Logo des Wettbewerbs "Jugend debattiert" und Silhouetten von zwei Menschen, die mit dem Rücken zueinander stehen und gestikulieren.
Bildrechte: MEDIEN360G

"Jugend debattiert" Nachwuchs für die Demokratie

Die Finalisten der Landeswettbewerbe in Mitteldeutschland von "Jugend debattiert" stehen fest: Hannah Heather Dorset und Hanna Scheudeck, Fabian Erler und Linus Läster sowie Selina Dürrbeck und Jonas Eberhardt haben gewonnen und fahren im Juni zum Bundeswettbewerb nach Berlin.

von Teres Feiertag

Logo des Wettbewerbs "Jugend debattiert" und Silhouetten von zwei Menschen, die mit dem Rücken zueinander stehen und gestikulieren.
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Eine Demokratie braucht fähige Bürger. Bürger, die kritische Fragen stellen, die ihre Meinung sagen und sich mit den Meinungen anderer fair und sachlich auseinandersetzen, die zuhören und über den eigenen Horizont hinaus blicken.

So die Kernidee des Wettbewerbs "Jugend debattiert“, der das Interesse an konstruktiven Streitgesprächen fördert und sowohl Schülern als auch Lehrern Grundlagen für fundierte und sachliche Diskussionen vermittelt. Unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten existiert der Wettbewerb bereits seit 2001 und findet in der gesamten Bundesrepublik statt. Jährlich nehmen rund 200.000 Schülerinnen und Schüler von etwa 1.200 Schulen teil.

Gute Debatten sind eine Voraussetzung lebendiger Demokratie und eines gelingenden Zusammenlebens in unserer vielfältigen Gesellschaft. Debattieren heißt: Stellung beziehen, Gründe nennen, Kritik vortragen – gegen- und miteinander.

Während in einigen Bundesländern die Landesfinale noch ausstehen, warten Hannah Heather Dorset und Hanna Scheudeck aus Sachsen, Fabian Erler und Linus Läster aus Sachsen-Anhalt sowie Selina Dürrbeck und Jonas Eberhardt aus Thüringen nur noch auf das Bundesfinale, welches am 15. und 16. Juni 2018 (Qualifikation und Finale) in Berlin stattfindet. Vorangegangen sind bereits Schul- und Regionalwettbewerbe.

Bevor die Schülerinnen und Schüler an den Wettbewerben teilnehmen, erhalten zunächst die Lehrkräfte einen "Grundkurs" im Debattieren und werden mit entsprechenden Materialien ausgestattet. "Jugend debattiert" schult somit zunächst die Lehrerinnen und Lehrer, damit sie ihren Schülerinnen und Schülern den richtigen Umgang mit Kontroversen und Regeln für eine gute Debatte vermitteln:

Gute Debatten verlangen eine gute Vorbereitung. Deshalb verbindet Jugend debattiert ein Training für Lehrerinnen und Lehrer als Vorbereitung auf die Unterrichtsreihe mit einem Training für Schülerinnen und Schüler im Unterricht.

Was macht ein gutes Streitgespräch aus?

Standpunkte definieren, Zuhören, sachlich Argumentieren – das seien Schlüsselpunkte eines guten Streitgesprächs, laut "Jugend debattiert“. Um den eigenen Standpunkt – sei er pro oder kontra – überzeugend vertreten zu können, brauche es ein fundiertes Hintergrundwissen sowie nachvollziehbare und schlüssige Argumente. Dabei gehe es nicht darum, sein Gegenüber vom eigenen Standpunkt zu überzeugen, sondern ein konstruktives Gespräch zu führen. Dazu gehöre vor allem auch das Zuhören.

Wer debattiert, muss Stellung nehmen. Wer Debatten zulässt, zeigt damit an, dass man durchaus verschiedener Meinung sein kann. So viel es auch bedeutet, durch Argumente zu einer Übereinstimmung zu kommen – beim Debattieren hat man immer die Möglichkeit, "Nein" zu sagen und beim "Nein" zu bleiben.

 Die Regeln für eine Debatte im Wettbewerb sind klar definiert:

  1. Jeder Teilnehmer beantwortet in der Eröffnungsrunde in zwei Minuten die Streitfrage aus seiner Sicht.
  2. In der zwölfminütigen Freien Aussprache werden Pro- und Kontra-Argumente ausgetauscht.
  3. Die Streitfrage wird in der Schlussrunde ein zweites Mal von den Teilnehmern innerhalb einer Minute beantwortet.

Diskurs in Sachsen-Anhalt

Fabian Erler vom Europagymnasium Bitterfeld-Wolfen (Altersklasse Jahrgang 8 und 9) und Linus Läster vom Elisabeth-Gymnasium Halle (Altersklasse Jahrgang 10 bis 13) setzten sich am 16. April 2018 beim Landesfinale im Landtag Magdeburg durch.

Insgesamt hatten elf Schülerinnen und Schüler das Landesfinale in Sachsen-Anhalt erreicht und hatten vor dem Finale die Gelegenheit, ihr sprachliches Geschick zu testen: Im Landesfunkhaus des MDR Sachsen-Anhalt trafen sie auf die Funkhaus-Direktorin Elke Lüdecke, Staatskanzleichef Rainer Robra (CDU), den Chefredakteur der Mitteldeutschen Zeitung Hartmut Augustin und den Medienforscher Jan Pinseler. Gemeinsam diskutierten die jungen Finalisten mit den Medienexperten über die Frage: "Warum brauchen wir den öffentlichen-rechtlichen Rundfunk?"

Bildergalerie

Jugend debattiert im Magdeburger Landtag
Bildrechte: MDR/Janine Wohlfahrt
Jugend debattiert im Magdeburger Landtag
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Jugend debattiert im Magdeburger Landtag
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Jugend debattiert im Magdeburger Landtag
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Jugend debattiert im Magdeburger Landtag
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Jugend debattiert im Magdeburger Landtag
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Jugend debattiert im Magdeburger Landtag
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Jugendliche sitzen in einem Fernsehstudio.
Bildrechte: Fabian Frenzel
Jugendliche sitzen in einem Fernsehstudio.
Bildrechte: Fabian Frenzel
Jan Pinseler, Elke Lüdecke, Rainer Robra und Hartmut Augustin
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Jugendlichen sitzen in einem Fernsehstudio
Bildrechte: Fabian Frenzel
Jugendlichen sitzen in einem Fernsehstudio
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Zuletzt aktualisiert: 04. Mai 2018, 15:45 Uhr

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