Datenschutz-Hilfsmittel RFID Blocker

Kontaktloses Bezahlen mit Geld- oder Kreditkarte ist bequem, aber gefährlich: Die Technik kann leicht missbraucht werden, um Ihnen praktisch unbemerkt das Geld aus der Tasche zu ziehen. Ein RFID-Blocker verhindert das.

Schriftzug "RFID-Blocker", Brieftasche mit Karten 1 min
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Es geht verblüffend schnell: An der Supermarktkasse können viele neuere EC-Karten inzwischen einfach an ein Lesegerät gehalten werden und schon ist der Einkauf bezahlt. Weder eine Unterschrift noch das Eintippen eines Pincodes ist dafür notwendig. Möglich macht das ein in der Karte verbauter, sogenannter RFID-Chip. Dieser wird vom Kassenlesegerät auf einer bestimmten Frequenz angefunkt und sendet automatisch Daten zurück, die den Bezahlvorgang erlauben.

Doch genau diese Technik macht es leider auch Unbefugten leicht, sie zu missbrauchen. Kriminelle könnten ähnlich funktionierende Geräte konzipieren und Ihre Geldkarte im Vorbeigehen anfunken. Von Ihnen völlig unbemerkt würden Sie Ihnen so Ihr Geld "aus der Tasche ziehen".

Mit dem mdr-RFID-Blocker können Sie sich gegen solche missbräuchlichen Angriffe auf die sensiblen Daten Ihrer EC- oder Kreditkarte wehren. Und das ohne Aufwand! Stecken Sie die RFID-Blocker-Karte einfach zu den anderen Chipkarten in Ihr Portemonnaie und schon sind diese dort künftig vor unbefugten Zugriffen geschützt.

So funktioniert ein RFID-Blocker

Die Abkürzung RFID steht für "radio-frequency identification", zu Deutsch: "Identifizierung mit Hilfe elektromagnetischer Wellen". Die RFID-Technologie beschreibt also eine Möglichkeit, einen kleinen Chip per Funk auszulesen. Dazu baut ein Lesegerät ein elektromagnetisches Feld auf und überträgt so Energie auf den Chip, der keine eigene Stromversorgung benötigt. Es funkt eine Datenanfrage an die Chipkarte, die diese ohne Sicherheitsüberprüfung beantwortet, wenn sie nahe genug am Lesegerät dran ist. Auch die passiven Transponder in Autoschlüsseln zur Entriegelung einer Wegfahrsperre funktionieren nach dem gleichen Prinzip. Gerade EC- oder Kreditkarten senden, wenn sie angefunkt werden, jedoch weit sensiblere Daten als ein Autoschlüssel.

Wird der RFID-Blocker zusammen mit der Chipkarte aufbewahrt, sendet er ein Störsignal, sobald diese angefunkt wird. Das macht es unbefugten Geräten unmöglich, die Daten Ihrer Geldkarte unbemerkt auszulesen. Erst wenn Sie Ihre Chipkarte aus dem Portemonnaie herausnehmen und somit vom RFID-Blocker entfernen, wird sie für entsprechende Geräte lesbar und kann somit z.B. zum Bezahlen im Supermarkt verwendet werden.

Der mdr-RFID-Blocker verhindert in einem Radius von bis zu fünf Zentimetern das Auslesen von Karten, die mit der RFID-Standardfrequenz von 13,56 MHz angefunkt werden. Solange Sie ihn zusammen mit ihren Chipkarten im Portemonnaie aufbewahren, sind diese vor unbefugten Angriffen geschützt und Ihre Daten in Sicherheit.