Die Kirche in Walldorf mit eingerüstetem Kirchturm
Bildrechte: MDR/Heinz Diller

Landkreis Schmalkalden-Meiningen Walldorf

Die Gemeinde Walldorf liegt nördlich der Kreisstadt Meiningen, zwischen Rhön und Thüringer Wald.

Die Kirche in Walldorf mit eingerüstetem Kirchturm
Bildrechte: MDR/Heinz Diller

Historische Belege:

982 Walachdorf, 1008 Walahdorff in Mainingero marcha, später Walhladorp, Walldorp, 1390 Waltorff, 1453 Waltdorff, 1541 Waltorff.

Deutung:

Der Ortsname enthält neben althochdeutsch -dorf 'Dorf, Siedlung' einen Personennamen Walach. Darin steckt althochdeutsch walah, angelsächsisch vealh und mittelhochdeutsch walch in der Bedeutung 'Fremder, Ausländischer; der Welsche'.

Walldorf (AG. Meiningen), 982 Walachdorf, 1008 Walahdorff in Mainingero marcha, später urk. Wahladorp, Walldorp, 1390 Waltorff, 1453 Waltdorff, 1541 Waltorff. Wall daher zu walah Fremdling, Welscher, das zuweilen in walt, wald übergeht und dieses wieder in wall, wie der Name des Feldherrn Waldstein in Wallenstein. Hier jedoch ahd. PN. Walah, wie in Walahpach (8. Jahrh.), Walahheim (7. Jahrh.) und Walldorf = Dorf des Walah, wie Wahles bei Schmalkalden = Hof und Wohnstätte des Wahlo.

G. Jacob, "Die Ortsnamen des Herzogtums Meiningen", Nachdruck Meiningen 2004, S. 122.

Literatur-Angabe: "Namenkundliche Beiträge zur Siedlungsgeschichte des Saale- und Mittelelbegebietes bis zum Ende des 9. Jahrhunderts"
Hans Walther
Berlin 1971, S. 306.