Sonnenuntergang über einem Flusstal
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Leichter leben | 14.08.2017 | 17:00 Uhr Das erste Mal Urlaub in Afrika: Praktische Tipps für Einsteiger

Einmal einen Löwen oder Elefanten in freier Wildbahn erleben. Eine Safari in einem der Nationalparks Afrikas macht das möglich. Oder soll es lieber ein Badeurlaub mit weißen Sandstränden und türkisblauem Wasser sein? Auch das ist Afrika. All das macht den zweitgrößten Kontinent zu einem lohnenden Reiseziel – vor allem im Winter. Doch welches Ziel ist für Afrika-Einsteiger am besten geeignet? Expertin Gesine Jüttner hat praktische Tipps. Lassen Sie sich inspirieren!

Sonnenuntergang über einem Flusstal
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Abenteuer Afrika! Der Kontinent vereint beeindruckende Facetten und ist aufgrund seiner enormen Vielfalt ein beliebtes Reiseziel. Doch wohin soll es gehen? Gesine Jüttner weiß Rat. Unsere Reise-Expertin empfiehlt bei "MDR um 4" unter anderem folgende Ziele für Afrika-Einsteiger.


Kenia – im Land der Masai

Egal ob Baden oder Safari – Kenia hat beides zu bieten und das zu erschwinglichen Preisen. So bieten alle großen Reiseveranstalter Pauschalreisen zu einem guten Preis-Leistungsverhältnis an.   

Nationalparks

Jagendes Gepardweibchen
Beeindruckende Tiere gibt es im Serengeti-Nationalpark zu entdecken. Bildrechte: IMAGO

Als Geheimtipp Nummer eins unter Safari-Freunden wird das Laikipia Hochland gehandelt, denn hier liegen die Schätze der Natur fernab vom Massentourismus verborgen.

Das Laikipia Hochland bietet Besuchern zahlreiche private Schutzgebiete und verspricht den Reisenden dadurch Exklusivität.

Mehr Andrang herrscht im berühmten Masai Mara Naturschutzgebiet, welches Teil der Serengeti-Savanne ist und im Norden direkt an den Serengeti-Nationalpark angrenzt. Auch wenn hier ein florierender Tourismus herrscht, ist es dennoch lohnenswert die Herdenwanderungen von beispielsweise Gnus, Antilopen, Zebras und Büffeln zu bewundern. Weitere Kenia-Safaris werden in den südwestlichen Regionen des Landes angeboten.

Der Amboseli-Nationalpark liegt direkt an der Grenze zu den in Tansania liegenden Nationalparks. Auch der Kilimandscharo befindet sich nur unweit von dieser Region entfernt. Auf einer Kenia-Safari durch diesen schönen Landabschnitt, können Urlauber täglich den Blick auf den 6000 Meter hohen Berg genießen.

Praktische Tipps

Pauschalreisen gibt es bei fast allen großen deutschen Reiseveranstalter. Für individuelles Reisen hilft das Fremdenverkehrsamt Kenia weiter.

Anreise

Direktflüge nach Nairobi bieten die KLM (zusammen mit Partner Kenya Airways) ab Amsterdam und British Airways ab London (ab 600 Euro). Preiswerte Flüge mit Zwischenstopp: Ethiopian Airlines ab Frankfurt (über Addis Abeba) ab 550 Euro sowie Emirates ab Frankfurt, München, Düsseldorf und Hamburg (über Dubai) ab 650 Euro. Die Flugpreise variieren; in der Regel gilt: je früher die Buchung, desto preiswerter. Weiterflüge von Nairobi nach Mombasa sind mehrmals am Tag mit Kenya Airlines möglich.

Auto

In Kenia herrscht Linksverkehr und auf den Straßen oft das Gesetz des Dschungels. Vorfahrt hat theoretisch, wer von links kommt oder im Kreisverkehr ist, doch in der Praxis der, der zuerst da ist. Auf keinen Fall nachts auf Landstraßen fahren. Viele Straßen sind in schlechtem Zustand. Horrende Kosten für Geländewagen und ein erhöhtes Sicherheitsrisiko in einigen Regionen lassen es zurzeit geraten erscheinen, bei Safaris einen Wagen mit Chauffeur von einer anerkannten Mietwagenfirma zu mieten. Geschwindigkeitsbegrenzungen: auf Schnellstraßen 100, in Parks 30, im Stadtverkehr 50 km/h.


Namibia – im Herzen Afrikas

Biwak in Namibia
Namibia besticht durch seine Landschaften. Bildrechte: MDR/Holger Lieberenz

Unendliche Weiten und schroffe Wüstenlandschaften. Namibia ist bei Deutschen das wohl beliebteste Reiseland im südlichen Afrika.

Das Land kann man das ganze Jahr über bereisen. Die Tierwelt ist hier noch sehr üppig, das bedeutet Safari-Abenteuer pur. Entspannung gibt es an den Stränden des Atlantischen Ozeans.

Es gibt nur wenig Verkehr und die touristische Infrastruktur ist optimal auf die Urlauber eingestellt. Auch Privatreisende können mit gut ausgebildeten Reiseführern Namibia ganz individuell entdecken. Oft spricht man hier auch Deutsch.

Nationalparks

Der Etosha Nationalpark im Norden, der Daan Viljoen Wildpark, der Caprivi Wildpark an der Grenze zu Angola, und der Namib Naukluft Park in der ältesten Wüste der Erde.

Praktische Tipps

Anreise

Die staatliche Air Namibia ist zwar die einzige Linienfluggesellschaft, die Non-Stop-Flüge von Frankfurt/M. nach Windhoek anbietet, doch ist, was die Faktoren Flugkomfort und Flugpreisgestaltung angeht, SAA South African Airways eine attraktive Alternative. Eine weitere Direktverbindung von München bzw. Düsseldorf bietet die Charterfluggesellschaft LTU an – zu Tarifen, die je nach Saison und Verfügbarkeit unter etwa 1000 Euro liegen.

Auto

In Namibia herrscht Linksverkehr. Als Geschwindigkeitsbegrenzung gilt in Städten 60 km/h, außerhalb zwischen 90 und 120 km/h, wenn keine anderen Tempolimits angegeben sind. Die Asphaltstraßen sind zweispurig und, wenn auch schmal, in einem guten Zustand. Die Nebenstrecken werden selten gewartet, oft haben sich tiefe Spurrillen gebildet.


Südafrika – am Kap der guten Hoffnungen

Flagge von Südafrika
Südafrika. Hier ist der Sommer zu Hause. Bildrechte: colourbox

Südafrika ist eines der besten Länder, um die Natur zu erkunden. Hier warten auf Reisende abwechslungsreiche und sehenswerte Orte, wie die vielen Nationalparks, das Gebirge und die Küstenebene mit großen Felslandschaften und angenehmen Sandstränden. Eine Safari durch Südafrika ist ganzjährig empfehlenswert.

Der Staat im Süden Afrikas hat viele Binnenhochlandschaften und Savannen. Das Land liegt mit dem südlichsten Punkt Kap Agulhas im Indischen Ozean und dem Atlantik. Das Kap der guten Hoffnung zählt zu einem der bekanntesten und beliebtesten Touristenziele Südafrikas.

Nationalparks

Natürlich nicht zu vergessen sind die Nationalparks des Landes, die an Flora und Fauna kaum zu übertreffen sind. Der Kruger-Nationalpark ist mit 20 000 Quadratkilometern der größte Park Südafrikas. Hier trifft man auf Giraffen, Löwen, Büffel, Zebras und Leoparden. Auch empfehlenswert und mit einem atemberaubenden Ausblick lockt der Blyde River Canyon, der einer der größten weltweit ist. Hier ist ebenfalls der gleichnamige Nationalpark zu finden.

Südafrika in Bildern

Kapstadt
Tolles Panorama: Der Tafelberg in Kapstadt. Bildrechte: colourbox
Kapstadt
Tolles Panorama: Der Tafelberg in Kapstadt. Bildrechte: colourbox
Palmen am Sandstrand von Madagaskar,
Auch Palmen zieren hier die Strände. Bildrechte: IMAGO
Kapstadt
Kapstadt ist bunt und farbenfroh. Bildrechte: colourbox
Kapstadt
Blick über die Metropole. Bildrechte: Colourbox
Tafelberg in Kapstadt
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Südafrika Kap
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Weiterhin ist auch die Garden Route eine schöne Region. Sie befindet sich an der Nationalstraße N2. Hier laden stimmungsvolle Wälder und zahlreiche Pflanzenarten zu einer gemütlichen Wanderung ein. In der Küstenregion kann man an schönen Stränden Schwimmen und Sonnenbaden. Hier begegnet man auch vielen Flamingos und andere Vogelarten.

Für die idealste Route und ein gutes Preis-Leistungsverhältnis lohnt es sich, vorab einige Informationen zu sammeln.

Praktische Tipps

Flugzeug

Die Luft flimmert hinter einem landendem  Flugzeug
Wer von Deutschland nach Südafrika fliegt, ist etwa zehn bis zwölf Stunden unterwegs. Bildrechte: IMAGO

South African Airways fliegt fast täglich von Frankfurt nach Johannesburg oder Kapstadt. Die Flugzeit nach Johannesburg beträgt zehn, nach Kapstadt zwölf Stunden. Ein Ticket für Hin- und Rückflug kann man für unter 1000 Euro ergattern. Auch Lufthansa fliegt täglich von Frankfurt, LTU zweimal die Woche von Düsseldorf oder München nonstop nach Kapstadt. Preiswert ist der Flug im südafrikanischen Winter zwischen Ende April und Ende Juni. Auch im August und September gibt es günstige Flüge. Am meisten zahlt man für ein Ticket zwischen Dezember und April.

Auto

In Südafrika darf kein Auto ohne die Haftpflichtversicherung gefahren werden, die nur Personenschäden deckt. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt in Ortschaften 60 km/h, auf Landstraßen 100 km/h und auf der Autobahn 120 km/h. Es herrscht Linksverkehr.

Rund 84 000 km Straße sind befestigt, weitere 163 000 km ohne festen Belag. Einige Autobahnstrecken, zum Beispiel um Johannesburg und Durban und fast die ganze Strecke von Johannesburg bis zum Kruger Park, sind mautpflichtig; am besten zahlen Sie per Kreditkarte.


Afrika hat noch so viel mehr zu bieten

Reiseländer Afrika
Auf dieser Karte sehen Sie all jene Länder, die unser Expertin in Afrika (außerdem) empfiehlt. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Zuletzt aktualisiert: 15. August 2017, 10:54 Uhr