Servicestunde | 24.12.2021 Festbraten oder Leckerli: Was dürfen Haustiere an Weihnachten essen?

Weihnachten ist ein Schlemmerfest, und viele Haustierbesitzer möchten ihren Lieblingen dann auch was Gutes tun. Aber über welches Fest(fr)essen freut sich das Haustier? Darf es der Rest vom Braten sein, oder sind die bewährten Leckerlis dann doch die bessere Wahl? Eine Tierärztin gibt Tipps in der Servicestunde von MDR THÜRINGEN.

Schwarzer Hund mit Weihnachtsknochen
Der Knochen an Weihnachten - wie verträglich ist der für den Liebling? Bildrechte: imago images / agefotostock

Für viele Familien ist die Weihnachtszeit die schönste Zeit. Die Liebsten kommen zusammen, die Geschenke stehen schön verziert bereit und der Weihnachtsbraten schmort im Backofen. Doch was für Menschen an der festlich gedeckten Tafel besinnlich scheint, kann für Haustiere stressig oder gefährlich sein.

No-Go: Fettiges oder gewürztes Weihnachtsessen

Auch wenn der verlockende Bratenduft die Vierbeiner praktisch zum Betteln einlädt, sollten Haustierbesitzer nicht schwach werden und das Essen lieber auf dem eigenen Teller behalten. Auch übriggebliebene Reste - insbesondere fettige und gewürzte Speisen - sind tabu. Sie führen zu Verdauungsproblemen, wie Bauchschmerzen, Durchfall und Erbrechen. Knochen sollten ebenfalls nicht im Napf laden. Geflügelknochen könnten beispielsweise splittern und zu inneren Verletzungen führen.

Ein weihnachtliches Festmal (Braten, Brot, Wein, ...) ist auf einem Tisch arrangiert.
Die üppig gedeckte Weihnachtstafel - für unsere Vierbeiner tabu. Bildrechte: colourbox.com

Schokolade, Gebäck und Co.

Haustierbesitzer sollten außerdem keine süßen Speisen oder Schokolade an ihre Lieblinge verfüttern. Schokolade, so gut wie sie für den Menschen schmeckt, kann in zu großen Mengen für Hunde und Katzen giftig sein. Denn der in der Kakaobohne enthaltene Stoff Theobromin kann bei ihnen zu Vergiftungen und Herzproblemen führen.

Und auch der Christstollen bleibt den Fellnasen untersagt. Enthaltene Nüsse können Allergien auslösen. Und in Rosinen steckt Oxalsäure, die zu starken Blähungen und Krämpfen in Magen und Darm von Haustieren führen kann.

Wenn sich das Haustier doch etwas von der Weihnachtstafel geschnappt hat

Laut Tierschutzbund macht die Menge das Gift. Wie stark die Vergiftung ausfällt, hängt von der aufgenommenen Menge und der Größe/Körpergewicht bzw. dem Gesundheitszustand des Tieres ab. In jedem Fall wird aber dazu geraten, bei Verdacht auf Vergiftung oder tatsächlich beobachteter Giftaufnahme den Tierarzt zu kontaktieren.

Die meisten Städte und Regionen haben zudem einen organisierten Notdienst für die Zeiten, in denen Tierarztpraxen geschlossen sind. In Thüringen gibt es die zentrale Notrufnummer 0361 - 644 788 08, über die Haustierbesitzer den nächsten diensthabenden Tierarzt erfragen können.

Den Fellnasen trotzdem eine Freude bereiten

Wer trotzdem mit den Lieblingen schlemmen will, kann ein Stück Hühner- oder Putenfleisch kochen. Dieses ist schnell zubereitet und gut bekömmlich. Und auch auf (tierfreundliches) Gebäck muss nicht verzichtet werden. Wie wär's zum Beispiel mit Thunfischkeksen für Katzen, Körnermischungen für Vögel, Hafer-Leckerlis für Pferde oder natürlich diverse Hundekekse.

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Der Vormittag | 24. Dezember 2021 | 11:00 Uhr