Eine Frau beim Stand up Paddling auf einem See
Bildrechte: IMAGO

Training für den ganzen Körper Stand Up Paddling: Trendsport für heiße Tage

Stand Up Paddling ist der Sommertrend auf Gewässern hierzulande. Der Mix aus Surfen und Paddeln ist schnell zu lernen und trainiert den ganzen Körper. Expertin Sylvia Seifert erklärt, was es beim Stehpaddeln zu beachten gibt.

Eine Frau beim Stand up Paddling auf einem See
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Fitness auf dem Wasser

Stand Up Paddling (SUP) hat sich zu einer beliebten Wassersportart entwickelt. Seinen Ursprung hat das Stehpaddeln in Hawaii. Was auf den ersten Blick schwierig und ungewohnt aussieht, ist wirklich der ideale Sport für Jung und Alt. Besonders viel Spaß macht SUP zu zweit oder in einer Gruppe. Netter Nebeneffekt: An richtig heißen Tagen kann man sich eine Erfrischung im kühlen Nass gönnen.

Mit der Kombination aus Board und Paddel feiern auch Anfänger schnell erste Erfolge. Das Board ähnelt einem großen Surfbrett, auf dem man stabil stehen kann. Das Stechpaddel ist etwa zwei Meter lang und hilft bei der Fortbewegung. Das Paddeln im Stehen trainiert den Schulter- und Armbereich, durch das ständige Austarieren auf dem Brett wird auch die tiefe Rumpfmuskulatur gestärkt.

Was es beim Einstieg zu beachten gibt

Auch wenn Stand Up Paddling sehr anfängerfreundlich und einfach zu erlernen ist, kommt es erst einmal auf den richtigen Aufstieg an. Sich auf das Brett zu stellen ist der vielleicht schwierigste Teil. Am besten gelingt es, wenn man sich zuerst auf das Brett kniet. So kann man schon erste Balanceübungen durchführen und sich testen. Dann stützt man sich im Vierfüßerstand sicher ab und stellt erst einen Fuß auf, dann den anderen und richtet sich langsam auf. Wichtig ist: immer schön in die Knie gehen, dabei das Paddel mit hochnehmen und langsam die Balance halten.

Geübte Paddler stehen barfuß auf dem Board. Für Anfänger empfiehlt sich festes Schuhwerk. Praktisch: Mit den aufblasbaren SUPs und teilbaren Paddeln kein umständliches Tragen oder Verreisen mehr nötig.

Pilates und Yoga auf dem Surfbrett

Diese spezielle Variante des Pilates ist eine tolle Möglichkeit, die Balance zu trainieren. Die wird hier noch auf ein Level nach oben gehoben. Auch Yoga-Übungen lassen sich auf dem Brett durchführen. Sylvia Seifert gibt als Trainerin selbst solche Pilates-Einheiten auf dem Wasser und weiß, dass es für Jedermann, der auch noch nie auf einem Brett gestanden oder gesessen hat, möglich ist, in Ufernähe mitzumachen.

Wo aufs Wasser?

Kurse werden an vielen Seen in Mitteldeutschland angeboten. Die Ausrüstung ist vor Ort ausleihbar.

Interessante Fakten Ursprünglich bewegten sich polynesische Fischer stehend auf dem Wasser fort. Im 20. Jahrhundert nutzen dann hawaiianische Surflehrer ein Stehpaddel, um mit dem Board schneller an Land zu kommen. Außerdem war das Stand Up Paddling ein Sport des Königs. Nur Auserwählte durften sich auf diese Weise fortbewegen. Daraus hat sich nun eine richtige Trendsportart entwickelt.

Viel Spaß bei mehr bewusster Bewegung!

Mehr über Sportexpertin Sylvia Seifert aus Leipzig erfahren Sie hier.

Dieses Thema im Programm: MDR um 4 | Leichter leben | 31. Juli 2018 | 17:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 05. August 2019, 10:06 Uhr