Symbolbild zum Thema Datensicherheit auf Facebook
Bildrechte: IMAGO

Facebook und Manipulation Demokratie: Sicherheitslücken im Diskurs durch Hacken aufdecken

Schadet Facebook der Demokratie? Statt über vergangene Fehler nachzudenken, sollte sich das Unternehmen mehr Gedanken über kommende Manipulationen machen, meint Spiegel-Redakteur Patrick Beuth.

Symbolbild zum Thema Datensicherheit auf Facebook
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Facebook will unter anderem durch stärkeres Löschen das Problem mit den Falschnachrichten unter Kontrolle bringen. Dabei zeigt sich bereits, dass nun Nutzer mit Manipulationsabsichten die Funktion des Beitrag-Meldens missbrauchen, um ihnen unliebsame Inhalte zu blockieren.

Spiegel-Redakteur Patrick Beuth sieht beim kalifornischen Social-Media-Konzern ein Problem, dass sich in Bezug auf die Sicherheit von Informationssystemen immer wieder zeigt: Das Unternehmen versucht die Fehler der Vergangenheit zu lösen, anstatt kommendes Missbrauchspotenzial im Voraus zu denken. Er argumentiert: Facebook braucht einen "Chief Devil Officer".

Beuths Kerngedanke folgt einem klassischen Hacker-Ansatz: Man sollte versuchen, Technik zu knacken, um die Sicherheitslücken aufzudecken und zu schließen. Passiert das nicht, könnten die Folgen in Zukunft immer verheerender werden, etwa wenn politische Diskurse in der Öffentlichkeit gezielt manipuliert werden, indem unterschiedliche Gruppen im Verborgenen mit verschiedenen Informationen versorgt werden. Inzwischen warnt sogar der Papst vor Falschmeldungen.

Zuletzt aktualisiert: 26. Januar 2018, 08:55 Uhr