"Pupsen verboten" sagt ein Verbotsschild
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Leichter leben | 24.09.2018 | 17:00 Uhr Pupsen – peinlich, aber völlig normal

Wir schnarchen, wir schwitzen, wir pupsen. Ja, wir alle tun das ab und zu, aber niemals würden wir darüber sprechen – es ist einfach peinlich. Warum eigentlich?, fragt Dr. Yael Adler. Viele Peinlichkeiten müssen besprochen werden, denn dahinter stehen oft recht ernsthafte Probleme oder gar Krankheiten. Dr. Yael Adler erklärt, wie wir lernen auszusprechen, was viel zu lange tabu war.

"Pupsen verboten" sagt ein Verbotsschild
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Beispiel: Pupsen

Pupsen alle?

Ja! Jeder Mensch pupst zwischen 10 und zwanzig mal am Tag. Das ist normal und auch nicht schlimm.

Was ist nicht normal?

Treten Darmwinde häufiger auf oder in Verbindung mit Schmerzen auf, ist der Weg zum Arzt geraten. Ein Reizdarm kann die Ursache sein oder auch eine Nahrungsmittelallergie. Selbst auf einen Tumor können Darmwinde hindeuten.

Was kann ich tun?

Frau wärmt ihren Bauch mit einer Wärmflasche
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Wollen wir dem Darm etwas Gutes tun, meiden wir Reizkost, z.B. Kaffee, Cola, Konservierungsmittel, Farbstoffe – kurz: Zivilisationskost. Auch Salz kann reduziert werden – die Obergrenze liegt bei 5 Gramm pro Tag. Das Wachstum entzündungshemmender Bakterien fördern wir z.B. mit Bananen, Schwarzwurzeln, Rote Beete oder Papaya.

Linderung verschaffen Tees: Kümmel, Kamille, Fenchel, ja auch Schwarztee. Die Wärme entspannt den Bauch. Magnesium hilft den Nerven und Muskeln des Darmschlauches beim Arbeiten.

Bei vorübergehenden Problemen unterstützt viel Trinken (zwei Liter pro Tag) und bewegen, bewegen, bewegen!

Auch starkes Schwitzen kann auf ein Unwohlsein oder gar eine Krankheit hinweisen. Schnarchen ist nicht nur laut und lästig, gefährliche Atemnot und eine Unterversorgung mit Sauerstoff während des Schlafens können die Folge sein.

Sobald man solche Beschwerden nicht nur hin und wieder hat, sondern regelrecht unter ihnen leidet, sollte man zum Arzt gehen. Und Sie können sicher sein, Hausärzte und Krankenhaus haben in ihrer meist langen Laufbahn Dinge gesehen – da braucht Ihnen nichts zu peinlich sein, um es anzusprechen.

Zuletzt aktualisiert: 26. September 2018, 13:53 Uhr