grüner FlixBus vor einem Prager Bus-Terminal mit RegioJet-Werbung
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Busreisen Tipps für entspanntes Reisen mit dem Bus

Der Fernbusmarkt boomt ungebrochen. Auch wenn die Straßen immer voller werden, ist Verreisen mit dem Bus wieder in – vor allem, weil es preislich oft unschlagbar ist. Mit den Tipps von Reiseexpertin Gesine Jüttner gehen Sie entspannt im Bus auf Reisen.

grüner FlixBus vor einem Prager Bus-Terminal mit RegioJet-Werbung
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Fernbus-Boom

Im vergangenen Jahr zählte die Branche deutschlandweit 25,4 Millionen Fahrgäste, knapp sechs Prozent mehr als im Jahr zuvor. "Flixbus" ist der Platzhirsch unter den Anbietern – mit mittlerweile 1.700 Zielen in 27 Ländern. Seit kurzem drängt in Dresden ein neuer Anbieter auf den Markt: "RegioJet" aus Tschechien. Von Dresden geht es mit den leuchtend gelben Bussen über Prag nach Wien, Bratislava oder Budapest. In Punkto Preis-Leistungs-Verhältnis sind Fernbusse unschlagbar. Oder wie sonst kommt man für nur 12 Euro von Dresden nach Prag?

Anfangs nahmen vor allem junge Menschen, denen das Bahn-Ticket zu teuer war, den Fernbus. Mittlerweile nutzen auch viele Senioren den Bus, zum Beispiel um damit an die Ostsee zu fahren. Verreisen mit dem Fernbus ist angesagt.

Expertentalk mit Gesine Jüttner
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Service: Toiletten, WLAN und Snacks

Komfortabel unterwegs: An Bord der Busse befinden sich fast immer Toiletten. Die meisten Busse bieten kostenloses WLAN und eine Steckdose. Auch Snacks und Getränke sind an Bord erhältlich. Der Service variiert aber je nach Anbieter.

Frühbucher oder Schnäppchenjäger?

Busreisen versprechen Mobilität für den kleinen Geldbeutel. Doch nicht alle Tickets sind zu Schnäppchenpreisen erhältlich. Es empfiehlt sich, das Ticket möglichst früh zu kaufen, dann ist es in der Regel günstiger. Häufig sind die Kontingente an Billigtickets begrenzt. Langfristige Buchungen erhöhen die Chance auf diese Tickets. Wer flexibel ist, kann auch mit Smartphone via App Last-Minute-Angebote buchen. Bahn oder Flugzeug können bei längeren Strecken oft eine günstigere Alternative sein. Vergleichen lohnt sich. Wenn möglich, reservieren Sie einen Sitzplatz.

Diebstahl im Fernbus vermeiden

Schild mit der Aufschrift "Achten Sie auf Ihr Gepäck" in vier Sprachen in einem Fernbustermial
Bildrechte: IMAGO

Aus Fernbussen werden immer häufiger Koffer gestohlen. Oft nutzen Kriminelle die unübersichtlichen Situationen an den Haltestellen. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, reist im Bus nur mit Handgepäck. Das dürfen Sie häufig kostenlos mitnehmen. Busunternehmen raten generell dazu, Wertsachen mit in den Innenraum zu nehmen. Zudem erhalten Fahrgäste mit dem Online-Ticket persönliche Gepäckscheine. Bringen Sie diese gut sichtbar am Gepäck an. Am besten fotografieren Sie vor Fahrtantritt den Inhalt ihres Koffers und notieren sich grob, was Sie alles dabei haben. Wenn es geht, fotografieren Sie ihren Koffer auch im Gepäckfach, damit Sie bezeugen können, dass er da auch drin war und wie er aussah.

Sollten Ihnen tatsächlich Koffer oder Reisetasche abhandengekommen sein, melden Sie den Diebstahl umgehend beim Fahrer und auf jeden Fall auch bei der Polizei. Dann machen Sie Ihre Ansprüche beim Busunternehmen geltend. Sollte das Unternehmen nicht reagieren, wenden Sie sich an die "söp". Die Schlichtungsstelle für den öffentlichen Personenverkehr e.V. vermittelt in der Regel sehr erfolgreich zwischen Transportunternehmen und Kunden.

Trends und Ziele für Busreisen

Neue Trends sind Themenreisen, z.B. "Cornwall – auf den Spuren der Rosamunde Pilcher" oder "Auf den Spuren Luthers durch Thüringen".

An den Zielgebieten hat sich wenig verändert. Laut Bustouristik-Verband ist innerhalb von Deutschland Bayern das beliebteste Ziel geblieben, der Norden mit Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern legt zu. Geht es über die deutsche Grenze, zählen nach wie vor Italien und Österreich zu den Top-Reisezielen. Großbritannien ist seit einigen Jahren ebenfalls ein beliebtes Busreiseziel der Deutschen geworden.

Dieses Thema im Programm: MDR um 4 | Leichter leben | 11. Juni 2018 | 17:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 09. Juli 2018, 16:29 Uhr