So 19.02. 2017 07:55Uhr 29:08 min

Alt: Mach ich!
Alt: Mach ich! Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
MDR FERNSEHEN So, 19.02.2017 07:55 08:25

selbstbestimmt! Die Reportage Eine Welt ohne Behinderung

Eine Welt ohne Behinderung

Film von Stephan Liskowsky

  • VT-Untertitel
  • Stereo
  • 16:9 Format
  • HD-Qualität
  • Livestream
Durch das Voranschreiten der Feindiagnostik, hochauflösende Ultraschall-Screenings und erweiterte Bluttests ist in den letzten 20 Jahren die Zahl von Kindern mit Down Syndrom um die Hälfte gesunken.

An drei Beispielen zeigt "Eine Welt ohne Behinderung" wie sich dadurch Gesellschaft und Menschen verändern. Oder auch nicht - denn für manche ist ein Kind mit Trisomie 21 das größte Glück auf Erden.

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Religion

Prof. Faber untersucht eine Schwangere.
Professor Faber vom Zentrum für Pränatale Medizin in Leipzig untersucht Schwangere und erkennt mit seinem hochauflösenden Ultraschall kleinste Abweichungen von der Norm. Ab der 12. Woche kann Professor Faber Anzeichen für eine Trisomie 21 finden: zu kurze Oberschenkel, das Nasenbein ist nicht zu erkennen, es gibt eine auffällige Nackentransparenz. Seine Diagnose entscheidet über Schicksale. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Bildergalerie

Religion

Einfach nur anders

Lola hat das Down-Syndrom.
Lola hat das Down-Syndrom, auch Trisomie 21 genannt. Ihre ersten Lebensjahre stellten das Leben ihrer Familie auf den Kopf. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Lola hat das Down-Syndrom.
Lola hat das Down-Syndrom, auch Trisomie 21 genannt. Ihre ersten Lebensjahre stellten das Leben ihrer Familie auf den Kopf. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Autoren der Zeitschrift "Ohrenkuss"
Die Autoren der Zeitschrift "Ohrenkuss", zeigen, dass auch Menschen mit Down-Syndrom ein selbstbestimmtes Leben führen können. Ihre Zeitschirft beeindruckt durch poetische Fotos und originelle Texte. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Ansgar Peters und Julia Bertmann von der zeitschrift "Ohrenkuss".
Die 33-Jährige Julia gehört zum "Ohrenkuss"-Team. Sie liebt es, zu schreiben, und thematisiert in ihren Texten auch alltägliche Diskriminierungen. Es stört sie, wenn sie wie ein kleines Kind behandelt wird. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Grafik: Beim Down Syndrom ist das Chromosom 21 dreimal vorhanden.
Etwa jedes 650. Kind kommt mit dem Down-Syndrom zur Welt. Bei den Betroffenen ist das Chromosom 21 dreimal vorhanden. Neben einer geistigen Behinderung ist die motorische Entwicklung dieser Kinder verzögert, sie leiden häufig an Herzkrankheiten, einem geschwächten Immunsystem, Fehlfunktionen der Schilddrüse, Hör- und Sehstörungen oder körperliche Fehlstellungen. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Lolas Mutter Amelie
Über ihre Jahre mit einem behinderten Kind hat Lolas Mutter ein Buch geschrieben: "Lolas verrückte Welt". "Ich musste die Ablehnung in mir selbst überwinden. Aber das war unglaublich schwer. Und ein wichtiger Schritt dahin, den ich auch im Buch beschreibe, war ein Gespräch in Spanien mit einer Psychologin, die mir gesagt hat, wie wichtig es ist, anzunehmen, dass man das Kind ablehnt, die mir gezeigt hat, dass es okay ist, dass ich Lola ablehne. Und in dem Moment, wo ich meine negativen Gefühle zugelassen habe, ist vieles in Fluss gekommen. Da konnte ich Tränen weinen, die ich vorher so nicht geweint habe, und dann sind auch positive Gefühle entstanden. Und dann konnte ich sie annehmen als das Kind, was sie ist." Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Lola beim Schreiben.
"Lola ist sehr innig, in dem was sie tut, sehr gefühlvoll. Sie lebt ganz direkt, was sie empfindet. Das ist sehr schön, weil man bei ihr sehr genau weiß, woran man ist", schwärmt ihre Mutter Amelie. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Julia Bertmann fotografiert die Humangenetikerin Dr. Regine Schubert.
Julia beschäftigt sich selbst mit ihrer Behinderung. Sie will wissen, wie im Labor nach ihrer Trisomie 21 gesucht wird, und trifft sich dafür mit der Fachhumangenetikerin Dr. Regine Schubert. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
PC-Grafik: Bei einer Fruchtwasseruntersuchung wird der Chromosomensatz untersucht.
Immer mehr Schwangere nutzen die Pränataldiagnostik. Wenn sich im Fruchtwasser ein auffälliger Chromosomensatz findet, treiben 95 Prozent der Frauen ab. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Humangenetiker Prof. Klaus Zerres
"In unserer Gesellschaft werden die Mütter immer älter. Es gibt immer weniger Kinder. Das heißt, die Sorge um ein Kind ist intensiver und natürlich der Wunsch, alles im Vorfeld getan zu haben. Und deshalb ist die Nachfrage nach vorgeburtlicher Diagnostik auch größer geworden", erklärt Humangenetiker Prof. Klaus Zerres. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Prof. Faber untersucht eine Schwangere.
Professor Faber vom Zentrum für Pränatale Medizin in Leipzig untersucht Schwangere und erkennt mit seinem hochauflösenden Ultraschall kleinste Abweichungen von der Norm. Ab der 12. Woche kann Professor Faber Anzeichen für eine Trisomie 21 finden: zu kurze Oberschenkel, das Nasenbein ist nicht zu erkennen, es gibt eine auffällige Nackentransparenz. Seine Diagnose entscheidet über Schicksale. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Lola
Lola ist anders als andere Kinder. Dennoch besucht sie heute gemeinsam mit gesunden Kindern eine Vorschule. Ihre Mitschüler sehen in ihr nicht das Down-Syndrom, sondern das fröhliche Mädchen. "Ich finde, es ist das, was das Leben mit Lola zeigt, dass es nicht darum geht, immer die Höchstleistung zu bringen. Dass es nicht darum geht, überall der Beste zu sein, sondern sich wohlzufühlen in der eigenen Haut, man selbst zu sein", sagt ihre Mutter Amelie. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
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Lola hat das Down-Syndrom.
Lola hat das Down-Syndrom, auch Trisomie 21 genannt. Ihre ersten Lebensjahre stellten das Leben ihrer Familie auf den Kopf. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK