Zwei Paar Füße hängen aus einem Bett.
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Leichter l(i)eben | 28.05.2018 | 17:00 Uhr Wieviel Sex ist normal?

Es ist die ewige Frage und sie sorgt auch für ordentliche Streitpotential in einer Partnerschaft: Wie viel Sex pro Woche muss man in einer intakten Beziehung haben? Ist Sex denn überhaupt entscheidend für das glückliche Zusammenleben? Fakt ist: Frisch verliebte können meist nicht die Finger von einander lassen. Schleicht dann aber der Alltag an, können sich Paare nicht mehr so fallen lassen und das Liebesleben schläft ein. Manche leiden unter ihrem Drang, sie sind sexsüchtig.

Zwei Paar Füße hängen aus einem Bett.
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Wie viel Sex ist normal?

Es ist die ewige Frage und sie sorgt auch für ordentliche Streitpotential in einer Partnerschaft: Wie viel Sex pro Woche muss man in einer intakten Beziehung haben? Ist Sex denn überhaupt entscheidend für das glückliche Zusammenleben? Fakt ist: Frisch verliebte können meist nicht die Finger von einander lassen. Schleicht dann aber der Alltag an, können sich Paare nicht mehr so fallen lassen und das Liebesleben schläft ein.

Ein junger Mann und eine junge Frau sitzen bei einem Glas Bier an einer Bar
Steigern Sie Ihre Vorfreude aufeinander. Machen Sie sich schöne Augen. Bildrechte: IMAGO

So viel vorab: Sex ist sicherlich die schönste Nebensache der Welt, jedoch sagt die Anzahl nichts über die Qualität einer Partnerschaft aus. Viele Studien haben sich mit dieser Frage über Jahrzehnte beschäftigt. Doch zu einer eindeutigen Aussage kommt man trotzdem nicht. Psychologen der Kanadischen York Universität haben anhand ihrer Studie ziemlich nüchterne Ergebnisse veröffentlicht: Einmal Sex pro Woche sei optimal für Menschen, die in einer Beziehung leben. Das ergaben Daten von 30.000 Amerikanern, die die Psychologen über 40 Jahre lang gesammelt hatten.

Eine Umfrage des Kinsey Institutes, dessen Wissenschaftler an der Universität von Indiana über Sexualität und Partnerschaft forschen, lieferte folgende Ergebnisse:

Frauen und Männer zwischen 18 und 29 Jahren, egal ob Single oder nicht, haben laut der Umfrage pro Woche etwa 2,15 Mal Geschlechtsverkehr. Die 30- bis 39-Jährigen haben im Schnitt immerhin noch 86 Mal Sex im Jahr, also 1,65 Mal pro Woche. Bei den 40- bis 49-Jährigen kommt es durchschnittlich 1,33 Mal in der Woche zum Liebesakt. Außerdem sollen 34 Prozent der verheirateten Paare mindestens zweimal die Woche Sex haben, 45 Prozent ein paar Mal im Monat und nur 13 Prozent ein paar Mal im Jahr.

Doch was sagen uns all diese Zahlen? Im Grunde genommen nichts. Denn wie oft man Sex hat, ist eigentlich egal. Viel wichtiger ist es, dass man in einer Partnerschaft ehrlich zu einander ist und dass beide Partner zufrieden mit der Situation sind. Fühlt sich ein Partner unter Druck gesetzt oder nicht verstanden, hilft nur das ehrliche Gespräch.

Die Sexexpertin schaut in die Kamera
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Wenn die Lust zur Last wird ...

Von vielen wird Sexsucht belächelt und nicht als Krankheit verstanden. Doch für die Betroffenen ist die so genannte Hypersexualität eine Qual. Der Drang, ständig Sex haben zu müssen, bestimmt das Leben der Sexsüchtigen. Normale Liebesbeziehungen sind nicht möglich, denn oft wird der Partner nur als Objekt betrachtet, um die Sucht zu befriedigen.

Jack Nicholson, Tiger Woods, Michael Douglas, Liza Minelli ... die Liste Prominenter, die angeblich sexsüchtig sind oder waren, ist lang. Wie viele Menschen von dieser Krankheit tatsächlich betroffen sind, lässt sich schwer sagen. Offiziell schätzen Experten, dass die Zahl bei 500.000 liegt, die Dunkelziffer dürfte jedoch weitaus höher sein.

Bin ich süchtig?

Als "Hypersexualität" wird erhöhtes sexuelles Verlangen und gesteigertes sexuell motiviertes Handeln bezeichnet. Oft "Sexsucht" genannt, handelt es sich hierbei um eine ernstzunehmende psychische Störung, die bei den Betroffenen zu Kontrollverlust und Vernachlässigung des Alltags führt. Doch wo fängt die Krankheit an?

Einige Symptome weisen auf mangelnde sexuelle Impulskontrolle hin. Diese sechs Fragen dienen als Selbstest.

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Machen Sie den Selbsttest!

Mehr Last als Lust: Mangelnde sexuelle Impulskontrolle ist eine Krankheit, die den Alltag für die Betroffenen erschwert.

Frage mit Überschrift, im Hintergrund der Umriss eines Kopfs und darin das Wort Sex in mehrfacher Ausführung.
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Treffen drei der sechs Kriterien zu, kann eine Sucht bestehen, die behandelt werden sollte. Nicht zu vergessen sind Menschen, die unter ihren Nutzungsgewohnheiten leiden, allerdings nicht als süchtig gelten. Auch sie können sich dadurch in ihrem Alltag stark eingeschränkt fühlen.

Zuletzt aktualisiert: 30. Mai 2018, 10:46 Uhr