Ein Werkstattmitarbeiter saugt den Boden im Inneren eines PKWs.
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Leichter leben | 28.02.2017 | 17:00 Uhr Tipps vom Autopapst für einen gepflegten Innenraum

Die Ferien sind vorbei, der Urlaub zu Ende. Wer nach längeren Fahrten mit der Familie an Bord sein Auto mal von innen unter die Lupe nimmt, sieht, was der Reisealltag hinterlassen hat. Und wenn man schon dabei ist auf- und auszuräumen, lohnt es sich, den Wagen auf das beginnende Frühjahr vorzubereiten! Andreas Keßler hat saubere Tipps.

Ein Werkstattmitarbeiter saugt den Boden im Inneren eines PKWs.
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Im Frühjahr ist es meistens nicht mehr wegzudiskutieren: Der Winter war hart, kalt und man selbst war faul. Anders lassen sich die Sand- und Schmutzberge im Fußraum des geliebten Vehikels nicht erklären. Und der Geruch im Auto ist auch meilenweit von "Maiglöckchen" entfernt. Um das wieder in den grünen Bereich zu bekommen, sind die ersten sonnigen Tage geradezu perfekt!

Saubere Tipps zur Innenraumpflege:

Ein Mann saugt im Innenraum eines Autos.
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  • Feuchtigkeit ist Gift für Auto-Innenräume! Feuchtigkeit sorgt für schlechte Gerüche, Schimmel und Korrosion. Jede Feuchtigkeitsquelle bzw. -ursache muss gefunden und abgestellt werden.
  • Der Schmutz muss draußen bleiben! Deshalb unbedingt den Pollenfilter regelmäßig wechseln und nicht nur ausbauen, wenn er verbraucht ist.
  • Windschutzscheiben werden auch von innen (durch staubige Außenluft, Zigarettenrauch und Kunststoffausdünstungen) trübe (= Fogging). Deshalb die Fahrzeugverglasung regelmäßig von innen putzen. Dazu sollte man sich Zeit nehmen und einen geräumigen Arbeitsplatz wählen. Verrenkungen bei der Scheibenreinigung am Straßenrand sind unwürdig.
  • Der Tankstellensauger ist das Mittel der Wahl für "Zwischendurch". Porentief rein werden Polster und Teppiche nur mit einem sog. "Sprühextraktionssauger", der preiswert im Baumarkt zu mieten ist. Er macht auch extreme Verschmutzungen ungeschehen. Allerdings muss für eine sorgfältige Innenraumreinigung das Mobiliar aus dem Auto ausgebaut werden.
  • Stark duftenden Kunststoffreiniger oder "Wunderbäumchen" treiben empfindlichen Menschen Tränen in die Augen. Außerdem können sich Weichmacher aus solchen Produkten an der Innenseite der Verglasung niederschlagen (= Fogging). Silikonhaltige Kunststoffpflegemittel sorgen für einen als "speckig" empfundenen Glanz und entwerten den Innenraum. Achten Sie beim Kauf auf Stichworte wie "silikonfrei" oder "mattes Finish", um den Fähnchenhändler-Look zu vermeiden.
  • Für Extremsituationen immer einen "Sitzschoner" im Kofferraum mitführen. Wer schon mal mit nasser oder stark verschmutzter Kleidung auf seinem hellen Ledersitz saß, wird ahnen, weshalb.
  • Gut passende Gummimatten schützen die Autoteppiche im Herbst und Winter vor Nässe, Sand, Split und Salz. Der Zubehörhandel hat für (fast) jedes Auto passendes im Angebot.
  • Tiere sind eine schwere Hypothek für den Autoinnenraum: Tierische Hinterlassenschaften lassen sich in der Regel nicht rückstandsfrei entfernen und mindern den Wert eines Autos beim Wiederverkauf.
  • Schaltmanschetten, Pedalgummis und Fußmatten lassen sich schnell wechseln, wenn Verschleiß sichtbar wird. Risse und Löcher in den Polstern muss ein Polsterer reparieren. Beides zusammen sorgt aber für einen gepflegten 1. Eindruck des Autos. Und für den gibt es keine 2. Chance.

Ein wichtiges Betätigungsfeld ist die Desodorierung des Autoinnenraumes. Gründe für schlechte Gerüche im Auto gibt es viele, am häufigsten sind die Ausdünstungen der im Auto verbauten Kunststoffe. Mikroskopische Reste von organischen Substanzen können durch ihren Zersetzungsprozess ebenfalls für üble Gerüche sorgen. Endgültige Abhilfe kann eine Ozonkur bringen, bei der der Innenraum mit Ozon geflutet wird. Ozon hat eine extrem oxidierende Wirkung auf organische Substanzen. Nach 24 Stunden ist der letzte Stinker zerfallen und das Auto riecht wieder neutral.

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Zuletzt aktualisiert: 14. März 2018, 11:35 Uhr