Symbolbild: Geldvermögen in einem Sparstrumpf
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Leichter leben | 13.03.2018 | 17:00 Uhr Richtig Sparen ohne Gebühren

Wer heute Geld anlegen will, hat zahlreiche Möglichkeiten. Bei dieser Angebotsvielfalt verlieren viele den Überblick und möchten sich beraten lassen. Oft führt dann der Weg zum Berater oder Versicherer um die Ecke. Der hat allerdings ein Interesse daran, vor allem hauseigene, womöglich überteuerte Produkte zu empfehlen. Wer allerdings ein paar Grundregeln beachtet, schafft es auch als Einsteiger, Geld gut und ohne viele Gebühren anzulegen.

Symbolbild: Geldvermögen in einem Sparstrumpf
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Erst Schulden tilgen

Schulden zurückzuzahlen ist die beste Form der Geldanlage. Denn fast immer sind die Zinsen auf Kredite deutlich höher als die zu erwartenden Renditen der Anlagen. Wer also sparen möchte, sollte immer erst prüfen, ob er alte Kredite ablösen oder den Dispokredit ausgleichen kann.

Die persönliche Situation im Blick haben

Kontoauszug mit Kostenaufstellung für Kontogebühren, darauf liegen Münzen
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Die 500 oder 5.000 Euro, die jetzt gerade übrig sind einzeln zu betrachten ist nicht ratsam. Welche Anlageform sinnvoll ist, hängt von den gesamten Vermögensverhältnissen ab. Wer etwa bereits größere Beträge in sicheren Anlageformen wie Tagesgeld oder klassischen Riester-Renten hat, oder auch wer sein Haus schon abbezahlt hat, kann es sich leisten, von dem anzulegenden Geld einen Großteil in Aktien zu investieren. Aber auch das Arbeitsverhältnis und die Höhe des Gehalts sollten berücksichtigt werden.

Ein Beamter kann zum Beispiel mehr Risiko schultern als ein Selbständiger, der seine künftige Auftragslage nicht sicher kalkulieren kann.

Mehr Rendite bedeutet mehr Risiko

Grundsätzlich gilt: Hohe Renditen werden einem nicht geschenkt. Langfristig lassen sich beispielsweise mit Aktien bessere Renditen erzielen als mit Tagesgeld und Festgeld. Dafür müssen Anleger aber das Risiko von zwischenzeitlichen Kursverlusten an den Börsen in Kauf nehmen. Am besten sind für uns Kleinanleger internationale Aktienindexfonds, kurz auch Aktien-ETF genannt. Wichtig dabei: Aktienanlagen sind nur langfristig renditeträchtig und auch einigermaßen sicher. Jeder muss daher selbst bestimmen, wie groß das Risiko ist, dass er eingehen möchte.

Wer lange anlegt, gleicht Schwankungen aus

Euroscheine
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Wie erfolgreich eine Geldanlage ist, hängt auch von der Anlage-Dauer ab. Wer etwa zu hohen Kursen Aktien kauft, bei einer Krise Panik bekommt und die Aktien dann verkauft, verliert meist große Teile des eingesetzten Vermögens. Deshalb ist ein langer Atem bei der Geldanlage wichtig, insbesondere bei Aktien.

In Aktien legen Sie am besten nur Geld an, von dem Sie ziemlich sicher sind, dass sie es in in den kommenden Jahren nicht dringend brauchen. Denn selbst noch so schwere Kursrutsche am Aktienmarkt können über die Zeit meist ausgeglichen werden.

Breite Streuung schützt vor Verlusten

Es ist ratsam, sein Geld auf mehrere Anlageformen zu verteilen. Das schützt vor größeren Verlusten oder gar einem Totalverlust. Das gilt vor allem dann, wenn sich die einzelnen Positionen unterschiedlich im Wert entwickeln. Denn verliert eine Anlage, kann dieser Verlust durch mögliche Gewinne anderer Positionen wieder aufgefangen werden. Das ist der Grund, warum Finanztip Aktienindexfonds empfiehlt, die sich an den breiten Aktienindizes MSCI World und MSCI All Country ausrichten. Damit spiegelt die eigene Anlage den Kurs von jeweils mehr als 1.600 unterschiedlichen Aktien.

Geringe Kosten verbessern die Rendite

ein Stift liegt auf einem Börsenchart
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Wieso AktienINDEXfonds? Während nahezu alle Tages- und Festgeldkonten kostenlos sind, fallen bei normalen Aktienfonds meist hohe Verwaltungsgebühren an. So sind 2 Prozent des Anlagebetrages pro Jahr keine Seltenheit. Das Geld teilen sich die Fondsgesellschaft für ihre Manager und ihre Bank, die Jahr für Jahr erneut Provision bekommt.

Anstelle solcher teurer, aktiv verwalteter Aktienfonds empfehlen sich kostengünstige Indexfonds, auch Exchange Traded Fund (ETF) genannt, die oft mit einem Zehntel der Kosten auskommen. ETFs bilden einen Aktienindex, etwa den Dax, Dow Jones oder Weltaktienindex MSCI World, nach. Finanztip hat ausgerechnet, dass Anleger mit Indexfonds bei einem Anlagebetrag von 20.000 Euro über 25 Jahre mehr als 17.000 Euro Managementgebühren sparen können.

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Zuletzt aktualisiert: 14. März 2018, 10:13 Uhr