Die Anlegestelle der Kanu-Scheune in der Gemeinde Wünschendorf.
Bildrechte: MDR/Franziska Trogisch

Ortsteil von Wünschendorf Zossen

Die Anlegestelle der Kanu-Scheune in der Gemeinde Wünschendorf.
Bildrechte: MDR/Franziska Trogisch

Die Gemeinde Wünschendorf liegt im Landkreis Greiz und ist geografisch somit im äußersten Osten Thüringens zu finden. Zu der Gemeinde gehören insgesamt zehn Ortsteile: Cronschwitz, Zschorta, Untitz, Meilitz, Mildenfurth, Pösneck, Mosen, Veitsberg, der Ortskern Wünschendorf und eben Zossen.

Historische Belege zumeist nach E. Eichler:

  • 1209: im Czossen, Tossen
  • 1287: Heinricus de Zossan (UB Vögte Weida I Nr. 224, S. 112)
  • 1288: Heinricus de Zossan (UB Vögte Weida I Nr. 228, S. 114)
  • 1289: Hinricus … de Zcossen (UB Vögte Weida I Nr. 238, S. 118)
  • 1293: Heinricus de Zossan (UB Vögte Weida I Nr. 279, S. 136)
  • 1355: Zcossan
  • 1362: Zcossan
  • 1552: Peter Zoßmer
  • 1567: Peter Zosner
  • 1848: Zossen (Huhn 6, 933)

Klar ist, dass ein slawischer Name zugrunde liegt und dass dieser zu sosna "Kiefer, Föhre" gehört. Nicht ganz sicher ist die Grundform. E. Eichler bevorzugt eine Pluralform *Sosny "die Kiefern, Föhren", H. Rosenkranz schreibt: "Nicht zu entscheiden ist, ob ein Flurname *Sosna "die Kiefer" oder die Mehrzahl *Sosny ursprünglich ist".

In Anbetracht der Belege von 1287 bis 1293, die alle Zossan bzw. Zcossen lauten, liegt vielleicht eher eine Grundform *Sosnjane zugrunde, was so viel bedeutet wie "die Siedler, Leute an den Kiefern, Föhren".

Literatur-Angaben: "Slawische Ortsnamen zwischen Saale und Neiße", Bd. 4
E. Eichler
Bautzen 2009, S. 129

"Ortsnamen des Bezirkes Gera"
H. Rosenkranz
Greiz 1982, S. 68