MiteinanderStark So helft ihr lokalen Läden durch die Krise

Viele Geschäfte sind geschlossen und Aufträge bleiben aus: Wie ihr lokale Läden in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen trotzdem unterstützen könnt, haben wir hier zusammengefasst.

Ein Schild weist darauf hin, dass ein Laden geschlossen ist
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Während im Supermarkt kaum schnell genug die Regale wieder aufgefüllt werden können, bangen kleine Cafés, Geschäfte und Handwerksbetriebe um ihre Existenz. Zwar will die Bundesregierung Selbstständige, kleine und große Unternehmen finanziell mit Soforthilfen und Darlehen unterstützen, doch die Zeiten sind unsicher und im Moment kann keiner sagen, wie schnell sich die Wirtschaft nach der Krise erholen wird.

Es gibt paar einfache Wege, um lokale Geschäfte und Künstler in der Krise zu unterstützen.

  • Um die Ecke einkaufen gehen - die wenigen Läden, die noch offen haben, freuen sich momentan über jeden Kunden, etwa Bäckereien, Zeitungsläden, Spätis, Drogerien, kleine Bio-Läden und so weiter. Natürlich gelten dabei die Sicherheitsregeln wie Abstand halten und in die Armbeuge husten ganz besonders.

  • Online shoppen - Viele kleine Händler bieten auch online ihre Dienste und Waren an, einige nehmen auch Bestellungen via Whatsapp, E-Mail oder per Telefon entgegen. Am einfachsten ist es, auf ihrer Webseite, ihrer Facebook- oder Instagram-Kanal nachzuschauen, welche Möglichkeiten es gibt.

  • Bücher online ausleihen - Entweder man bestellt sein Buch direkt bei der Buchhandlung vor Ort im Netz oder über die Plattform onleihe.de. Dort sind viele Buchhandlungen eingetragen.

  • Gutscheine kaufen - Wer sich nicht gleich entscheiden kann, oder wenn es etwa um Friseure oder ähnliche Dienstleistungen geht, kann auch Gutscheine erwerben um das Geschäft finanziell zu unterstützen. Einige Clubs und Konzertverantaltungsstätten führen Soli-Tickets ein und verlegen sich auf Livestreams.

  • Online teilnehmen: Viele Yoga- und Fitnessstudios verlegen ihre Kurse ins Netz. Auch Kurse oder Vorträge laufen vermehrt virtuell weiter. Fragt, nach ob das für euren Sprachkurs, den Musikunterricht oder andere Workshops möglich ist.  

  • Lieferdienste und Abolung nutzen - einige Gaststätten und Cafes und Eisdielen haben noch offen, können aber natürlich viel weniger Kunden bedienen als vorher. Daher bieten einige inzwischen auch an, das Essen auch zu liefern oder zur Abholung bereitzustellen.

  • Bewertungen abgeben - Auch ohne Geld kann man helfen: Bei Google oder auf der Facebook-Seite eine gute Bewertung ein paar freundliche Worte für seinen Lieblingsladen zu hinterlassen, ist nicht nur eine schöne Geste. Solche Bewertungen spielen für viele Inhaber eine große Rolle, da sie neue Kunden anziehen können.

Händler solidarisieren sich untereinander

Solidarisierung geht natürlich auch auf Eigeninitative. Madlen Seigerschmidt aus Mittweida hat ihren Online-Shop, in dem sie sonst ihre Seifen und Dekorationen anbietet, auch anderen Geschäften des Ortes zur Verfügung gestellt. Nun werden auf www.esskulptur.de auch deren Gutscheine und Produkte angeboten. Ausgeliefert wird persönlich oder auch per Post. "Wir haben mit unserer Idee schon über 1000 Euro für Gutscheine umgesetzt. Geld, das die Händler sonst definitiv nicht hätten", erklärt sie stolz. "Es braucht in jeder Stadt eigentlich nur ein Geschäft mit gut funktionierenden Online-Shop. Das reicht."