Mundschutz selber nähen - so geht's!

Zwei Frauen tragen in Jena eine selbstgenähte Maske
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Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes könnte die Übertragungswege einer Coronavirus-Infektion reduzieren. Da die Viren über Tröpfchen übertragen werden, kann ein Schutz der jeweiligen Region helfen. Besonders aber, wenn man selbst infiziert sein könnte, ist der Schutz sinnvoll. Bei jeder Begegnung insbesondere mit Risikopersonen, sollte ein Schutz getragen werden, um die Ansteckungsgefahr zu mindern.

Eine Frau näht in ihrem Wohnzimmer Mundschutze aus Stoff
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Experten raten aber dringend dazu, dennoch zusätzlich auf das gründliche Händewaschen und Hygienemaßnahmen zu achten. Fasst man mit schmutzigen Händen die Maske oder das Gesicht an, ist der Schutz nicht mehr unbedingt gegeben. Unabhängig vom Material muss eine Maske regelmäßig gereinigt oder gewechselt werden.

Ein einfacher Mundschutz lässt sich relativ einfach selbst nähen. Noch dazu ist er wasch- und wiederverwendbar und schont somit Ressourcen. Die Stadt Essen hat eine mehrseitige Anleitung als Download bereitgestellt. Benötigt wird dafür kochfeste Baumwolle und ein Draht zum Festmachen. Nähmaschine, Schere und Bügeleisen werden zur Anfertigung benötigt.

Außerdem gibt es Empfehlungen zur Pflege: Nach der Benutzung muss der Mundschutz gewaschen und getrocknet werden. Den Angaben in der Anleitung zufolge ist der selbst gemachte Schutz weder geprüft noch zertifiziert. Da im Handel aber Mundschutzmasken knapp werden und diese zudem dringend in Kliniken und anderen Einrichtungen gebraucht werden, kann eine solche Idee Sinn machen.

In Tschechien sollen Bürger nur noch mit Mundschutz das Haus verlassen. Doch auch hier fehlt es an Schutzausrüstung. Daher improvisieren die Menschen und stellen selbst Masken her.