Mi 04.07. 2018 21:05Uhr (VPS 20:45) 29:45 min

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MDR FERNSEHEN Mi, 04.07.2018 21:05 21:35

Exakt - Die Story Baustellen, Unfälle, Staus

Baustellen, Unfälle, Staus

A4 - Eine Autobahn am Limit

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Die Autobahn A4 zwischen Dresden und Görlitz. Rund 70.000 Fahrzeuge rollen hier an einem Tag. In Spitzenzeiten, wie montags, freitags oder vor Feiertagen werden sogar über 80.000 Autos gezählt. Damit hat sich das Verkehrsaufkommen innerhalb der letzten zehn Jahre nahezu verdoppelt. Besonders spürbar ist das beim Schwerlastverkehr. Die Folgen sind immer öfter Unfälle und Staus. Und es ist keine Seltenheit, dass sich auf 30 Kilometern die Fahrzeuge aneinanderreihen und alle Nebenstraßen und Schleichwege komplett dicht sind. Parkplätze entlang der Strecke sind regelmäßig überfüllt. Verkehrsexperte Christian Lippold von der TU Dresden sagt: "Dieser Autobahnabschnitt bewegt sich fast täglich an der Belastungsgrenze. Tut sich hier in den nächsten Jahren nichts, so droht künftig ein Dauerstau!"

Und die Prognose? Das Bundesverkehrsministerium geht davon aus, dass Güter- und Individualverkehr bis 2030 weiter anwachsen. Gegenüber 2010 sei ein Anstieg um rund 50 Prozent zu erwarten.

Die aktuellen Unfallzahlen zeichnen ein deutliches Bild. Laut Polizei ereigneten sich im Jahr 2016 auf der A4 zwischen Dresden und Görlitz 637 Verkehrsunfälle. Bei 33 Prozent (213 Unfälle) war der Schwerlastverkehr beteiligt. Zwei Tote und 38 Schwerverletzte. In 153 Fällen waren Brummifahrer die Verursacher. Überholverbote bringen kaum Verbesserungen, zumal sie oft nicht eingehalten werden.

Die Polizei setzt auf verschärfte Kontrollen, soweit sie das personell schafft. Berufspendler, Speditionsfahrer und Politiker fordern inzwischen einen Ausbau der wichtigen Ost-West-Verbindung. Verkehrswissenschaftler analysieren und schlagen außerdem die Freigabe der Seitenstreifen und moderne Verkehrsleitsysteme mit variablen Tempolimits vor. Doch wie realistisch ist die Forderung nach einem sechsspurigen Ausbau der A4? Und wie könnten Alternativen aussehen, die einen drohenden Verkehrskollaps verhindern?

"Exakt - Die Story" begleitet Lkw-Fahrer und Polizisten und fragt nach bei Politikern und Verkehrsexperten.

Meldungen zur A4 aus der vergangenen Woche

Bildergalerie

Autobahn des Grauens - ausgebremst auf der A4

PKW und LKW stehen bei Sonnenaufgang auf der Autobahn im Stau.
Die Sonne geht auf am Freitagmorgen des 27. April - und rings um Wilsdruff geht schon wieder nichts mehr. Ein kilometerlange Stau auf der A4 zwischen Siebenlehn und Wilsdruff verursacht auch Rückstau auf die A14 bei Nossen. MDR SACHSEN erklärt im Verkehrsfunk, dass Autofahrer mit einer Stunde Zeitverzögerung rechnen müssten. Genug Zeit, doch den Morgenhimmel zu betrachten und zu frühstücken... Bildrechte: MDR/Kathrin König
PKW und LKW stehen bei Sonnenaufgang auf der Autobahn im Stau.
Die Sonne geht auf am Freitagmorgen des 27. April - und rings um Wilsdruff geht schon wieder nichts mehr. Ein kilometerlange Stau auf der A4 zwischen Siebenlehn und Wilsdruff verursacht auch Rückstau auf die A14 bei Nossen. MDR SACHSEN erklärt im Verkehrsfunk, dass Autofahrer mit einer Stunde Zeitverzögerung rechnen müssten. Genug Zeit, doch den Morgenhimmel zu betrachten und zu frühstücken... Bildrechte: MDR/Kathrin König
PKW- und Kleinbuswracks
Ein Polizist läuft am 26. April auf der A4 am Dreieck Nossen durch eine Unfallstelle, die einem Trümmerfeld gleicht. Ein Kleinbus Nissan ist ins Stauende gefahren. Dadurch wurden neben dem Kleinbus noch acht weitere Autos beschädigt. Vier Menschen wurden bei dem Zusammenstoß schwer verletzt. Einer der Verletzten musste mit einem Rettungshubschrauber in die Klinik geflogen werden. Wegen des Unfalls musste die A4 in Richtung Dresden gesperrt werden. Der Verkehr wurde auf die A14 geleitet. Es bildete sich ein kilometerlanger Stau. Bildrechte: MDR/Roland Halksch
Unfall auf der A4 bei Chemnitz
Bei einem Unfall auf der A4 bei Chemnitz ist am 25. April ein fünf Jahre altes Mädchen schwer verletzt worden. Ein Lkw war auf einen vor ihm haltenden Laster aufgefahren. Der wurde daraufhin gegen zwei Autos und einen Kleintransporter geschleudert. Der 23 Jahre alte Fahrer des auffahrenden Lkw und zwei Autoinsassen wurden leicht verletzt, das Kind schwer. Die Autobahn in Richtung Eisenach musste 40 Minuten lang voll gesperrt werden Bildrechte: MDR/Harry Härtel
Ein Lastwagen ist auf einen anderen aufgefahren.
Nachdem zwei Lkws am Mittag des 23. April aufeinandergeprallt waren, staute sich der Verkehr zeitweise auf 16 Kilometer zwischen Dresden-Flughafen und Wilsdruff an einer Baustelle. Dadurch staute sich auch der Verkehr im Dresdner Stadtgebiet, unter anderem in der Königsbrücker Straße und der Washingtonstraße stadteinwärts. Bildrechte: MDR/Roland Halkasch
Verkehrsschild für Geschwindigkeitsbegrenzung auf 100 km/h.
Zwischen Dresden-Nord und Dresden-West ist seit dem Frühjahr 2018 das Tempo auf 100 Stundenkilometer begrenzt worden. Der Verkehrsversuch gilt zweieinhalb Jahre lang. Das Verkehrsministerium will testen, ob bei weniger Tempo auch weniger Staus und schwere Lkw-Unfälle passieren. Bildrechte: Colourbox.de
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