Neuer Telemedienauftrag bringt Verbesserungen Fünf Neuerungen für ARD und ZDF im Internet

Welchen Auftrag haben die öffentlich-rechtlichen Medien? In welcher Form darf Produktwerbung gemacht werden? Welche Inhalte werden im Internet veröffentlicht? Die „Dos and Don'ts“ von ARD, ZDF und Deutschlandfunk sind im Rundfunkstaatsvertrag festgelegt. Am 1. Mai 2019 tritt die zweiundzwanzigste Aktualisierung des Regelwerks in Kraft. Schwerpunkt in diesem Jahr sind Telemedien, also alles rund ums Internet. Hier sind die fünf wichtigsten Neuerungen:

Teserbild zu Neuerungen des Telemedienauftrages. Zu sehen ist ein Bildschirm, auf dem Telemedienauftrag und Erklärvideo steht. 2 min
Bildrechte: MEDIEN360G

Mehr Angebot in den Mediatheken

Vor allem beim jungen Publikum steigt die Beliebtheit der Mediatheken von ARD und ZDF. Um dem Rechnung zu tragen, sollen Inhalte ausgebaut werden und länger verfügbar sein. So dürfen ab dem 1. Mai 2019 auch europäische Produktionen, wie zum Beispiel Formate der BBC, bis zu 30 Tage in den Mediatheken von ARD und ZDF angeboten werden.

Mehr Online-Inhalte

Manche Themen sind zu komplex oder speziell. Manchmal gibt es einfach zu viele Inhalte für die begrenzte Sendefläche von Hörfunk und Fernsehen. Im Netz ist das kein Problem. Jetzt erlaubt der Gesetzgeber ausdrücklich Produktionen nur fürs Web.

Dabei spielen nicht nur die Websites und Mediatheken der Sender eine zentrale Rolle, sondern auch Online-Plattformen wie YouTube, Facebook oder Twitter.

Mehr Verlinkung

Sie suchen weiterführende Informationen zu einem bestimmten Thema? In Zukunft kein Problem, denn ähnliche Inhalte sollen in den Angeboten von ARD und ZDF untereinander verlinkt werden, so dass Sie sich ganzheitlich über das Thema informieren können.

Mehr Barrierefreiheit

Manuskripte, Untertitelungen, einfache Sprache – Angebote für Menschen mit sensorischen Einschränkungen sollen ausgebaut werden, damit möglichst vielen Menschen der Zugang zu den Netzangeboten der öffentlich-rechtlichen Sender offen steht.

Audio und Video in den Vordergrund

Um den Vorwurf der Presseähnlichkeit gab es in den letzten Jahren viel Wirbel, daher sollen ARD und ZDF ihren Fokus stärker auf Audio und Videoformate legen. Darüber hinaus soll eine Schlichtungsstelle zwischen Presseverbänden und dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk eingerichtet werden.

Und natürlich bleibt das komplette Online-Angebot der öffentlich-rechtlichen Sender werbefrei.

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Zuletzt aktualisiert: 26. April 2019, 11:23 Uhr