Buchcover "Sgladschdglei - Asterix off säggsch"
Bildrechte: 2019 Les Éditions Albert René/Egmont Comic Collection

"Sgladschdglei - Asterix off säggssch 3" erschienen Thomas Nicolai übersetzt "Asterix als Gladiator" ins Sächsische

Den Ausspruch "Die spinnen, die Römer" kennen wir aus Asterix-Comics und -Filmen. Auf Sächsisch heißt das dann "Die sin doch nisch gnuspor, de Rehmor." Das sagt Parodist, Schauspieler und Sachse Thomas Nicolai. Der Leipziger hat den neuen Asterix-Band ins Sächsische übersetzt.

Buchcover "Sgladschdglei - Asterix off säggsch"
Bildrechte: 2019 Les Éditions Albert René/Egmont Comic Collection

Am 7. März ist ein neuer Band in der Asterix-Mundart-Reihe Sächsisch in der der Egmont Comic Collection erschienen. Das Buch ist unter dem Titel "Sgladschdglei - Asterix off säggssch 3" in den Buchregalen zu finden.

Als Vorlage für Thomas Nicolais Sächsisch-Variante diente der dritte Asterix-Band "Asterix als Gladiator". Darin gerät Troubadix in Cäsars Gefangenschaft. Doch da haben die Römer nicht mit den mutigen Galliern gerechnet. "Sgladschdglei" lautet der Schlachtruf, "abor gee Beifall!". Und so bekommt manch römischer Legionär "eens offn Diggnischl" und "grichd ordendlisch Wammse". "Nuguggemada!" staunen die Römer.

Im Interview mit Maik Teschner erzählt Thomas Nicolai, wie er zu dem Titel "Sgladschdglei" kam:

Der Verlag hat mich gebeten, einen pfiffigen Begriff oder einen guten Namen zu finden für den Band. Und da fiel mir das sofort ein.

Thomas Nicolai

War es kompliziert, den Text zu übersetzen?

"Nein, im Großen und Ganzen nicht. Ich muss wirklich sagen, die Vorlage ist absolut grandios. Es ist fantastisch gezeichnet und die Sprüche sind unheimlich witzig. Da muss man sich nur im Kopf bisschen geschmeidig machen und da läuft das von alleine," so der Leipziger. Begeistert sagt er:

Comedian Thomas Nicolai
Bildrechte: Bernd Brundert/Egmont Verlagsgesellschaften mbH

Das war so lustig, dass ich schon fast in 'ne kleine Sucht verfallen bin. Als ich angefangen habe, war es wie ein Sog. Da konnte ich die Arbeit gar nicht niederlegen, weil es so einen Spaß gemacht hat.

Thomas Nicolai

Musste Thomas Nicolai neue Wörter erfinden oder hat der Wortschatz immer ausgereicht?

"Der Wortschatz hat tatsächlich ausgereicht. Aber ich hab trotzdem gesucht, um nicht immer das Erstbeste zu nehmen. Dann habe ich mich bei Tom Pauls und seinem Projekt 'Beliebte sächsische Worte' informiert. Zudem habe ich noch alte Schulfreunde in Leipzig und in Sachsen gefragt, was denn so Begriffe sind, um das Ganze auszuloten. So habe ich versucht, ein bisschen Fein-Tuning reinzubringen."

Wichtig war für mich, dass ich inhaltlich beim Original bleibe. Und dass ich nicht zu viele Wörter in die Sprechblase einfüge.

Thomas Nicolai

Wie ist das bei der Bildsprache?

Da es im Sächsischen keine harten Konsonanten gibt, wird aus p ein b, aus k ein g. So heißt es dann nicht "zack" sondern "zagg". Wichtig sei dem Autor des Buches Folgendes:

Man muss es so machen, dass die Leser es auch verstehen. Man muss aufpassen, dass es nicht noch komplizierter wird.

Thomas Nioclai

Wird es einen weiteren Band geben?

Als ich fertig war, hab ich dem Verlag sofort gesagt, ich möchte Band vier machen – und zwar sofort.

Thomas Nicolai

Quelle: MDR/Egmont Verlagsgesellschaften mbH

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 07.03.2019 | 13:00-18:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 19. März 2019, 13:43 Uhr