Kyffhäuserkreis Hängebrücke in der Hohen Schrecke eröffnet - Usain Bolt will sprinten

In der Hohen Schrecke bei Braunsroda im Kyffhäuserkreis ist eine Hängeseilbrücke eröffnet worden. Sie ist 176 Meter lang und erstreckt sich auf 25 Metern Höhe über das Bärental. Umweltministerin Anja Siegesmund (Grüne) zeigte sich überzeugt, dass die Brücke "Strahlkraft weit über die Hohe Schrecke hinaus" hat. Sie sei eine Einladung, die Naturschätze zu entdecken und deren Wert zu verstehen.

Hängeseilbrücke über das Bärental eröffnet

Zahlreiche Personen in bunter Funktionskleidung stehen vor einer Hängeseilbrücke über ein Tal.
Bei Braunsroda in der Hohen Schrecke ist am Dienstag eine Hängeseilbrücke eröffnet worden. Bildrechte: MDR/Sebastian Jakob
Zahlreiche Personen in bunter Funktionskleidung stehen vor einer Hängeseilbrücke über ein Tal.
Bei Braunsroda in der Hohen Schrecke ist am Dienstag eine Hängeseilbrücke eröffnet worden. Bildrechte: MDR/Sebastian Jakob
Eine Frau mit schwarzer Jacke und Jeans - Thüringens Umweltministerin Anja Siegesmund - zerschneidet lächelnd ein gelbes Band. Um sie herum stehen zahlreiche Menschen.
Die neue Hängeseilbrücke über das Bärental solle das "Eingangstor" zu den sogenannten Thüringer Urwaldperlen sein, sagte Thüringens Umweltministerin Anja Siegesmund (Grüne) zur offiziellen Eröffnung. Bildrechte: MDR/Sebastian Jakob
Blick auf eine Hängeseilbrücke mit Boden aus Holz und einem Geländer aus Metall.
Die Brücke ist insgesamt 176 Meter lang und spannt sich über das Bärental. Bildrechte: MDR/Sebastian Jakob
Mehrere Personen wandern in Funktionskleidung auf einem Wanderweg.
Zu erreichen ist sie allerdings nur per Muskelkraft: entweder zu Fuß oder auf dem Fahrrad. Bildrechte: MDR/Sebastian Jakob
Ein Wanderwegweiser, auf dem mehrere Ziele und die Entfernungen in Kilometer angegeben sind.
Der kürzeste Weg zur Brücke beginnt am Wanderparkplatz Braunsroda. Wem die Strecke zu kurz ist, für den gibt es auch noch andere, gut ausgeschilderte Wanderwege. Bildrechte: MDR/Michael Hesse
Ein Wanderweg voller Laub durch einen dichten Wald.
Die führen die Wanderfreunde auch durch die faszinierende Welt des Thüringer Urwalds. Bildrechte: MDR/Michael Hesse
Wanderer laufen über eine Hängeseilbrücke.
Am Eröffnungstag haben schon einige Wanderer die neue Brücke ausprobiert. Bildrechte: MDR/Michael Hesse
Blick von einer Hängeseilbrücke in die Tiefe.
Das ist allerdings nur etwas für Schwindelfreie: 25 Meter hoch über dem Bärental steht man auf der wackeligen Brücke. Bildrechte: MDR/Michael Hesse
Blick über ein stählernes Hängeseilbrücken-Geländer über das Bärental.
Dafür werden alle Mutigen mit einem traumhaften Blick über das Tal belohnt. Bildrechte: MDR/Michael Hesse
Ein Hund sitzt vor einer Hängeseilbrücke über das Bärental.
Und die Hängeseilbrücke fasziniert offenbar nicht nur die menschlichen Besucher. Bildrechte: MDR/Michael Hesse
Alle (10) Bilder anzeigen

Die Brücke - eine Stahlkonstruktion mit Holzboden - kostete rund eine Million Euro, 90 Prozent finanzierte der Freistaat. Sie soll Bestandteil eines Rundwanderwegs und "Eingangstor" zu den sogenannten Urwaldperlen werden. Die Vorsitzende des Hohe-Schrecke-Vereins, Dagmar Dittmer, sagte MDR THÜRINGEN, von der Brücke sollten vor allem Gaststätten und Pensionen profitieren. Da die Brücke nicht direkt mit dem Auto erreichbar sei, werde es keine Masse an Touristen geben, die "nur schnell ein Foto machen" wollten.

Ein besonderer Besucher hat sich schon angekündigt: Der aus Jamaika stammende Sprint-Superstar Usain Bolt soll nächstes Jahr nach Thüringen kommen, um über die neue Hängeseilbrücke zu sprinten. Das kündigte am Dienstag der Schweizer Brücken-Statiker Hans Pfaffen an. Das Management des schnellsten Menschen der Welt habe das zugesagt, ohne einen genauen Termin zu nennen. Den Auftritt des achtfachen Olympiasiegers und elffachen Weltmeisters in Thüringen bezahlt demnach der Schuhhersteller Puma. Pfaffen sagte MDR THÜRINGEN, nun müsse man noch deutsche Sportler und Olympiasieger gewinnen, die auch in Braunsroda über die Brücke laufen.

So kommen Sie zur Hängeseilbrücke über das Bärental

Der direkte Weg zur Hängeseilbrücke
Über die Autobahn A71 oder mit dem Zug bis Bahnhof Heldrungen und dem Bus bis Haltestelle Braunsroda gelangt man schnell zum besten Wandereinstieg für das Wildniserlebnis: der Wanderparkplatz am Gutshof von Bismarck in Braunsroda. Die Hängeseilbrücke ist als Wanderziel ab Braunsroda und Reinsdorf mit grünen Wegweisern "Zur Hängeseilbrücke" ausgeschildert. Der direkte Hin- und Rückweg je Startpunkt beträgt insgesamt ca. 6 km. Eine Wegeführung und Beschilderung ab Gehofen ist ebenfalls vorgesehen.

Über die Wanderwege der Hohen Schrecke
Der empfohlene Rundwanderweg zur Hängeseilbrücke ist der "Enzian Wiesenweg" - Start am Wanderparkplatz Braunsroda. Er führt auf ca. 7 km Rundweg über Streuobstwiesen und lichte Laubwälder zur Hängeseilbrücke und durch den Wald wieder zurück. Bei entspannten Tempo ist man ca. 2 Stunden unterwegs. Alternativ führt auch der "Kleine Rundweg" an die Hängeseilbrücke. Nach einer Wegeänderung 2020 wird die Brücke in den Rundweg eingebunden sein.

Quelle: Regionalmanagement Hohe Schrecke

Quelle: MDR THÜRINGEN/kie

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | THÜRINGEN JOURNAL | 01. Oktober 2019 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 01. Oktober 2019, 21:46 Uhr

Mehr aus Thüringen