ein Oldtimer der Marke "Wartburg"
Bildrechte: dpa

Leichter leben | 25.04.2018 | 17:00 Uhr Worauf man beim Oldtimerkauf achten sollte

Wer einmal auf den Geschmack gekommen ist, den werden sie nicht mehr loslassen: schöne alte Autos. Doch wer sich für einen alten Wagen entscheidet, egal ob dieser 20 oder 30 Jahre alt ist, sollte vor dem Kauf genauer hinsehen. Auch kleine Mängel können später für großen Ärger sorgen. Deshalb lieber nicht das Herz, sondern einen Fachmann entscheiden lassen, ob der alte Wagen sein Geld wirklich wert ist. Tipps gibt es vom Experten in Sachen Auto: Andreas Keßler!

ein Oldtimer der Marke "Wartburg"
Bildrechte: dpa

Das rostigste Hobby der Welt – Garagengold

Um es ganz deutlich zu sagen: um sagenhafte Renditen zu erzielen oder als Baustein der privaten Altersvorsorge taugen alte Autos nicht. Wenn nach großen Versteigerungen von Millionenerlösen die Rede ist, gilt das nur für ganz wenige, extrem seltene und schon immer hochpreisige Automobile. Die Mona Lisa ist ja auch deutlich teurer als der liebevoll in Szene gesetzte röhrende Hirsch oder der Seeschinken mit dem Dreimaster im tosenden Nordatlantik. Trotzdem haben letztere auch ihre Fans, die sich nach Feierabend gerne mit einem Bier oder einer Tasse Tee vor "ihr" Bild setzen und ein wenig träumen. Und genau hier liegt der Sinn der "Oldtimerei": Es geht um die "Spaßrendite". Und die ist unermesslich.

Die goldenen Regeln beim Oldtimerkauf

  • Information ist alles! Aktuelle Tipps (und attraktive Angebote) findet man in den einschlägigen Marken-Foren im Internet und auf den Seiten der großen Markenclubs. Die Hersteller sind weit weniger hilfreich.
  • Als "Anfänger" immer ein Modell mit großem Verbreitungsgrad und gesicherter Ersatzteilversorgung wählen.
  • Der "bessere" Oldtimer ist immer der preiswertere! Lieber etwas mehr Geld in den Kauf stecken, als später hohe Werkstattrechnungen bezahlen.
  • Die Restaurierung eines alten Käfers kostet fast genau so viel wie die eines Porsche 356! Den Wert beider Autos nach der Restauration trennen aber Welten.
  • Nie allein und unvorbereitet zum Oldtimerkauf gehen.

Welche Modelle sind als "Einsteigerautos" geeignet?

Die Kurve der Wertentwicklung ist bei allen Autos ähnlich: Zuerst fällt der Zeitwert steil nach unten, nach etwa vier Jahren flacht die Kurve ab und nach weiteren 15 Jahren ist ein Auto fast nichts mehr wert. Dann ist es aber bereits ein "Youngtimer", der bekommt unter Umständen bereits günstigere Versicherungstarife und könnte im Wert wieder etwas steigen. Das passiert immer dann, wenn es sich um ein Auto handelt, welches schon zu Bauzeiten attraktiv oder das Spitzenmodell einer Baureihe war.

Wenn es dann bereits in der Szene angekommen ist oder einen guten Namen trägt, sollte man zuschlagen. Billiger wird es nicht mehr, das Interesse in der Szene sorgt aber für zukünftige Nachfrage und eine gesicherte Ersatzteilversorgung. Wenn man im Preistief ein gut erhaltenes Exemplar eines Autos kauft, es sorgfältig behandelt und pflegt und schließlich die höheren Weihen des "H-Kennzeichens" (H = Historisch – offizieller Oldtimer) erhält, kompensiert die Wertsteigerung in der Regel die bis dahin aufgelaufenen Kosten (Versicherung, Steuer, Garage, Ersatzteile). Und wie gesagt, die Freude an so einem alten Schmuckstück ist sowieso unbezahlbar.

Unser Experte:

01802 / 15 15 17 – Der direkte Draht zu unseren Experten

01802 / 15 15 17 – Der direkte Draht zu unseren Experten

Sie möchten unsere Experten erreichen? Wählen Sie 01802 / 15 15 17*. Ab 16.20 Uhr für diskrete Fragen und ab 17.20 Uhr direkt ins Studio. *6 Cent/Anruf aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunk maximal 42 Cent/Minute

Zuletzt aktualisiert: 25. April 2018, 10:56 Uhr