Mächtige Berge, kristallklare Seen: Eine Reise ins Berchtesgadener Land

Die Berchtesgadener Alpen erheben sich majestätisch auf fast 3.000 Meter in die Höhe. Das Land selbst hat dabei noch viel mehr zu bieten: Den Süden mit der rauen Bergwelt und den lieblicheren Norden.

Sagenhaft – Das Berchtesgadener Land
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Das Berchtesgadener Land liegt im Südosten von Deutschland an der Grenze zu Österreich. Ob der Königssee mit seinem weltberühmten Echo und den roten Zwiebeltürmen von St. Bartholomä, zwischen Schönau und dem Steinernen Meer, es ist eine Wunderwelt für sich. Hoch oben thront das Kehlsteinhaus, versorgt Wanderer und Bergsteiger und erlaubt einen einmaligen Blick über die Gipfel der Berchtesgadener Alpen. Die Pfarrkirche St. Sebastian im Bergsteigerort Ramsau gehört ebenso zu den meistfotografierten Motiven, wie der Hintersee mit seinem Zauberwald.

Eindrücke aus dem Berchtesgadener Land

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Die Fußgängerzone von Berchtesgaden und die historische Altstadt von Laufen, der Rupertiwinkel mit seinen wunderschönen Bauerngärten, die Roßfeldpanoramastraße, das Salzbergwerk von Berchtesgaden mit seiner Holzrutsche und dem unterirdischen See, der Blaueisgletscher, die Almbachklamm oder der Obersalzberg, mit seiner wechselvollen Geschichte. Sie alle ziehen Besucher aus der ganzen Welt an und zeichnen ein Bild, von der Schönheit Deutschlands.

Axel Bulthaupt trifft Menschen, die das Land geprägt hat und solche, die das Land prägen. Eine Kletterweltmeisterin, einen Torfbahnfahrer, eine Gartenkünstlerin, einen Bergbrenner, eine Rangerin im Nationalpark, einen Holzschalendrechsler, einen Obersalzberg-Experten und viele mehr:

Die Kletterin Ines Papert

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 Als Kind war das Wandern ein Graus für Ines Papert. Heute ist sie mehrfache Weltmeisterin im Klettern. Die gebürtige Sächsin, geboren in Bad Düben, kam 1993 ins Berchtesgadener Land. Sie nahm hier eine Stelle als Physiotherapeutin an. Hier sah sie zum ersten Mal die imposante Bergwelt und entdeckt die Liebe zum Klettern. Wenn sie in den steil aufragenden Felsen nur mit ihren Fingern hängt, dann spürt sie, was wichtig im Leben ist. Klettern ist eine Schule fürs Leben. An der Wand muss sie Entscheidungen treffen, die mit dem nächsten Griff über Leben und Tod entscheidet. Die Bergwelt ist ihre Heimat geworden und wer sie auf einer ihrer Touren trifft, der wird feststellen, sie ist hier angekommen, denn ihr Sächsisch hat einen deutlich hörbaren bayrischen Einschlag. Ines Papert kann man sowohl im Sommer, als auch im Winter beim Klettern entdecken. Sie ist mehrfache Weltmeisterin im Eisklettern. Informationen über Ines Papert findet man auf ihrer Homepage: ines-papert.de.

Max Gaisreiter von den Freunden Ainringer Moos e.V.

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Für Max Gaisreiter gibt es keinen schöneren Ort auf dieser Welt – vor allem am frühen Morgen, wenn die Sonne hinter den hohen Bergen steigt und das Ainringer Moos in warmes Licht taucht.
Das Torfmoor ist für ihn eine Herzensache. Er ist an dem Moor aufgewachsen. Sein Vater hat hier gearbeitet, war Aufseher. Er betreute die Häftlinge, die hier mit Stecheisen und bloßen Händen das Torf stachen, welches als Brennstoff oder Dünger verwendet wurde. Bis 2003 wurde der Rohstoff dem Moor entrissen. Die Menschen hinterließen tiefe Narben. Als die Maschinen gingen, kam die Stunde für Max Gaisreiter. Zusammen mit anderen fing er an, das Ainringer Moos in ein Naturparadies zu wandeln. Heute entdeckt man hier über 40 Arten, die auf der Roten Liste der bedrohten Pflanzen und Tiere stehen. Fast das ganze Jahr über kann man sich mit der historischen Torfbahn ins Ainringer Moos fahren lassen. Ein Museum und die Internetseite bietet mehr Informationen zur Geschichte des Moors: www.ainringer-moos.de

Die Gartenkünstlerin Michaela Theis

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 Immer schon fühlte sich Michaela Theis zur Kunst hingezogen, jedoch war es ihren Eltern wichtig, dass sie einen "richtigen" Beruf" erlernte. Sie wurde Bankkauffrau und arbeitete bei einem großen bayrischen Automobil-Konzern. Dort lernte sie auch ihren Mann Karl kennen, in dessen Personalakte steht: Schönster Mann des Konzerns. Michaela Theis hat ein bewegtes Arbeitsleben, war nie ganz glücklich, erlebte Mobbing. Die gebürtige Münchnerin beschloss alles hinzuschmeißen und sich ihrer Leidenschaft zu widmen – der Keramik. Sie zog mit ihrem Mann ins Berchtesgadener Land – in den Rupertiwinkel.
Dort fand sie ihr Traumhaus mit einem riesigen Garten. Es ist ein Paradies mit 160 Rosen und unzähligen Pflanzen zwischen denen mehr als 1.000 Keramiken stehen – alles Unikate. Die große Liebe zum Garten und zur Kunst möchte sie mit anderen teilen. Sie gibt Töpferkurse und ihr Traumgarten lädt das ganze Jahr über zum Wandeln ein. Am besten meldet man sich vorher. Mehr Informationen bietet Michaela Theis unter: www.keramik-gartentheis.de

Die Rangerin Monika Lenz

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 Monika Lenz hat ihre Liebe zu den Berchtesgadener Alpen von ihrem Vater geerbt. Sie war schon immer ein „Papa-Dirndl“, sagt sie. Als einzige Tochter bewunderte sie ihren Vater, der mit fremden Eindrücken, Gerüchen und Essen von seinen Wanderungen in den Alpen zurück kam. Heute ist sie hier in den Berchtesgadener Alpen eine von 15 Rangerinnen und Rangern – im einzigen Alpen-Nationalpark in Deutschland. Wenn Monika auf Arbeit geht, nimmt sie nicht den Bus, sondern die Seilbahn.
Monika Lenz kennt die Wege abseits der Touristenrouten. Sie genießt die Ruhe, spürt sich dann als besser und weiß, wie klein man als Mensch auf dieser Welt ist.
Ihr Lieblingstier sind die Berggämsen. Die Kletterer erobern Hänge, die für Menschen nur schwer erreichbar sind. Sie weiß, wo Alpendohlen oder Steinadler mit etwas Geduld zu finden sind. Und wer möchte, kann Monika Lenz auf einer ihrer Touren auch begleiten – vorausgesetzt man kann mit ihren flotten Schritt mithalten. Wer an einer Exkursion teilnehmen möchte, findet dazu mehr auf der Seite der Nationalparkverwaltung: www.nationalpark-berchtesgaden.bayern.de

Der Bergbrenner Max Irlinger

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 „Er hat den schönsten Beruf der Welt und er möchte ihn machen, bis er einhundert Jahre alt ist und noch darüber hinaus“, sagt voller Überzeugung Max Irlinger. Dabei ist der junge Mann aus Schönau gerade einmal 31 Jahre alt.
Seit zwei Jahren ist er hier oberhalb des Königssees der Bergbrenner – ein seltenes Traditionshandwerk in den Alpen. Seit dem 17.Jahrhundert wird in den Berchtesgadener Alpen in kleinen Holzhütten Hochprozentiges gebrannt, wie den Enzian. Auch wenn diese Wurzel unter Naturschutz steht, haben die Bergbrenner als einzige das Recht diese Wurzel auszugraben, zu hacken, zu maischen und zu Alkohol zu brennen. Max genießt die Ruhe in den Bergen: „Es gibt nichts schöneres, als am Morgen mit einem Topf Kaffee vor der Hütte zu sitzen und den Gämsen beim Spielen zuzusehen.“
Seine Hütte steht jedem Wanderer offen, der den Weg zu ihm auf sich nimmt. Und natürlich erwartet ihn eine Kostprobe – immer gut gekühlt mit Bergquellwasser. Wo sich die Hütte befindet erfährt der Gast auf der Seite www.enzian-grassl.de.

Florian Beierl, der Experte des Obersalzberges

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Schon mit 12 Jahren ist Florian Beierl an der Geschichte des Obersalzberges interessiert – auf dem Adolf Hitler die zweite Schaltzentrale des Dritten Reiches errichtete.
Mit Bandmaß und Fotoapparat ist er in die Tunnel abgetaucht, um die Gänge zu erforschen. Kein Wunder, sein Vater war Höhlenforscher. Je tiefer er in den Berg vordrang, umso mehr erfasste ihn die Geschichte des Berges. Von dieser Geschichte ist nicht mehr viel zu sehen – außer das Kehlsteinhaus, einer Ausflugsgaststätte oberhalb von Berchtesgaden. Der Berghof, der Privatwohnsitz Hitlers, wurde von Bomben stark beschädigt und 1952 vollständig gesprengt. Lediglich eine Stützmauer kann man noch entdecken.
Von hier wanderte Hilter täglich zu einem kleinen Teehaus auf dem Mooslahner Kopf, einem Aussichtpunkt auf dem Hitler sowohl Deutschland, als auch seine Heimat Österreich sah. „In dem Teehaus führte Hitler Monologe. Und die waren sehr ermüdend, wie Aufzeichnungen von Albert Speer zeigen, der sich beklagte, dass Hitler dabei immer wieder einschlief.“
Seit 1999 kann der Besucher  in einem Dokumentationszentrum auf dem Berg mehr über die NS-Zeit erfahren oder unter www.obersalzberg.de

Nadine und Franz Keilhofer, Illustratorin und Drechslermeister

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Nadine ist ständig mit ihrer Kamera auf Motivsuche im Privatwald der beiden, während die Wipfel der Bäume immer den Blick von Franz anziehen.
Franz ist hier geboren. Seine Heimat ist Inspiration und Verantwortung zugleich. Er schenkt Bäumen ein zweites Leben, in dem er aus ihnen Holzschalen drechselt. Seine Arbeiten zeichnen sich durch reduzierte Formen, schlichte Eleganz und zeitloses Design aus. 
Nadine entdeckte mit der Kamera ihres Großvaters in der einen und einem Pinsel in der anderen Hand die Welt. Als sie Franz kennenlernte, zog es das Wiener Stadtkind in die Berge, die sie als Inspiration empfindet und sich in den Naturfarben ihrer Illustrationen wieder finden.
Nadine und Franz leben auf dem Bauernhof, der seiner Familie seit Generationen gehört. „Wenn man mit dem Fuß in der Kuhscheiße steht oder die frisch geschlüpften Küken sieht, dann weiß man, es gibt noch einen Fleck auf der Erde, auf dem die Welt in Ordnung ist.“, meint Franz.
Er bietet Interessierten die Möglichkeit dem Material Holz seine Geheimnisse bei Kursen zu entlocken. Näheres dazu auf www.gingerwood.de. Und Nadines Kunst und Fotografie erzeugt Herz-Flimmern: www.herz-flimmern.com.

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sagenhaft – Das Berchtesgadener Land | 21. März 2021 | 20:15 Uhr