Am Straßenrand abgestellte Wohnwagen
Bildrechte: IMAGO

Leichter leben | 30.05.2018 | 17:00 Uhr Tipps zum Verreisen mit dem Wohnwagen

Überall anhalten können und sofort zuhause sein. Urlaub mit dem Wohnanhänger ist nicht nur bei den Niederländern extrem populär. Die Camping-Infrastruktur hat sich in den letzten Jahrzehnten professionalisiert. Moderne und gut geführte Campingplätze bieten einen Luxus, der einem guten Hotel in nichts nachsteht. Von einer Vermutung kann man sich als Camper aber verabschieden: Billig Urlaub machen geht anders! Das Wort "preiswert" trifft es schon eher.

Am Straßenrand abgestellte Wohnwagen
Bildrechte: IMAGO

Fahren mit dem Wohnanhänger ist keine Zauberei, wenn man ...

  • auf die richtige Stützlast achtet
  • die zulässigen Gewichte des Wohnanhängers und des Zugfahrzeuges beachtet
  • den Caravan mit Verstand belädt (nicht zu viel, schweres nach unten und gut gesichert)
  • das Reifenalter und den Reifendruck im Auge behält
  • den technischen Zustand auf hohem Niveau hält
  • eine "Anti-Schlinger-Kupplung" montiert
  • vor dem Urlaub mit dem Wohnanhänger an einem "Caravan-Training" teilnimmt

Hubraum ist durch nichts zu ersetzen

Es sei denn, man findet ein Fahrzeug mit noch mehr Hubraum. Im Zeitalter von "down-gesizten" Schrumpfmotoren in Leichtbauautos mit Frontantrieb rauft man sich auf der Suche nach einem Zugfahrzeug häufig die Haare! Muss es immer ein großer und schwerer SUV sein, um den Wohnanhänger vernünftig ziehen zu können? Leider ja. Die Zeiten von dicken Hecktrieblern mit gutmütigen und leistungsstarken Saugmotoren, kombiniert mit einer klassischen Wandler- Automatik als ideale Zugmaschine, sind offenbar unwiderruflich vorbei. Wobei natürlich nichts gegen ein klassisches Gespann aus einem Opel Diplomat mit einem Tabbert Comtesse spricht.

Autotalk
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Richtig und sicher beladen

Der Campinganhänger "Dübener Ei" in den 1960er-Jahren.
Das "Dübener Ei" war schon in den 1960er Jahren ein beliebter Campinganhänger. Bildrechte: MDR/rbb/Christa, Max, Jörg Würdig

Sehr gefragt ist eine Heckgarage. Wenn vorhanden, sollte dieser Stauraum aber wenigstens zwei Fahrräder fassen, sonst ist der zu zahlende Aufpreis zu hoch. Manchmal passt sogar ein kompletter Motorroller ins Heck. Dann muss allerdings die Bodenkonstruktion der Heckgarage entsprechend stabil sein, was den Preis des in die Höhe treibt.

Deutlich nutzerfreundlicher (aber auch teurer) als ein Campinganhänger sind Wohnmobile, die es in allen Größen und Komfortgraden gibt. Zwar können Wohnmobile genauso wie Campinganhänger überladen werden, dafür kann man mit ihnen (natürlich richtig beladen!) flotte Reiseschnitte erzielen. Das Tempo 80/100-Limit gilt für sie nämlich nicht. Nicht nur deshalb boomt das Wohnmobil-Segment und mit ihm die Preise. In der Spitzengruppe sind "Motor-Homes" so teuer wie ein Einfamilienhaus in bester Lage.

Für beide Fahrzeug-Kategorien gelten zum Teil schwer verständliche gesetzliche Regeln, die eingehalten werden müssen (und die in der Ferienzeit auch kontrolliert werden!). Grundsätzlich gilt: Gewicht und Länge des Fahrzeugs sind entscheidend für das Fahrverhalten und die Manövrierfähigkeit. Hier gilt: Je kürzer, desto besser. Ähnlich sieht es bei den Gebühren für Tunnels, Autobahnen und Fähren aus. Hier gilt: Je länger, desto teurer!

Unser Experte:

01802 / 15 15 17 – Der direkte Draht zu unseren Experten

01802 / 15 15 17 – Der direkte Draht zu unseren Experten

Sie möchten unsere Experten erreichen? Wählen Sie 01802 / 15 15 17*. Ab 16.20 Uhr für diskrete Fragen und ab 17.20 Uhr direkt ins Studio. *6 Cent/Anruf aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunk maximal 42 Cent/Minute

Zuletzt aktualisiert: 30. Mai 2018, 21:38 Uhr