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Leichter leben | 10.01.2019 | 17:00 Uhr Reizmagen: Wie sich ein gestresster Magen beruhigen lässt

"Das ist mir auf den Magen geschlagen" – hinter dieser Volksweisheit steckt viel Wahrheit. Denn Stress, Ärger und Kummer können für Magendruck, Grummeln im Bauch sowie Übelkeit und Durchfall sorgen. Was Betroffenen hilft, erklärt Experte Dr. Thomas Dietz.

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Wenn der Magen drückt, zwickt und brennt 

Der Reizmagen, das sind vielfältige Beschwerden im Bereich von Magen und Oberbauch, die sich nicht auf eine eindeutige organische Ursache zurückführen lassen und unterschiedliche Symptome aufweisen.

Bei vielen Betroffene treten die Beschwerden oft beim oder nach dem Essen auf, meist in Form von Völlegefühl, Druck im Oberbauch und/oder dem Gefühl "mächtig" voll zu sein.

Ein Reizmagen kann sich aber auch durch Beschwerden wie

  • Aufstoßen
  • Übelkeit
  • Blähungen und
  • Schmerzen hinter dem Brustbein, ähnlich wie Sodbrennen, zeigen.


Bei einem Reizmagen treten diese Beschwerden wiederkehrend auf und sind nicht auf einem bestimmten Zeitraum begrenzt, was für die, die unter einem Reizmagen leiden eine besondere Belastung darstellt.

Tipps, um den Magen zu entlasten und Bauchschmerzen zu lindern

eine ältere Frau in einer weißen Strickjacke hält sich eine blaue Wärmflasche vor den Bauch
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  • Eine heiße Wärmflasche, in ein Handtuch wickeln, und auf den Bauch legen. Durch das warme Wasser in der Wärmflasche werden die Schmerzrezeptoren gehemmt, die Schmerzen werden nicht mehr als so stark wahrgenommen. Außerdem fördert die Wärme die Durchblutung des Gewebes, die Muskulatur kann sich entspannen und entkrampfen.
  • Auch ein heißes Vollbad wirkt schmerzlindernd und entspannend auf die Bauchmuskulatur.
  • Eine sanfte Bauchmassage kann akute Beschwerden lindern. Dazu mit der flachen Hand kreisende Bewegungen im Uhrzeigersinn rund um den Bauchnabel durchführen. Wenn die Massage nicht angenehm ist, bitte aufhören.
  • Eine Kamillenkompresse auf den schmerzenden Bauch legen. Dazu drei Esslöffel Kamillenblüten in eine Schüssel geben und einen Liter kochendes Wasser darüber geben. Zehn Minuten ziehen lassen. Ein Handtuch eintunken, auswringen und bei angenehmer Temperatur auf den Bauch legen.
  • Es gibt verschiedenste Teesorten, deren Inhaltsstoffen den Magen beruhigen und Krampflösend wirken sollen: Fencheltee, Kamillentee, Salbeitee, Pfefferminztee und Melissentee.
  • Das Gewürz Kardamom hat eine beruhigende Wirkung auf den Magen. Einfach eine Prise des Gewürzes in den Tee geben.
  • Unnötige Belastung des Magen-Darm-Traktes verhindern. Also, keine schweren und fettigen Speisen aufnehmen, nicht rauchen und keinen Alkohol trinken.
  • Leicht verdauliche Lebensmittel essen: Kartoffeln, Zwieback, Reis, Möhren, Obst wie Bananen, Äpfel und Birnen, Geflügel- und Kalbfleisch.
  •  Kümmelöl aus der Apotheke mit etwas Wasser zum Essen einnehmen, lindert Schmerzen.
  • Einige Kümmelkörner langsam zerkauen.

Sollten die Beschwerden über einen längeren Zeitraum anhalten und sich mit Hausmitteln nicht beruhigen lassen, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Dieser wird die genaue Ursache der Beschwerden abklären.

Wer ständig über Bauchschmerzen nach dem Essen klagt, sollte unbedingt abklären lassen, ob eine Unverträglichkeit gegen einen bestimmten Stoff vorliegt.

Tipp Aufzeichnungen über das, was über einen längeren Zeitraum gegessen wurde, sind für den Arzt sehr wichtig. So kann er erfahren, wie genau sich die Beschwerden äußern und in welchen Situationen sie auftreten.

Zuletzt aktualisiert: 10. Januar 2019, 18:51 Uhr