Do 27.06. 2019 00:45Uhr (VPS 00:15) 89:12 min

MDR queer zum Christopher Street Day Mein Sohn Helen

Spielfilm Deutschland 2015

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Finn (Jannik Schümann) verwandelt sich in Helen – endlich wie ein Mädchen aussehen. Bildrechte: MDR/ARD Degeto/Britta Krehl
MDR FERNSEHEN Do, 27.06.2019 00:45 02:15

"Ich bin ein Mädchen." Ein Satzmit Zündstoff. Denn er stammt vom 17-jährigen Finn, der damit für Aufruhr in seinem Umfeld sorgt, am meisten bei seinem Vater. Schon als Kind fühlte er sich fremd im eigenen Körper. Ein Austauschjahr in den USA hat er genutzt, um sich optisch in das Mädchen Helen zu verwandeln. Kein leichter Weg.

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Finn (Jannik Schümann) verwandelt sich in Helen... Bildrechte: MDR/ARD Degeto/Britta Krehl
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... um endlich wie ein Mädchen aussehen. Bildrechte: MDR/ARD Degeto/Britta Krehl
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Aber vor Helen liegt noch ein weiter Weg. Der Kampf mit dem Vater (Heino Ferch) ist nur eins von vielen Problemen. Bildrechte: MDR/ARD Degeto/Britta Krehl
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Erste Hürde: Sportunterricht. Schon in der Umkleidekabine erlebt Helen Streitigkeiten. Bildrechte: WDR/Degeto/Britta Krehl
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Auch mit Helens Schulrektor Roger Sattmann (Matthias Brenner) und ihrem Vater ist noch viel Überzeugungsarbeit nötig. Bildrechte: WDR/Degeto/Britta Krehl
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Als Tobias Wilke (Heino Ferch) den 17-jährigen Finn (Jannik Schümann) nach dessen einjährigem Auslandsaufenthalt vom Flughafen abholen will, steht ihm eine junge Frau gegenüber, in der er nur langsam seinen Sohn wiedererkennt. Finn erklärt seinem verwirrten Vater, sich schon immer als Mädchen im Jungenkörper gefühlt zu haben. Er nennt sich nun Helen. Das Austauschjahr bei seiner Tante in den USA hat er genutzt, um die sexuelle Identität endlich offen zu zeigen. In der Zeit in San Francisco ist sein Entschluss endgültig gereift, sich ab sofort als Mädchen zu kleiden, um den gesetzlich vorgeschriebenen "Alltagstest" bestehen und bei Eintritt der Volljährigkeit eine geschlechtsangleichende Operation vornehmen lassen zu können.

Für sein Umfeld beginnt der Härtetest. Nach dem ersten Schrecken sieht sich der aufgewühlte Vater mit einer Vielzahl von Fragen konfrontiert: Wie kann es sein, dass er nichts gemerkt hat? Hat seine vor zwei Jahren tödlich verunglückte Frau, deren Verlust Tobias noch nicht überwunden hat, etwas gewusst? Aber auch Helen muss sich schmerzlichen Fragen stellen: Wird es ihr gelingen, bei ihrem Entschluss zu bleiben? Selbst auf die Gefahr hin, die Menschen, die ihr am meisten bedeuten, zu verlieren? Gemeinsam begeben sich Vater und Tochter auf eine Reise, die sie gleichermaßen zueinander und zu sich selbst führt: ein komisches, liebevolles Ringen um Wahrheit und Selbstbestimmung.

Das Thema "Transgender" rückt immer stärker in den Fokus des öffentlichen Interesses, auch als Filmthema. Eindrucksvoll, authentisch und klug wird hier die Problematik in all ihren Schattierungen beleuchtet. Eine Dramedy mit feinem Humor, weder sentimental noch düster. Jannik Schümann glänzt mit seiner berührenden Darstellung von Finn/Helen. Und Heino Ferch als alleinerziehender Witwer stellt die emotionale Achterbahnfahrt vom gänzlich überforderten bis zum verständnisvollen Vater glaubhaft dar. Mit "Zwei Seiten der Liebe" folgt am Fr, 28.6.19, 12:30 Uhr ein weiterer Film zu 50 Jahre Christopher-Street-Day.

50 Jahre Christopher-Street-Day (28.6.)
Mitwirkende
Musik: Maurus Ronner
Kamera: Jutta Pohlmann
Buch: Sarah Schnier
Regie: Gregor Schnitzler
Darsteller
Tobias Wilke: Heino Ferch
Finn / Helen Wilke: Jannik Schümann
Diana Calis: Winnie Böwe
Jasmin Thalheimer: Kyra Kahre
Gabi Schäfer: Judith Rosmair
Louisa Atalay: Zoe Moore
Adrian Peschel: Timur Bartels
Boris Atalay: Özgür Karadeniz
Petra Atalay: Sanne Schnapp
Helge Schott: Thilo Prothmann
Mimi Schott: Milena Dreißig
Christopher Funke: Rafael Gareisen
Theo Kalkbrenner: Hauke Petersen
Dr. Noak: Luc Feit
Frau Moor: Irene Rindje
Hans Wilke: Manfred Andrae
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