Beamer
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Leichter leben | 04.06.2018 | 17:00 Uhr Worauf beim Beamer-Kauf zu achten ist

Sportveranstaltungen wie die Fußball-Weltmeisterschaft machen erst so richtig Spaß, wenn man sie mit Freunden im XXL-Format schaut. Worauf beim Kauf von Beamer und Leinwand zu achten ist, das erklärt Experte Marco Ammer

Beamer
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Welches Equipment ist notwendig?

Damit nichts schief geht und Sie "vom Feeling her ein gutes Gefühl" (Andreas Möller) haben, sind folgende Geräte notwendig. Eine Leinwand, ein Beamer, ein Gerät zur Signalverarbeitung- und Weitergabe sowie ein Lautsprecher. Um all das betreiben zu können, ist Strom freilich das Wichtigste.

René Kinderman und Technik Experte Marco Ammer 19 min
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Was gibt es bei der Leinwand zu beachten?

"Entscheidend ist aufm Platz (Alfred Preißler)" – oder eben auf der Leinwand. Denn wichtig für die Bildqualität ist nicht nur der Beamer, sondern auch die Leinwand. Klassiker wie ein weißes Bettlaken oder oft auch die Hauswand geben das Bild nicht so gut wieder, wie eine ordentliche Projektionsfläche.

Achten Sie deshalb auf den sogenannten Gain-Faktor oder den Leuchtdichtefaktor. Diese Angabe entscheidet darüber, wie gut das Bild von der Leinwand reflektiert wird. Der Wert liegt in der Regel zwischen 1,0 und 1,5. Wenn Sie den Raum abdunkeln können, dann reicht ein Wert um 1,0. Ansonsten empfiehlt sich eine Leinwand mit einem höherem Gain-Faktor.

Darüber hinaus sollten Sie sich überlegen, wie groß das Bild sein soll und ob die Leinwand mobil oder stationär eingesetzt wird. Einfache Stativleinwände gibt es bereits ab 50 Euro. Für eine aufblasbare Leinwand werden zum Beispiel 300 Euro fällig.

Was ist beim Beamer wichtig?

Objektiv eines Diaprojektors
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Im Gegensatz zu Lukas Podolski ("Ich denke nicht vor dem Tor. Das mache ich nie.") sollten Sie sich vor dem Kauf eines Beamers wenigstens kurz Gedanken machen. Denn mit dem Beamer steht und fällt das Sehvergnügen. Am wichtigsten sind die ANSI-Lumen und die Frage, ob der Beamer mit LCD- oder DLP-Technologie arbeitet. Bei dieser Technologie wird das Bild mit Spiegeln zum Objektiv gelenkt. Ein LCD-Beamer arbeitet mit Flüssigkeitskristallen. "Das wird alles hochkristallisiert" (Rene Adler).

Je höher die ANSI-Lumen Zahl, desto heller ist das Bild des Beamers. Für einen wirklich dunklen Raum und einer Leinwand mit einer Bilddiagonale von 3 Metern ist ein Beamer mit 1000 ANSI-Lumen ausreichend. Für hellere Umgebungen wie offene Garagen oder ein Carport eignen sich demnach nur Beamer mit höheren ANSI-Lumen Werten. Je leistungsstärker und heller ein Beamer ist, desto lauter ist allerdings auch der Lüfter. Auch preislich liegen die leistungsstärkeren Modelle natürlich weiter oben. Allerdings gibt es bereits Geräte mit mehr als 3600 ANSI-Lumen für knapp 300 Euro. Hier lohnt ein Blick auf die Bildauflösung. Denn nicht alle Beamer können HD-Signale übertragen. Übrigens: Dank sogenannter Kurzdistanzbeamer sind heute keine riesigen Abstände zur Leinwand mehr nötig.

Wichtig ist auch noch zu wissen, dass die Lampe eines Beamers nur eine gewisse Lebensdauer besitzt. Beim Kauf sollte also darauf geachtet werden, dass die Lampe möglichst lange hält. Ersatzbirnen sind ab etwa 150 Euro erhältlich.

Zuletzt aktualisiert: 04. Juni 2018, 21:21 Uhr