Leichter leben | 24.07.2017 | 17:00 Uhr Yoga: Hilfreiche Tipps für Anfänger

Yoga-Expertin Anja Lehmann aus Leipzig ist am Montag bei "MDR um 4" zu Gast. Mit dabei hat sie hilfreiche Tipps für Anfänger und Einsteiger. Im Studio wird sie praktische Übungen vorführen und erklären, welche Bewegungen und Positionen den Körper trainieren und welche zugleich die Gedanken von Stress befreien. Viel Spaß beim Nachmachen!

Yoga-Übungen entspannen nicht nur Geist und Seele, sondern auch den Körper, denn durch Yoga werden Muskeln bewegt, die wir sonst nicht allzu oft benutzen, und zudem das Bindegewebe drumherum, die sogenannten Faszien, gelockert. Diese sind bei Bewegungsmangel oft verklebt. Wer Yoga regelmäßig praktiziert, wird immer flexibler, und Energieblockaden lösen sich.

Yoga – nur etwas für Junge und Gelenkige?

Egal in welchem Zustand oder welchem Alter man ist, Yoga kann jeder praktizieren.

Es gibt etliche unterschiedliche Richtungen – sowohl welche, die den Schwerpunkt auf Körperübungen legen (z.B. Hatha-Yoga), als auch welche, bei denen vorwiegend Atem- oder Meditationsübungen praktiziert werden (z.B. Kundalini-Yoga). Das Angebot ist mittlerweile so groß, dass jeder einen passenden Kurs für sich finden kann.

Viele Frauen kommen in der Schwangerschaft in eigens dafür ausgelegten Schwangeren-Yogakursen zum ersten Mal mit Yoga in Kontakt, andere erst als Rentner im Seniorenkurs. Es ist nie zu spät! Auch gegen zahlreiche Krankheitsbilder gibt es spezielle Übungsreihen, z.B. gegen Arthrose oder Rückenschmerzen.

Unterschied zwischen Fernost und Westeuropa

Das klassische Yoga aus Indien ist dazu da, in der Meditation eine Einheitserfahrung zu machen, die Sinne nach innen zu richten und so zu innerer Ruhe zu finden.

Was in Yogastudios hierzulande am häufigsten praktiziert wird, ist das sogenannte Hatha-Yoga, das eher körperbetont ist.

Ziel ist es, Muskeln, Sehnen und Bänder zu kräftigen und zu dehnen, die Organe zu stärken, zu entgiften und das Immunsystem zu stärken.

Im klassischen Sinne aber sind alle Körperübungen letzten Endes nur ein Mittel, um in einen meditativen Zustand zu gelangen. Das Ziel lautet immer: Loslassen und Einssein mit sich selbst.

Yoga in der Praxis

Einmal in der Woche einen Kurs zu besuchen, ist von Vorteil, um den inneren "Schweinehund" zu überwinden und vom motivierenden Gruppencharakter zu profitieren, aber das Alleine reicht nicht aus. Am besten ist es, ein paar Yoga-Übungen frühmorgens oder auch abends in seinen Alltag zu integrieren.

Tipps zur Yoga-Kurssuche

Als Anfänger sollte man besser keinen Yoga-Kurs mit 30-40 Teilnehmern in einem Fitness-Studio buchen, sondern auf einen kleinen Kurs mit individueller Betreuung und Korrektur achten. Am besten man sieht sich mehrere Studios an und vereinbart einen kostenlosen Probetermin, bevor man sich entscheidet – denn die Chemie zwischen Lehrer und Schüler sollte stimmen.

Unter Umständen übernehmen die Krankenkassen (auch gesetzliche) die Kosten für einen Yogakurs.

Für Anfänger geeignet sind alle Yogastunden, in denen sich der Lehrer Zeit nimmt, genau zu erklären und zu korrigieren. Eine eher ruhigere Praxis findet man im „Shivananda-Yoga“, das aus einer immer wiederkehrenden simplen Grundreihe aus 12 Stellungen besteht. In aller Munde – und für Anfänger geeignet – sind derzeit auch das „Yin-Yoga“ oder „Faszien-Yoga“, eine sehr ruhige Form, in der die Stellungen lange gehalten werden. Dabei werden das tiefliegende Bindegewebe erreicht und auch tiefliegende Blockaden körperlicher und psychischer Natur gelöst.

Übrigens: Informationen zu guten Yogalehrern hält der „Berufsverband der Yogalehrenden in Deutschland“ bereit.

Zuletzt aktualisiert: 31. Juli 2018, 15:43 Uhr