Brockengarten jetzt wieder geöffnet

Wegen der Corona-Pandemie beginnt die Saison im Brockengarten auf dem höchsten Harzgipfel in diesem Jahr mit Verspätung. Besichtigungen sind ab Montag, den 22. Juni wieder möglich, sagte der Sprecher des Nationalparks Harz, Friedhart Knolle. Für die Führungen mit dem Brockengärtner ist eine Anmeldung erforderlich, außerdem ist die jeweilige Teilnehmerzahl auf zehn Personen begrenzt.

blühender Glocken-Enzian auf dem Brocken
Glocken-Enzian auf dem Brocken Bildrechte: MDR/Carsten Reuß

Wochentags beginnen die Führungen durch den Garten mit dem Brockengärtner um 11.30 und um 14 Uhr. An Wochenenden und Feiertagen kann der Brockengarten ab dem 1. Juli zudem im Rahmen der dann wieder startenden Brocken-Rundwegsführungen mit einem Nationalpark-Ranger besichtigt werden.

Das raue Klima auf dem 1.141 Meter hohen Brocken entspricht nach Angaben von Wissenschaftlern dem auf einem 3.000 Meter hohen Gipfel in den Alpen. Deshalb wachsen im Brockengarten auch Hochgebirgspflanzen wie das Edelweiß, Alpenglöckchen, Felsenblümchen und Mannsschild-Arten. Der Garten besteht aus einem wissenschaftlichen Versuchsteil und einem für das Publikum geöffneten Schauteil. Er beherbergt insgesamt rund 1.500 Pflanzenarten aus allen Hochgebirgen der Erde.

Mit Frost überzogene Blumen
1500 Pflanzenarten kann man im Brockengarten bestaunen. Bildrechte: MDR/Carsten Reuß

Göttinger Botaniker legten den Brockengarten 1890 an. Im Zweiten Weltkrieg wurde er zerstört, ab 1950 wieder aufgebaut. In den 1960er Jahren erklärte die DDR den Brocken zum militärischen Sperrgebiet und baute dort Abhör-Einrichtungen und Unterkünfte für Soldaten. Nach der Wende begannen die Universitäten Göttingen und Halle mit dem Wiederaufbau des Brockengartens.

Über dieses Thema berichtet der MDR auch im Fernsehen: MDR um 4 | 22.06.2020 | 16:00 Uhr