Zeitzeugen erinnern sich So war der Katastrophenwinter '78/'79 in Oberhof

Im thüringischen Oberhof, im berühmten Luxushotel "Panorama", feiern Silvester 1978 anderthalbtausend Menschen ein rauschendes Fest. Sie ahnen nicht, dass sie mitten ins Zentrum einer der größten Stromkrisen des letzten Jahrhunderts geraten werden. Der MDR hat einige Zeitzeugen nach ihren Erinnerungen an diese Nacht gefragt.

Panoramahotel Oberhof
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Ende 1978 zieht eine Kaltfront von Skandinavien gen Süden. Schneestürme machen Eisenbahnen und Straßen unpassierbar. Binnen Stunden erreichen Schnee und Kälte die DDR. In den Leitzentralen der Energieversorgung herrscht in der Silvesternacht große Unruhe. Die Kraftwerke können nicht mehr ausreichend Energie liefern. Die Bezirke Suhl, Gera und Erfurt werden vollständig von der Stromversorgung abgetrennt. Die Abschaltung trifft die Menschen völlig unvorbereitet: Viele frieren in den Wohnungen, in manchen Krankenhäusern funktionieren die Notstromaggregate nicht.

Auch im Hotel "Panorama" in Oberhof fällt nach Mitternacht der Strom aus, das gigantische Hotel liegt komplett im Dunkeln. Die Aufzüge funktionieren nicht mehr. Kinder versuchen über die Freitreppe bei minus 28 Grad zu ihren Eltern zu gelangen. 

Die komplette Doku zum Nachschauen

Über dieses Thema berichtet der MDR auch im Fernsehen: Der Katastrophenwinter 1978/79 in Oberhof | 02.01.2020 | 21:45 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 30. Dezember 2019, 09:54 Uhr