Eine Frau mit gelben Handschuhen bei der Gartenarbeit
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Leichter leben | 05.06.2018 | 17:00 Uhr So werden Park und Garten zum Fitnessstudio

Der Sommer ist da und mit ihm geht's raus in die Natur. Sport im Freien tut dem Körper gut. Expertin Sylvia Seifert zeigt, was man gezielt draußen machen kann. Dazu gehören einfache Übungen im Park und Fitness im Garten.

Eine Frau mit gelben Handschuhen bei der Gartenarbeit
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Raus in die Natur! Parks und Wälder laden im Sommer regelrecht dazu ein, dem Körper Gutes zu tun. Sylvia Seifert gibt Tipps zu verschiedenen Übungen an der frischen Luft und erklärt, auf welche Dinge beim Sport im Sommer zu achten ist. Außerdem zeigt die Sportexpertin, wie sich Arbeit und Bewegung im Garten hervorragend verbinden lassen.

Fit durch den Sommer

Eine Joggerin trinkt während einer Pause Wasser aus einer Flasche.
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Egal, welchen Sport Sie treiben oder gerne ausprobieren möchten: Gerade im Sommer ist es wichtig, sich luftig zu kleiden. Ist es zu heiß, ziehen Sie sich lieber in die Wohnung für ein paar leichte und lockere Übungen (circa 10 bis 15 Minuten) zurück.

Wenn es doch raus gehen soll, suchen Sie sich einen schattigen Platz. Noch besser, treiben Sie am frühen Morgen oder Abend Sport. Achten Sie dabei besonders auf einen geeigneten und richtigen Sonnenschutz. Nehmen Sie außerdem, je nach Sportart, eine Kopfbedeckung mit. Wenn es raus geht, ist natürlich richtiges und festes Schuhwerk von Vorteil.

Und ganz wichtig: Viel Trinken!

Expertentalt mit Sylvia Seifert
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Es ist richtig warm: Also raus in die Natur! Expertin Sylvia Seifert zeigt, was man gezielt draußen machen kann. Dazu gehören einfache Übungen im Park und Fitness im Garten.

MDR um 4 Di 05.06.2018 17:00Uhr 16:12 min

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Tipps für mehr Bewegung an der frischen Luft

Trimm-Dich-Pfad

Ein Trimm-Dich-Pfad erstreckt sich meist über eine Länge von 2 bis 4 Kilometer und führt auf Schotterwegen durch den Wald. Alle 200 bis 300 Meter befindet sich am Wegesrand ein Sportgerät oder Turngerät. An diesen Geräten werden verschiedene Kraft- und Yoga-Übungen durchgeführt. Tafeln helfen mit Übungsanweisungen und Informationen.

Die Pfade oder Parcours sind eine schöne Kombination aus Dauerlauf, Gymnastik, Turnen und Kraftsport. Hier kommt es auf gute Schuhe, sprich Lauf- bzw.-Sportschuhe an.

Seniorenspielplätze

Ein Bewegungsparcours, der auch als Seniorenspielplatz, Mehrgenerationenplatz oder Bewegungspark bezeichnet wird, vereint Elemente des Trimm-Dich-Pfades und Spielplatzes. Die Anlagen sind oft in der Nähe anderer Spielplätze und Parks zu finden. Die Seniorenspielplätze sind speziell auf die Aktivitäten älterer Menschen ausgerichtet, mit entsprechend konzipierten Spiel- bzw. Trainingsgeräten. Es empfiehlt sich, in einer Gruppe zu beginnen oder an einem Einführungskurs teilzunehmen. Auch hier ein Muss: gutes und festes Schuhwerk.

Garten-Fitness

Junge Frau bei der Gartenarbeit.
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Ganz wichtig zu Beginn: Aufwärmen. Eine kleine Runde durch den Garten, auch um sich einen Überblick zu verschaffen, reicht oft schon. Pflanzen, jäten, graben und mähen – Gartenarbeit ist das perfekte Workout, das den gesamten Körper beansprucht. Dabei gibt es einige Dinge zu beachten:

Besonders stark werden der Rücken und die Gelenke gefordert; Hand-, Ellenbogen- und Kniegelenke müssen einiges aushalten. Achten Sie auf die richtige Haltung. Wenn Sie in Bodennähe arbeiten, stehen Sie nicht lange gebeugt, sondern knien Sie sich lieber hin. Das wirft den Kreislauf nicht aus der Bahn und entlastet den Rücken. Eine passende Unterlage macht das Knien bequemer.

Vieles im Garten spielt sich am Boden und im Beet ab: Graben, pflanzen und jäten zum Beispiel. Andere Aufgaben warten über unseren Köpfen: Hecken schneiden, Bäume und Büsche stutzen und Obst ernten sind typische Tätigkeiten, für die Sie über längere Zeit nach oben gereckt arbeiten müssen und bei denen der Kopf in den Nacken gelegt wird. Das beansprucht die Nackenmuskulatur und die Halswirbelsäule. Legen Sie häufig genug Pausen ein!

Boot-Camp

Das Bootcamp-Training fördert die Widerstandskraft und das Durchhaltvermögen. Es ist für jede Altersgruppe umsetzbar. Voraussetzung ist die körperliche Gesundheit. Als Einsteiger kommt es im Bootcamp-Training nicht darauf an, wie super fit oder durchtrainiert man ist, sondern ob man bereit ist, an seine Grenzen zu gehen und auch darüber hinweg. Luftige Sportbekleidung und feste Sportschuhe sind hierfür wichtig.

Stand Up Paddling

Stand Up Paddeln auf der Elbe bei Magdeburg
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Mit dem Stand Up Paddling (SUP) hat sich hierzulande ein neuer Trendsport etabliert. Es ist ein Mix aus Surfen und Paddeln. Das Stehpaddeln hat seinen Ursprung in Hawaii. Das Board ähnelt einem großen Surfbrett, auf dem man stabil stehen kann. Das Stechpaddel ist etwa zwei Meter lang und hilft bei der Fortbewegung.

Geübte Paddler stehen barfuß auf dem Board. Für Anfänger empfiehlt sich festes Schuhwerk. Kurse werden an vielen Seen in Mitteldeutschland angeboten. Die Ausrüstung ist vor Ort ausleihbar.

Yoga auf dem Surfbrett

Diese spezielle Variante des Yoga ist eine tolle Möglichkeit, die Balance zu trainieren. Die wird hier noch auf ein Level nach oben gehoben.

Bubble-Ball

Beim Bubble-Ball steht definitiv der Spaß im Vordergrund. Die Teilnehmer schlüpfen dabei mit ihrem Oberkörper in sogenannte "Bubbles", sprich Luftblasen. Die Beine und Füße schauen heraus. Eingehüllt in die durchsichtigen Kugeln, treten die Spieler in Teams beim Fußball gegeneinander an. Ähnlich wie beim American Football stürmen die Teilnehmer beim Anpfiff aufeinander zu und versuchen zunächst die Gegenspieler umzuwerfen und sich so einen Weg zum Tor zu bahnen. Beim Zusammenstoß fungieren die Blasen als Airbag. Das Maximalgewicht beim Bubble-Ball liegt bei 100 kg. Der Sport empfiehlt sich nicht bei Herz-, Kreislauf- oder Rückenerkrankungen. Auch hier gilt: feste Sportschuhe tragen.

Viel Spaß bei mehr bewusster Bewegung!

Mehr über Sportexpertin Sylvia Seifert aus Leipzig erfahren Sie hier.

Zuletzt aktualisiert: 05. Juni 2018, 20:59 Uhr