Impressionen Wildparks
Bildrechte: MDR/Daniela Posern

Wochenserie Wo die wilden Tiere wohnen

Wussten Sie, dass Wildkatzen in freier Natur 15 Mäuse am Tag fangen müssen, um bei Kräften zu bleiben? Oder dass Mufflons wahnsinnig gern stachlige Rosenblätter fressen? Und dass ein Luchs nicht mal eben so geimpft werden kann? In unserer Wochenserie schauen wir hinter die Kulissen zweier Wildgehege im Sendegebiet, wie sie unterschiedlicher nicht sein können.

Impressionen Wildparks
Bildrechte: MDR/Daniela Posern

Ganz nah ran an die Wildschweinschnauze ging unser Kameramann mit seinem Objektiv. Wildkatzen beobachteten uns skeptisch aus ihren Verstecken zwischen Blättern und zweigen und ein Reh blickte uns ohne Scheu direkt in die Kamera.

Für unsere Wochenserie haben wir uns angeschaut wo die wilden Tiere wohnen. Wir haben zwei Wildgehege in Mitteldeutschland besucht, wie sie unterschiedlicher nicht sein können. Im Fokus sind natürlich die Tiere, aber auch deren Pfleger. Und die Eigen- und Besonderheiten, die ihr ein Job mit sich bringt.

Wir sind live dabei, wie im Wildpark Christianental ein Rehkitz aus der Herde des Sika-Wilds betäubt wird, um in ein anderes Gehege umzuziehen. Auch eine Routine-Maßnahme wie die Impfung eines Luchses im Wildkatzendorf wird zu einem echten Krimi.

Blick hinter die Kulissen der Dreharbeiten

Vogel im Wildpark durch Zaun
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Vogel im Wildpark durch Zaun
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Kameramann filmt Wildschweine im Wildpark durch Zaun
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Wildkatze im Gebüsch im Wildpark
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Rehe im Wildpark
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Kameramann filmt Rehe im Wildpark
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Kamerateam im Wildpark
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Impressionen Wildparks
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Im Christianental begleiten wir zwei junge Leute, die ihr freiwilliges ökologisches Jahr als Tierpfleger gerade begonnen haben, bei der Erkenntnis, dass der Job zu 80 Prozent aus Mist kehren besteht. Und wie dankbar er doch sein kann, wenn einem der Waschbär die Trauben gierig aus der Hand frisst.

Wildpark Christianental

Im "Wildpark Christianental" in Wernigerode leben 47 Tierarten, meist heimische Wildtiere wie Greifvögel, Rothirsch, Damwild und Wildschweine auf 8 Hektar Fläche. Aber auch Exoten wie der in freier Wildbahn ausgestorbene Auerhahn und der Waschbär lassen sich von den Besuchern bewundern. Der beliebte Park liegt mitten im Harz und ist für Besucher 24 Stunden lang zugänglich, die durchs Mühlental am Rande von Wernigerode unterwegs sind.

Wildkatzendorf Hütscheroda

Das "Wildkatzendorf Hütscheroda" im Nationalpark Hainich in Thüringen gibt es seit 2012. Das Dorf ist kein klassischer Tierpark. Die unter der Schirmherrschaft des BUND stehende Anlage versteht sich als Naturschutzprojekt. Die vier Wildkatzen, die hier neben zwei Luchsen leben, stehen als Wappentiere für den Hainich und sollen auf den immer kleiner werdenden Lebensraum aller zu Fuß gehenden Wildtiere aufmerksam machen. In naturnahen Gehegen leben Wildkater Carlo, Toco, Emil und Franz. Im Sommer 2019 zogen die beiden Luchse Kaja und Looki in die nagelneue Luchsanlage. Die beiden müssen sich allerdings noch eingewöhnen und lassen sich bis jetzt nicht bei den Besuchern blicken. Ob unser Kamerateam ein paar Bilder erhaschen kann?

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR um 4 | 14.10.–18.10.2019 | 16.00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 23. Oktober 2019, 10:57 Uhr