Die Schubert-Mühle in Pappendorf

Die Schubert-Mühle 3 min
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So 14.07.2019 09:00Uhr 02:52 min

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Die Schubert-Mühle hat eine lange Geschichte. Schon kurz nach Gründung des Dorfes um 1160 wurde sie hier an der Großen Striegis gebaut. Mithilfe des Wasserrrades wurde hier bis 1990 die Mahl- und Schneidmühle betrieben. 2011 entschieden sich Claudia und Thomas Dietrich aus Leipzig dafür, in das Striegistal zu kommen und die Mühle wiederzubeleben. Damit hatte sich Thomas Dietrich seinen Traum einer Senfmühle erfüllt. Wenig später hat er darin gleich noch eine Kaffeerösterei eröffnet.

Die Schubert-Mühle
In der Mühle werden ausgewählte Rohkaffees aus Anbaugebieten rund um den Äquator veredelt. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Sanieren konnte er das denkmalgeschützte Gebäude mit viel Fleiß und den Fördermitteln der Europäischen Union. Bedingung für die Förderung war, dass er auch etwas für die touristische Erschließung des Ortes macht. Und so ist der gebürtige Leipziger auch noch zum Fremdenführer geworden. 700 Besuchergruppen hat Thomas Dietrich schon begeistert durch seine Schubert-Mühle geführt. Sein kleines Café ist für viele ein Ausflugsziel geworden. Die Senfmühle hat jeweils Mittwoch von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr und Samstag und Sonntag von 11.00 Uhr bis 17.00 Uhr geöffnet und vor allem auch wegen der Laden und Produktionsräume sehenswert.


Senf in Handarbeit

Die Herstellung des Striegistaler Mühlensenf ist in der gläsernen Manufaktur zu besichtigen. Ausgesuchte Saaten werden im Kaltmahlverfahren unter mit der historischen Mühlentechnik verarbeitet. Die klassischer Küchensenf, aromatischer Honigsenf und herber Bockshornkleesenf wird in Steinguttöpfen abgefüllt.

Schon die Chinesen würzten vor 3.000 Jahren mit Senf. Von dort kam er erst nach Griechenland, eroberte später Mitteleuropas Tafeln und Töpfe. Lange waren Senf und Meerrettich die einzigen scharfen Gewürze - bis sich Pfeffer und Chili durchsetzen. Heute interessieren sich gute Köche wieder für die spezielle Würze. Der Senf klettert aus seiner Nische heraus.

Kann wehtun, wenn ein Strauß so richtig zuschnappt. Solange sie aber nur knabbern, hält Straußenfarmer Marcus Reißig seine Finger gern hin. Seit 16 Jahren züchten er und seine Eltern den afrikanischen Vogel im sächsischen Pappendorf. 30 min
Kann wehtun, wenn ein Strauß so richtig zuschnappt. Solange sie aber nur knabbern, hält Straußenfarmer Marcus Reißig seine Finger gern hin. Seit 16 Jahren züchten er und seine Eltern den afrikanischen Vogel im sächsischen Pappendorf. Bildrechte: MDR / Mathias Schaefer

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Unser Dorf hat Wochenende | 14. Juli 2019 | 09:00 Uhr