netz.WERK | Folge 3 Carsharing

Mehr als zwei Millionen Menschen in Deutschland nutzen inzwischen Carsharing-Angebote. Dank moderner Vernetzung, GPS und mobilem Internet ist das Teilen von Autos einfacher als je zuvor.

Teaserfoto zur Serie netz.WERK: Folge 3 –Carsharing 6 min
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Vielen Deutschen ist ihr Auto immer noch heilig. Es mit anderen zu teilen, nicht für jeden vorstellbar. Doch bei 45 Millionen Fahrzeugen auf Deutschlands Straßen und sich häufenden Skandalen in der Autoindustrie findet offenbar langsam ein Umdenken statt. Laut Bundesverband CarSharing waren zu Beginn des Jahres 2018 bereits 2.110.000 Nutzer bei den inzwischen 165 deutschen Carsharing Anbietern registriert – ein Rekordwert.

Carsharing ist gemessen an der Gesamtzahl der Fahrberechtigten nach wie vor ein kleiner Markt. Aber die Zuwachsraten zeigen, dass wir die Nische verlassen.

Gunnar Nehrke Geschäftsführer des Bundesverband CarSharing e.V.

Die wachsenden Zahlen dürften auch auf das steigende Angebot zurückzuführen sein. In 677 Städten und Gemeinden Deutschlands wird Carsharing inzwischen angeboten. Das sind 80 mehr als noch vor einem Jahr.

Beim Carsharing gibt es zwei verschiedene Nutzungsmodelle. Etwa 500.000 Kunden nutzen stationsbasierte Anbieter wie teil.Auto oder das Carsharing-Angebot der Deutschen Bahn. Hier stehen Fahrzeuge an festen Stationen bereit und können online, über eine Smartphone-App oder telefonisch gebucht werden. Häufig muss das Auto nach der Fahrt zur Ausgangsstation zurückgebracht werden. Eine andere Möglichkeit sind die stationsunabhängigen, sogenannten "free-floating"-Anbieter, deren Autos an einem frei wählbaren Ort geparkt werden dürfen und per Handy-Ortung für den nächsten Nutzer auffindbar sind. Etwa 1.500.000 Kunden nutzen diese Form des Carsharings.

In Großstädten wird Carsharing wesentlich häufiger genutzt als in ländlicheren Gebieten, doch auch hier wird das Angebot mehr und mehr ausgebaut. Wie das Prinzip Carsharing funktioniert, zeigt der Beitrag von netz.WERK.