Ein Holzhäuschen liegt auf einem bunten Grundriss
Bildrechte: imago/Gerhard Leber

Leichter leben | 18.09.2018 | 17:00 Uhr Baufinanzierung: Mit diesen Tipps finanzieren Sie richtig

Wer bei der Baufinanzierung für Haus oder Wohnung die falschen Weichen stellt, zahlt oft viele Tausend Euro drauf. Experte Dirk Eilinghoff gibt wertvolle Finanzierungstipps und erklärt, was das Baukindergeld bringt.

Ein Holzhäuschen liegt auf einem bunten Grundriss
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Beim Bau oder Kauf einer Immobilie geht es um viel Geld. Umso wichtiger ist es, bei der Baufinanzierung die richtigen Weichen zu stellen. Eine teure Finanzierung kann über die Laufzeit schnell einige Tausend Euro mehr kosten als eine günstige. Auf dem Weg zu einer günstigen Finanzierung sollten Sie einige Grundregeln beachten.

Versuchen Sie, bis zur Rente wieder schuldenfrei zu sein

Die meisten Menschen haben im Alter weniger Einkommen als während der Erwerbsphase: Die gesetzliche Rente liegt meist einige Hunderte Euro niedriger, als sie zuletzt verdient haben. Ist die Immobilie dann noch nicht abbezahlt, kann das zum Problem werden.

Planen Sie die Baufinanzierung also am besten, dass Sie bis zur Rente fertig sind oder nur noch eine geringe Restschuld haben. Dabei hilft ein Hypothekenrechner. Fragen Sie in jedem Beratungsgespräch nach der Laufzeit des Kredits.

Wägen Sie ihr Budget sorgsam ab und halten Sie sich daran!

Bei der Baufinanzierung sollten Sie sich gleich am Anfang überlegen, wie viel Geld Sie verlässlich Monat für Monat aufbringen können. Kalkulieren Sie also vorsichtig. Habe Sie dann später doch noch Geld übrig, können Sie zum Beispiel ein Mal pro Jahr eine Sondertilgung leisten. Dann sind Sie später schneller schuldenfrei.

Nutzen Sie den Wettbewerb zwischen den Banken

Welchen Zins Sie am Ende bekommen, entscheidet eine Bank erst, wenn Sie umfassende Angaben über ihre finanzielle Situation gemacht haben. Darüber hinaus spielt es eine große Rolle, wie die Bank die Immobilie bewertet. Vermittler von Baufinanzierungen kennen die Annahmerichtlinien und die aktuellen Zinssätze von mehreren Hundert Banken. Eine Beratung bei Baufinanzierungsvermittler bringt Sie also schnell zum günstigsten Zins. Gerade, wenn Sie sich bei Ihrer Hausbank oder Bausparkasse gut aufgehoben fühlen, sollten Sie sich auch bei diesen Anbietern ein Angebot einholen.

Denken Sie an öffentliche Förderprogramme und das Baukindergeld

Symbolbild: Immobilie/Baufinanzierung
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Kommunen, Bundesländer und die staatliche Förderbank KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) unterstützen gerade Familien mit Kindern beim Kauf oder Bau einer Immobilie. Wenn Sie also frühzeitig wissen, wo Sie bauen oder kaufen wollen, sollten Sie sich bei der Gemeinde danach erkundigen, ob etwa Baugrundstücke günstig vergeben werden.

Auch die Förderprogramme der KfW sind grundsätzlich zu empfehlen. Allerdings liegen Konditionen für diese staatlich bezuschussten Kredite teilweise über den Zinssätzen, die Banken von sich aus anbieten. Sprechen Sie daher das Thema Förderprogramm im Beratungsgespräch an.

Ebenfalls bei der KfW kann man ab dem 18. September 2018 auch das Baukindergeld beantragen. Es wird über 10 Jahre gezahlt werden und beträgt 1.200 Euro pro Kind.

Fazit: Die Tipps sind keine abschließende Liste. Wer sie allerdings berücksichtigt, vermeidet die gröbsten Fallstricke

Unser Experte

Dirk Eilinghoff
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Dirk Eilinghoff

Dirk Eilinghoff

Der studierte Historiker und Diplom-Kaufmann leitet bei Finanztip das Team Bankprodukte und ist für die Themen Geldanlage und Altersvorsorge zuständig.

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Zuletzt aktualisiert: 09. März 2019, 10:52 Uhr