Mehrere Personen beim Fitnesstraining
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Leichter leben | 18.12.2018 | 17:00 Uhr Funktionelles Training: Mehr Kraft für die Alltagsmuskeln

Gewichte stemmen war gestern: Funktionelles Training ist angesagt. Freizeitsportler bringen sich dabei mit dem eigenen Körpergewicht und Hilfsmitteln in Form. Wie es genau funktioniert, erklärt Expertin Sylvia Seifert.

Mehrere Personen beim Fitnesstraining
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Ganzkörpertraining für jeden

Die Fitnessbranche boomt. Das Statistische Bundesamt hat im vergangenen Jahr rund elf Millionen Deutsche gezählt, die in einem Fitnessstudio angemeldet sind. Tendenz stetig steigend. Und nicht nur die Anzahl der Sportbegeisterten in Deutschland nimmt zu, auch das Trainingsangebot wird vielseitiger und verändert sich.

Gewichte stemmen an der Kraftgeräten war gestern: Immer mehr Fitnessstudios bieten ihren Kunden ein Training jenseits der Maschinen an. Funktionelles Training ist der Trend schlechthin. Freizeitsportler bringen sich dabei mit dem eigenen Körpergewicht und Hilfsmitteln wie Hanteln oder Medizinbällen in Form.

Mit dem Köpfchen trainieren

"Functional Training", sprich "zweckmäßige Leibesübungen", ist das Schlagwort der Sportszene. Funktion bedeutet in etwa so viel wie Sinn oder Zweck. Demnach werden beim funktionellen Training gleich mehrere Muskelgruppen gleichzeitig trainiert, anders als beim klassischen Training im Fitnessstudio, wo an einem Gerät meist nur ein Muskelbereich angesprochen wird.

Ursprünglich wurde diese Form des Trainings in der Rehabilitation angewandt. In Deutschland wurde funktionelles Training erstmals in der Vorbereitungsphase zur Fussball-WM 2006 publik. Jürgen Klinsmann setzte damals zusammen mit dem amerikanischen Fitnesstrainer Mark Verstegen auf diese Methodik und trainierte so die Deutsche Nationalmannschaft.

Frau trainiert mit Hanteln.
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Funktionelles Training kann auch vor Verletzungen helfen. Denn durch die spezifischen Übungen werden neben Kraft, Ausdauer und Schnelligkeit auch Balance, Beweglichkeit und Koordination trainiert.

Nicht nur das eigene Körpergewicht wird bei dieser Art von Training eingesetzt. Auch folgende Hilfsmittel:

  • Schlingentrainer (TRX)
  • Kettlebell
  • Hanteln
  • Medizinbälle
  • Minibänder (Loops)
  • Blackrolls
  • Battle Ropes

Mehr über Sportexpertin Sylvia Seifert erfahren Sie hier.

Zuletzt aktualisiert: 18. Dezember 2018, 18:07 Uhr