Das MEDIEN360G-Gaminglexikon Skin – Modebewusst zocken

Manchmal fühlt man sich in seiner eigenen Haut nicht mehr wohl. In Videospielen braucht man dann einen neuen Skin.

Schriftzug "Skin" auf schwarzer Stadtsilhouette von Leipzig 1 min
Bildrechte: MEDIEN360G

Das MEDIEN360G-Gaminglexikon Skin [skɪn], Substantiv

Skin [skɪn], Substantiv

Manchmal fühlt man sich in seiner eigenen Haut nicht mehr wohl. In Videospielen braucht man dann einen neuen Skin.

Di 07.08.2018 13:37Uhr 01:19 min

https://www.mdr.de/medien360g/medienkultur/video-219166.html

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Video

Skin [skɪn], Substantiv

Alle Jahre wieder wechseln wir zweimal im Jahr unsere gesamte Garderobe von kurzen Hosen und T-Shirts zu Wintermänteln und Handschuhen beziehungsweise zurück. Was im Alltag ganz normal ist, ist in Videospielen keineswegs selbstverständlich. In vielen Spielen sieht die gesteuerte Spielfigur im Laufe des Spiels mehr oder weniger gleich aus. Ausrüstung kommt und geht, aber alles in allem verändert sich optisch nicht viel. Wenn man das nicht möchte, braucht man einen anderen Skin.

Alles neu

Unter Skin, dem englischen Wort für Haut, versteht man in Videospielen eine benutzerdefinierte Textur, die Spielcharakteren oder deren Gegenständen und Ausrüstung ein verändertes Äußeres geben. Verbesserungen der Ausrüstung oder der Werte der Spielfigur bringen Skins nicht mit sich. Sie sind wirklich nur rein optisch.

Skins für Geld

Während man in vielen Spielen unterschiedliche Skins für seine Spielfigur freischalten, also als Belohnung erspielen kann, gibt es auch Spieleanbieter, die Skins für Geld anbieten – entweder für Spielgeld oder echtes Geld. Besonders der Handel von Skins für echtes Geld wird gerne von Anbietern sogenannter free-to-play-Spiele als essentieller Teil des Geschäftsmodells genutzt. Free-to-play-Spiele kosten nichts, daher müssen die Entwickler dieser Spiele auf andere Weise Geld erwirtschaften. Bei einem großen Teil der Umsätze passiert dies durch den Verkauf von Skins. In einigen Spielen sind Skins so beliebt, dass sie selbst als Währung in Tauschgeschäften fungieren. Zudem gibt es einen florierenden Wett- und Glücksspielmarkt für Skins. Hier wird beispielsweise in Lotterien um Skins gespielt. Diese Wetten sind zum Teil illegal und gerade im Bezug auf Kinder und Jugendliche, die Videospiele spielen, ein großes Problem, da Skins hier im Prinzip wie Casino-Chips eingesetzt werden. Dies beschäftigte bereits den Kinder- und Jugendschutz und die Justiz. Im Jahr 2016 verklagte ein Spieler den Entwickler des Spiels Counter Strike: Global Offensive und warf ihm die Billigung und Unterstützung von illegalem Glücksspiel vor. Dies veranlasste die Firma, zumindest in Teilen einzulenken und gegen Seiten mit mutmaßlich illegalem Glücksspiel mit Counter Strike-Skins vorzugehen.