Teaserbild zur UKW-Abschaltungsdebatte
Bildrechte: MEDIEN360G

Geplante UKW-Abschaltung vorerst abgewendet Nun also doch nicht. Erstmal.

Besorgte UKW-Radiohörer können erstmal wieder aufatmen. Die Übertragung ihrer Lieblingssender wird doch nicht unterbrochen. Zumindest jetzt noch nicht. Was steckt hinter der Abschaltungs-Diskussion und wie geht es jetzt weiter?

von Johanna Kiesler

Teaserbild zur UKW-Abschaltungsdebatte
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Wären die Radios von etwa 10 Millionen Hörern am 11. April 2018 tatsächlich beinahe verstummt? Das ist ein Szenario, das sich Ende letzter Woche aus Medienberichten herauslesen ließ.

Über 80 Prozent der Radiohörer empfangen ihr Programm über UKW. Und diese Frequenzen waren vielerorts offenbar von einer Abschaltung bedroht. Private Radiosender wie Big FM oder Radio NRW, aber auch Sender des öffentlich-rechtlichen Rundfunks wie das Deutschlandradio, der MDR oder der NDR in Mecklenburg-Vorpommern wären hiervon betroffen gewesen. Schuld ist ein Streit zwischen den Betreibern der Sender und den Dienstleistern, die für die Tonübertragung zuständig sind.

Viele Sender sind nicht mehr selbst Betreiber der Sendeanlagen, mit deren Hilfe ihre Radioprogramme übertragen werden. Das erledigen externe Firmen. Bisher wurden die UKW-Antennen der etwa 40 betroffenen Sender von der Firma Media Broadcast betrieben. Zum 1. April 2018 verkaufte diese die Antennen an etwa 30 Unternehmen und Investoren. Die neuen Betreiber verlangen nun höhere Preise von den Sendern, die diese nicht bereit sind zu zahlen. Die Verhandlungen ziehen sich seitdem.

Nun die vorübergehende Einigung: Bis zum 30. Juni 2018 wird Media Broadcast den Sendebetrieb weiter sicher stellen. Bis dahin müssen sich die Streitenden geeinigt haben. Sonst könnte im Sommer womöglich erneut die Abschaltung drohen.

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