Es war einmal ein Schloss: Thüringer restaurieren alte Landschlösser

Es klingt wie ein Traum: auf einem echten Schloss zu leben und zu arbeiten! Eine Herausforderung ist es auf jeden Fall für die Schlossherren und -frauen, die ihre ganz eigenen Vorstellungen verwirklichen wollen.

Schloss Eichicht
Schloss Eichicht Bildrechte: MDR

Max Buchholz, Ulrike von Tümpling, Thomas Bähr, Felix Graf von Arnim und Florian Kirfel-Rühle haben einen Traum: ihren Landschlössern zu neuem Glanz zu verleihen. Alles, was sie an Ideen, Talenten und Geld besitzen, stecken sie in die alten Gemäuer. Ohne Nutzungskonzepte ist so ein Schloss schwer zu erhalten. Ob Biolandwirtschaft, Weinbau, Forstwirtschaft, Kultur oder Bildung: Die Schlossretterinnen und Schlossretter zum Beispiel in Tümpling, Eichicht, Tannroda, Bedheim und Bendeleben bauen an der Zukunft der Denkmäler.

Bildergalerie Es war einmal ein Schloss

Sendereihenbild - Es war einmal ein Schloss
Folge 1: Es hat sie erwischt: Max Buchholz, Ulrike von Tümpling, Thomas Bähr, Felix Graf von Arnim und Florian Kirfel-Rühle sind ihren Landschlössern verfallen. Alles, was sie an Ideen, Talenten und Geld besitzen, stecken sie in die alten Gemäuer. Die Schlossbesitzer wissen: Es genügt nicht, die Anwesen zu retten, ihnen wieder Glanz zu verleihen. Ohne Nutzungskonzepte ist ein Schloss schwer zu erhalten. Ob Biolandwirtschaft, Weinbau, Forstwirtschaft, Kultur oder Bildung – die Schlossretter bauen an der Zukunft der Denkmäler. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Sendereihenbild - Es war einmal ein Schloss
Folge 1: Es hat sie erwischt: Max Buchholz, Ulrike von Tümpling, Thomas Bähr, Felix Graf von Arnim und Florian Kirfel-Rühle sind ihren Landschlössern verfallen. Alles, was sie an Ideen, Talenten und Geld besitzen, stecken sie in die alten Gemäuer. Die Schlossbesitzer wissen: Es genügt nicht, die Anwesen zu retten, ihnen wieder Glanz zu verleihen. Ohne Nutzungskonzepte ist ein Schloss schwer zu erhalten. Ob Biolandwirtschaft, Weinbau, Forstwirtschaft, Kultur oder Bildung – die Schlossretter bauen an der Zukunft der Denkmäler. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Seit zweieinhalb Jahren restaurieren Antje und Thomas Bähr Burg Tannroda im Kreis Weimarer Land. Ihr Ziel ist ein Generationen-Wohnprojekt.
Folge 1: Ulrike von Tümpling muss entscheiden, in welchem Farbton Schloss Tümpling im Saale-Holzland -Kreis neu erstrahlen soll. Seit 25 Jahren lebt die Familie wieder im Stammsitz der Vorfahren. Jetzt wird die Sanierung des Dachs und der Fassade abgeschlossen. Auf einem jungen, fünf Hektar großen Weinberg wächst die Zukunft des Schlosses heran. Die Familie wird durch die Endphase der Restaurierung begleitet und drei weitere Schlösser werden vorgestellt. Bildrechte: MDR, honorarfrei
Familie Buchholz
Folge 2: Max Buchholz, Mitte 40, träumte schon als Kind von einem eigenen Schloss. Er kaufte Schloss Eichicht bei Kaulsdorf im Kreis Saalfeld-Rudolstadt und restaurierte es vor fünf Jahren. Doch so ein Schloss ist teuer in der Unterhaltung. Bildrechte: MDR
Schloss Eichicht
Folge 2: Deshalb baut Familie Buchholz kleine Unternehmen auf, die die Zukunft des Schlosses tragen sollen. Bevor der Neubau für den Hofladen und die Jagdschule entsteht, soll der Online-Wildhandel funktionieren. Gleichzeitig wird Familienzuwachs erwartet und es wird turbulent. Zwischendurch werden weitere Schloss-Retter vorgestellt. Bildrechte: MDR
Seit zweieinhalb Jahren restaurieren Antje und Thomas Bähr Burg Tannroda im Kreis Weimarer Land. Ihr Ziel ist ein Generationen-Wohnprojekt.
Folge 3: Seit zweieinhalb Jahren restaurieren Antje und Thomas Bähr Burg Tannroda im Kreis Weimarer Land. Seitdem besteht ihr Leben aus sehr viel Staub und Schutt und jeder Menge Arbeit. Bildrechte: MDR, honorarfrei
Seit zweieinhalb Jahren restaurieren Antje und Thomas Bähr Burg Tannroda im Kreis Weimarer Land. Ihr Ziel ist ein Generationen-Wohnprojekt.
Folge 3: Dabei verlieren sie ihr Ziel nicht aus den Augen: Aus Burg Tannroda soll ein Gemeinschaftswohnprojekt werden und ein Begegnungsort für Kultur. Einstweilen werden die Burgmauern freigelegt, das blaue Schloss entmüllt und die Terrasse gebaut. Bald werden Gärten angelegt und das Schlossrestaurant wartet schon auf seine Eröffnung. Auch auf den anderen Schlössern geht es voran. Bildrechte: MDR, honorarfrei
Schloss Bedheim im Kreis Hildburghausen
Folge 4: Seit Jahrhunderten gehörten Schloss Bedheim im Kreis Hildburghausen und die Familie Rühle von Lilienstern zusammen. Vor ein paar Jahren wurde Florian Kirfel-Rühle klar: Wenn er sich nicht engagiert, endet die jahrhundertelange Reihe seiner Vorfahren in Schloss Bedheim. Bildrechte: MDR
Eine Frau (rechts) und ein Mann sitzen an einem Tisch.
Folge 4: Astrid Rühle von Lilienstern (re.) kehrte nach der Wende zurück. Im Schloss leben und arbeiten, ist das Credo ihres Sohns Florian. Ein Begegnungszentrum für Bildung, Kunst und solidarische Landwirtschaft ist sein Ziel. Mit dem Projekt "Lebensgarten" und einem Garten-Café kehrt das Leben ins Schloss zurück. Auch die anderen Schlossbesitzer kommen ihren Zielen näher. Bildrechte: MDR
Felix Graf von Arnim
Folge 5: Felix Graf von Arnim weiß, dass die Sanierung und Wiederbelebung von Gut Bendeleben im Kyffhäuserkreis sein Leben lang dauern wird. Bildrechte: MDR
 Gut Bendeleben im Kyffhäuserkreis
Folge 5: Das Kunststück ist der Einklang zwischen Denkmalschutz und einem modernen landwirtschaftlichen Betrieb. Die Geschichte der Rettung des Gutes ist eine Familiengeschichte der von Arnims und zugleich eine besondere Geschichte der Wiedervereinigung. Am Ende der Episode 5 werden sich die Schlossbesitzer der Serie begegnen. Bildrechte: MDR
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Wechselvolle Geschichte

Rund 400 ländliche Anwesen stehen allein in Thüringen unter Denkmalschutz. Diese Fülle ist ein Resultat der Kleinstaaterei, des alten Erbrechts und der kleinteiligen Landschaft. Jahrhundertelang prägten ihre Besitzerinnen und Besitzer den ländlichen Raum als Arbeitgeber und Entwicklungsförderer. Nach dem 2. Weltkrieg wurden die Landsitze entschädigungslos enteignet. Die Gutsbesitzer waren beim Einmarsch der Roten Armee zum großen Teil geflüchtet, viele setzten ihrem Leben ein Ende. In die Herrenhäuser zogen meistens staatliche Einrichtungen ein: Kinder- und Altenheime, Schulen, Gemeindeverwaltungen. Die Gutsgebäude, Ställe und Scheunen übernahm in der Regel die neue LPG. Sanierungen fanden so gut wie nie statt. Die Wende 1989 brachte keineswegs die sofortige Rettung. Viele Herrenhäuser und Schlösser gerieten in die Hände von Spekulanten.

Ein Herz für alte Gemäuer

Hoffnung für die Schlösser und Herrenhäuser im ländlichen Raum gibt es da, wo sich Vereine und Kommunen ernsthaft dafür engagieren, wo sich ein „verrückter“ neuer Schlossherr findet oder wo die Nachkommen der einst geflüchteten Adelsfamilien zurückkehren. Die fünf Episoden der MDR-Doku-Soap erzählen von der Lust und Last mit den alten Landschlössern.

Infos zu den einzelnen Folgen (immer 19:50 Uhr im MDR FERNSEHEN)

Montag, 16. August: Schloss Tümpling im Saale-Holzland-Kreis wird restauriert

Sendereihenbild - Es war einmal ein Schloss 25 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Ulrike von Tümpling muss nun entscheiden, in welchem Farbton Schloss Tümpling im Saale-Holzland-Kreis neu erstrahlen soll. Seit 25 Jahren lebt die Familie wieder im Stammsitz der Vorfahren. Jetzt wird die Sanierung des Dachs und der Fassade abgeschlossen. Auf einem jungen, fünf Hektar großen Weinberg wächst die Zukunft des Schlosses heran. Die Familie wird durch die Endphase der Restaurierung begleitet und drei weitere Schlösser werden vorgestellt.

Dienstag, 17. August: Das Traumschloss Eichicht im Kreis Saalfeld-Rudolstadt

Familie Buchholz 25 min
Familie Buchholz restaurierte vor fünf Jahren Schloss Eichicht bei Kaulsdorf im Kreis Saalfeld-Rudolstadt. Bildrechte: MDR

Max Buchholz, Mitte 40, träumte schon als Kind von einem eigenen Schloss. Er kaufte Schloss Eichicht bei Kaulsdorf im Kreis Saalfeld-Rudolstadt und restaurierte es vor fünf Jahren. Doch so ein Schloss ist teuer in der Unterhaltung. Deshalb baut Familie Buchholz kleine Unternehmen auf, die die Zukunft des Schlosses tragen sollen. Bevor der Neubau für den Hofladen und die Jagdschule entsteht, soll der Online-Wildhandel funktionieren. Gleichzeitig wird Familienzuwachs erwartet und es wird turbulent. Auch weitere Schloss-Retterinnen und -Retter werden vorgestellt.

Mittwoch, 18. August: Das Gemeinschaftswohnprojekt Burg Tannroda im Kreis Weimarer Land

Seit zweieinhalb Jahren restaurieren Antje und Thomas Bähr Burg Tannroda im Kreis Weimarer Land. Ihr Ziel ist ein Generationen-Wohnprojekt. 25 min
Seit zweieinhalb Jahren restaurieren Antje und Thomas Bähr Burg Tannroda im Kreis Weimarer Land. Ihr Ziel ist ein Generationen-Wohnprojekt. Bildrechte: MDR, honorarfrei

Antje und Thomas Bähr wurden von vielen für verrückt erklärt, als sie mit der Wiederherstellung von Burg Tannroda im Kreis Weimarer Land begannen. Seit knapp drei Jahren besteht ihr Leben aus sehr viel Staub und Schutt und jeder Menge Arbeit. In all dem Kampf verlieren sie ihr Ziel nicht aus den Augen: Aus Burg Tannroda soll ein Gemeinschaftswohnprojekt werden und ein Begegnungsort für Kultur. Einstweilen werden die Burgmauern freigelegt, das blaue Schloss entmüllt und die Terrasse gebaut. Bald werden Gärten angelegt und das Schlossrestaurant wartet schon auf seine Eröffnung. Auch auf den anderen Schlössern geht es voran.

Donnerstag, 19. August: Lebensaufgabe Schloss Bedheim im Kreis Hildburghausen

Eine Frau (rechts) und ein Mann sitzen an einem Tisch. 25 min
Astrid Rühle von Lilienstern kehrte nach der Wende zurück. Inzwischen nahm ihr Sohn, Florian Kirfel-Rühle, die Generationenaufgabe an. Bildrechte: MDR

Florian Kirfel-Rühle wurde vor ein paar Jahren klar: Wenn er sich nicht engagiert, endet die jahrhundertelange Reihe seiner Vorfahren in Schloss Bedheim im Kreis Hildburghausen. Er nahm die Lebensaufgabe an. Im Schloss leben und arbeiten, ist sein Credo – ein Begegnungszentrum für Bildung, Kunst und solidarische Landwirtschaft sein Ziel. Mit dem Projekt „Lebensgarten“ und einem Garten-Café kehrt das Leben ins Schloss zurück. Auch die anderen Schlossbesitzer kommen ihren Zielen näher. 

Samstag, 21. August: Das historische Gut Bendeleben und seine Geschichte

Felix Graf von Arnim weiß, dass die Sanierung und Wiederbelebung von Gut Bendeleben im Kyffhäuserkreis sein Leben lang dauern wird. Das Kunststück ist der Einklang zwischen Denkmalschutz und einem modernen landwirtschaftlichen Betrieb. 25 min
Felix Graf von Arnim weiß, dass die Sanierung und Wiederbelebung von Gut Bendeleben im Kyffhäuserkreis sein Leben lang dauern wird. Das Kunststück ist der Einklang zwischen Denkmalschutz und einem modernen landwirtschaftlichen Betrieb. Bildrechte: MDR

Felix Graf von Arnim weiß, dass die Sanierung und Wiederbelebung des alten Gutes Bendeleben zu seinen Lebzeiten nicht enden wird. Ob Kutscherhaus, Schafstall oder Scheune – alle historischen Gebäude gehören zum Denkmalensemble. Doch es ist nicht einfach, Nutzungen für die alten Gemäuer zu finden. Zumal das historische Gut heute ein moderner landwirtschaftlicher Betrieb ist. Die Geschichte der Rettung des Gutes ist eine Familiengeschichte der von Arnims und zugleich eine besondere Geschichte der Wiedervereinigung. Am Ende der fünften Episode der MDR-Doku-Soap werden sich die Schlossherren und -frauen der Serie begegnen.

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Es war einmal ein Schloss | 12. August 2021 | 19:50 Uhr