeflaschen gehören also nicht in die Hängeschränke der Küche, sondern in einen bodennahen Stauraum oder, falls vorhanden, in den Doppelboden. Sperrige Gegenstände können auch in Kleiderschränken oder der Dusche verstaut werden.

Wichtig: Die Türen müssen fest verschlossen sein, damit sie nicht aus der Halterung reißen. Die Heckgarage ist ideal für Campingmöbel, den Grill oder auch Fahrräder. Vor allem Letztere sollten aber nicht ungesichert transportiert werden. Im Fachhandel gibt es verschiedene Befestigungssysteme bis zur fest montierten Schiene.

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Haase und Waage am Vormittag | 10. Juni 2020 | 11:00 Uhr