Do 10.01. 2019 22:50Uhr (VPS 22:35) 29:30 min

Schon auf der ersten seiner drei Reisen war Kai dem Zauber dieser ungezähmten menschenleeren Wildnis und ihren unbestrittenen Herrschern, den umherstreifenden Eisbären, erlegen. Kai war krank. Dass sein multiples Myelom, eine Art Knochenmarkkrebs, ihn am Ende töten würde, wusste er und er wusste auch genau, was nach seinem Tod passieren sollte. Bild: Segelboot ARCTICA II in der Polarlandschaft.
Schon auf der ersten seiner drei Reisen war Kai dem Zauber dieser ungezähmten menschenleeren Wildnis und ihren unbestrittenen Herrschern, den umherstreifenden Eisbären, erlegen. Kai war krank. Dass sein multiples Myelom, eine Art Knochenmarkkrebs, ihn am Ende töten würde, wusste er und er wusste auch genau, was nach seinem Tod passieren sollte. Bild: Segelboot ARCTICA II in der Polarlandschaft. Bildrechte: MDR/BR/Udo Zimmermann
MDR FERNSEHEN Do, 10.01.2019 22:50 23:18

Kais letzte Reise

Kais letzte Reise

Film von Catherina Conrad und Bernd Thomas

  • Stereo
  • 16:9 Format
  • HD-Qualität
  • Untertitel
  • VideoOnDemand
Spitzbergen im April: bis an die Eismeerküste meterhoch mit Schnee bedeckte Berge, wilde Gletscher, Packeis in einsamen Fjorden, Nächte mit arktisch klirrender Kälte und unerhörter Stille, von der Mitternachtssonne in ein magisch surreales Licht getaucht. Schon auf der ersten seiner drei Reisen war Kai dem Zauber dieser ungezähmten menschenleeren Wildnis und ihren unbestrittenen Herrschern, den umherstreifenden Eisbären, erlegen.

Kai war krank. Dass sein multiples Myelom, eine Art Knochenmarkkrebs, ihn am Ende töten würde, wusste er und er wusste auch genau, was nach seinem Tod passieren sollte. Zwei Jahre bevor er starb, nahm er einer Freundin das Versprechen ab, seine Asche in die Arktis zu bringen und im Polarmeer zu verstreuen: nördlich des 80sten Breitengrades und, wichtigste Bedingung, unbedingt in Anwesenheit eines Eisbären!

Im April 2017, über ein halbes Jahr nach seinem Tod, reisen zehn Menschen, die Kai auf ganz unterschiedliche Art und Weise nahestanden, gemeinsam nach Spitzbergen, um das Versprechen in die Tat umzusetzen. Keiner weiß, was ihn auf dieser Reise erwartet. Inmitten der überwältigenden Landschaft erinnert sich jeder an seine Beziehung zu Kai, die nicht für alle immer einfach war. Einige sind konfrontiert mit der eigenen Angst vor dem Tod, andere holt die Erinnerung an frühere Verluste ein. Dazu kommen der beengte Raum an Bord, Stürme und Seekrankheit. Auf der Reise in den Norden, eigentlich eine anspruchsvolle Expedition in die Wildnis der Arktis, vorbei an treibenden Eisschollen, nimmt jeder auf ganz eigene Art und Weise Abschied. In langen Nachtwachen halten alle Ausschau nach dem ersehnten Eisbären.

Ob das Vorhaben gelingt, bleibt lange ungewiss.

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